Die meisten Filme, die ich in diesem Jahr im Kino gesehen habe, waren mal wieder aus den 70ern und 80ern, hier soll es aber nur um Neuerscheinungen gehen, aus Gründen ergänzt um einen Film aus dem Jahr 2009.
1) Terrifier 2
Ein Film, der aussieht als hätte er 10 Milionen Dollar gekostet, in Wirklichkeit aber bei einem Budget von nur 250.000 $ 12 Millionen Dollar an Nordamerikas Kinokassen eingespielt hat. Wunderkind Damien Leone (Drehbuch, Regie, Schnitt, Foley/Sound, Make Up FX, Nebenrolle) wirft mit Kunstblut und Körperteilen um sich, das es eine Freude ist, und Art The Clown muss sich nicht hinter den Kult-Killern Freddy und Chucky verstecken. Ein Film, der aussieht, als hätten die 80er nie geendet, inklusive charmant holpriger Synchro. Kein Zweifel: Teil 3 kann und wird kommen.
10 von 10 Messern
2) Elvis
Der in die Jahre gekommene Tom Hanks ist hier als Colonel Tom Parker in der Rolle seines Lebens zu sehen. Dazu kredenzt Baz Luhrmann einen musikalischen Strauß von Elvis bis Eminem, die Single "Hound Dog" von Doja Cat wird im UK ein veritabler Hit. Auch für Nicht-Elvis-Fans spannend.
10/10
3) Hatching
Body Horror aus Finnland. Vermutlich ein Fest für Psychhoanalytiker, optisch berauschend.
8/10
4) Crimes Of The Future
Das Spätwerk des Meisters des Body Horrors bietet viel Body, aber wenig Horror, dafür räudige 80er-Jahre-Steampunk-Optik. Viggo Mortensen spielt überragend.
7,5/10
5) X
Schön oldschooliger Slasher und vermutlich der erste Horrorfilm weltweit, in dem das gruseligste die Sex-Szene ist.
7/10
6) Incredible But True
Die bislang konventionellste und beste Arbeit von Quentin Dupieux.
7/10
7) Sick Of Myself
Zu einem großen Film fehlt der Body-Horror-Komödie aus Norwegen leider ein großes Finale, kann aber ansonsten voll überzeugen.
7/10
8) Lamb
Mix aus Drama und Fantasy. Geht unter die Haut.
7/10
9) Avatar - Aufbruch nach Pandora (3D)
Nachdem ich den Film 2019 und 2021 zuhause gesehen und mit 10/10 bewertet habe, wollte ich mir die Wiederaufführung nicht entgehen lassen. Das Fazit ist für mich überraschend: In 2D taugt mir der Film tatsächlich mehr. Natürlich gibt es an der genialen Optik nichts zu meckern, aber über die gesamte Laufzeit von 3 Stunden kann das auch ein irrer Stress für das Gehirn sein, und ein wenig drohte die Optik alle anderen Leistungen des Filmes unter sich zu begraben. In der Musik nennt man sowas Überproduktion. Unwahrscheinlich, dass ich mir eines der Sequels im Kino ansehen werde.
Nur 6,5/10
10) Mad Heidi
Peter, der Liebhaber von Machete, wird von Nazis ermordet, woraufhin Machete völlig ausrastet und...Was, ich bin im falschen Film? Mitnichten. Manche mögen den Film ja für großen Käse halten, und offen gesagt hat das mit Caspar Van Dien überbackene Reboot von Heidi für einen 90-Minüter zu viele Längen, als Fromage an die Arbeit von Tarantino/Rodigruez ist der Swissploitation Film aber durchaus gelungen.
Von Jordan Peele's drei Drehbüchern konnte mich leider nur das mittlere restlos überzeugen. Bei Nope bleiben letzlich zu viele Fragen unbeantwortet. Am spannensten ist noch der Nebenplot bzw. die Vorgeschichte mit dem amoklaufenden Affen, daran ändern auch die starken Darsteller nichts.
6/10
12) Emergency Declaration
Koreanischer Mix aus Horror-Thriller und Katastrophenfilm, der in dem Moment, in dem der Antagonist sein Leben aushaucht bzw. -kotzt (etwa in der Mitte des Films) vollkommen seinen Reiz verliert und mit 2 1/2 Stunden zudem eindeutig zu lang ist.
5/10
Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich Don't Look Up immer noch nicht gesehen habe. Muss ich dieser Tage mal nachholen.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
1. everything, everywhere all at once (dan kwan, daniel scheinert) 2. im westen nichts neues (edward berger) 3. the menu (mark mylod) 4. licorice pizza (paul thomas anderson) 5. the worst person in the world (joachim trier) 6. parallele mütter (pedro almodovar) 7. the innocents (eskil vogt) 8. mutter (carolin schmitz) 9. speak no evil (christian tafdrup) 10. it is in us all (antonia campbell-hughes) 11. moonage daydream (brett morgen) 12. the card counter (paul schrader) 13. nope (jordan peele) 14. bones and all (luca guadagnino) 15. c'mon, c'mon (mike mills) 16. official competition (mariano cohn, gaston duprat) 17. irrlicht (joao pedro rodrigues) 18. benediction (terence davies) 19. abteil nr. 6 (juho kuosmanen) 20. beyond the infinite two minutes (junta yamaguchi) 21. men (alex garland) 22. the batman (matt reeves) 23. les olympiades (jacques audiard) 24. fire on the plain (ji zhang) 25. pleasure (ninja thyberg) 26. spencer (pablo larrain) 27. war pony (gina gammell, riley keough) 28. kimi (steven soderbergh) 29. the fire within: a requiem for katia and maurice krafft (werner herzog) 30. cook f**k kill (mira fornay)
lobende erwähnungen: triangle of sadness (ruben östlund), broker (hirukazu koreeda), smile (parker finn), x (ti west), the sadness (rob jabazz), lamb (valdimar johansson), bros (nicholas stoller), glass onion: a knives out mystery (rian johnson) und guilty pleasure of the year: bullet train (david leitch)
bisher leider noch nicht gesehen: aftersun, don't worry darling, vortex, she said, pearl, white noise, barbarian, more than ever, un beau matin, eo, flux gourmet, rimini, something in the dirt, ...
enttäuschungen des jahres: the northman (robert eggers) crimes of the future (david cronenberg)
Ich fand einige seiner Verrisse erstaunlich niveaulos. Über die Filme kann ich jeweils nichts sagen, weil ich soweit noch keinen davon gesehen habe, aber wenn er über einige SchauspielerInnen oder RegisseurInnen sagt, sie seien einfach nur schlecht und ähnliches, finde ich das ein bisschen dünn. Ich schau mir seine Videos hin und wieder ganz gern an, auch wenn ich ihn furchtbar unsympathisch finde. Interessant sind für mich oft die Bezüge, die er zu vielen Filmen herstellen kann. Er hat schon interessante Perspektiven zu vielen Themen, aber in diesem Video finde ich nicht allzu viel davon.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Ich möchte mir bei seiner affektierten Art gerne Salzsäure in Augen und Ohren schütten. Mir unverständlich, warum er solchen Erfolg mit seinem Kanal hat.
Die von Lumich erwähnten Verweise und Perspektiven finde ich teilweise schon recht interessant. Das Schnösel-Gehabe nervt mich aber auch, vor allem wenn es unsachlich wird.
Eine "Filme des Jahres"-Liste würde ich gerne zusammen tragen, aber als Landbewohner bin ich leider raus. Ein Versäumnis jagt das nächste
er ist halt auf den ersten blick der schnösel mit den hochgestochenen wörtern, aber so sensibel und differenziert er für filme brennt, ist in der medienlandschaft halt einzigartig. ein kritiker wie er im buche steht, endlich mal mit etwas mehr allgemeinbildung ausgestattet um auch bögen zu anderen kunstformen oder wissenschaften zu schlagen. gottseidank sind seine verrisse genau so ehrlich und kompromisslos.
Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich Don't Look Up immer noch nicht gesehen habe. Muss ich dieser Tage mal nachholen.
Don't look up
Die Liste meiner Kritikpunkte ist so lang, dass ich gar nicht erst anfange. Ich muss allerdings zugeben, dass Jennifer Lawrence mit Renee Cut und Nasenring erstaunlich heiß aussieht und ich in der ersten Hälfte des Films mindestens ein halbes Dutzend Mal schallend gelacht habe. Reicht für
5,5/10
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
Ich habe wie üblich nicht so viele Filme aus dem laufenden Jahr geschaut. Immerhin war ich dreimal im Kino, was im Vergleich zu den Jahren davor schon sensationell viel ist. Am meisten beeindruckt hat mich überraschenderweise "The Batman", eigentlich kann ich den ganzen Superhelden-Schmu ja nicht mehr sehen.
Alle meine Filme von 2022 mit Bewertungen:
- The Batman 8/10 - The Card Counter 8/10 - Black Crab 8/10 - Metal Lords 8/10 - The Gray Man 8/10 - The Sea Beast 8/10
- Top Gun Maverick 7/10 - Spiderhead 7/10
- Everything Everywhere All At Once 6/10 - Moonfall 6/10 - Athena 6/10 - I Came By 6/10 - Im Westen nichts Neues 6/10 - The Takeover 6/10 - The Adam Project 6/10 - Troll 6/10
Batman fand ich sehr enttäuschend, an Northman traue ich mich irgendwie nicht ran. Ich liebe Witch und Lighthouse, aber ich hab' keine Lust auf zwei Stunden Gegrunze und Gehaue.
Ich müsste echt schauen, aber ich habe kaum Filme aus 2022 geschaut, glaube ich.
@Olsen : Wir könnten ja mal gemeinsam ins Kino gehen... da finden wir doch bestimmt was...
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Zitat von Olsen im Beitrag #13Wenn es denn wenigstens Gegrunze und Gehaue wäre. Es sind pathetische Dialoge und schreckliche Figuren.
04/10 ist aus meiner Sicht auch sehr wohlwollend bewertet.
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)