Es gibt sie auch nicht erst seit gestern, also ein eigener Thread für
THE MAGNETIC FIELDS
Distant Plastic Trees (1991) The Wayward Bus (1992) The Charm of the Highway Strip (1994) Holiday (1994) Get Lost (1995) 69 Love Songs (1999) i (2004) Distortion (2008) Realism (2010) Love at the Bottom of the Sea (2012)
+ Das neue Werk The Magnetic Fields - 50 Song Memoir (2017)
50 Songs, die für 50 Jahre im Leben von Stephin Merritt stehen. Wer sie kauft hat bis Sommer keine Zeit etwas anderes zu hören.
Disc 1 1. '66 Wonder Where I’m From 2:44 2. ’67 Come Back as a Cockroach 2:34 3. ’68 A Cat Called Dionysus 2:46 4. ’69 Judy Garland 3:17 5. ’70 They’re Killing Children Over There 2:36 6. ’71 I Think I’ll Make Another World 2:57 7. ’72 Eye Contact 2:55 8. ’73 It Could Have Been Paradise 3:07 9. '74 No 2:57 10. ’75 My Mama Ain’t 3:01
Disc 2 11. ’76 Hustle 76 3:16 12. ’77 Life Ain’t All Bad 4:16 13. ’78 The Blizzard of ’78 3:15 14. ’79 Rock’n’Roll Will Ruin Your Life 2:58 15. ’80 London by Jetpack 2:58 16. ’81 How to Play the Synthesizer 3:06 17. ’82 Happy Beeping 3:10 18. ’83 Foxx and I 2:43 19. ’84 Danceteria! 3:09 20. ’85 Why I Am Not a Teenager 3:07
Disc 3 21. ’86 How I Failed Ethics 2:58 22. ’87 At the Pyramid 3:10 23. ’88 Ethan Frome 2:24 24. ’89 The 1989 Musical Marching Zoo 3:06 25. ’90 Dreaming in Tetris 3:21 26. ’91 The Day I Finally… 2:20 27. ’92 Weird Diseases 3:10 28. ’93 Me and Fred and Dave and Ted 3:08 29. ’94 Haven’t Got a Penny 2:53 30. ’95 A Serious Mistake 3:13
Disc 4 31. ’96 I’m Sad! 2:12 32. ’97 Eurodisco Trio 3:15 33. ’98 Lovers’ Lies 3:06 34. ’99 Fathers in the Clouds 2:52 35. ’00 Ghosts of the Marathon Dancers 3:05 36. ’01 Have You Seen It in the Snow? 2:51 37. ’02 Be True to Your Bar 3:34 38. ’03 The Ex and I 2:59 39. ’04 Cold-Blooded Man 3:06 40. ’05 Never Again 3:19
Disc 5 41. ’06 “Quotes” 2:17 42. ’07 In the Snow White Cottages 2:52 43. ’08 Surfin’ 2:47 44. ’09 Till You Come Back to Me 2:29 45. ’10 20,000 Leagues Under the Sea 3:03 46. ’11 Stupid Tears 2:45 47. ’12 You Can Never Go Back to New York 3:12 48. ’13 Big Enough for Both of Us 3:04 49. ’14 I Wish I Had Pictures 3:07 50. ’15 Somebody’s Fetish 3:45
ME-Leser 1984 bis 2016 - ME-Forum seit 30.04.2003 - Erster Beitrag: "Wo kann ich mich hier wieder abmelden?" Heavy Rotation → ◉ Jake Bugg (2024) A Modern Day Distraction ◉ Julie (2024) The Ant-Aircraft Friend ◉ Towa Bird (2024) American Hero ◉ The Courettes (2024) The Soul Of... The Fabulous Courettes ◉ Noga Erez (2024) The Vandalist
Wieso muss ich das eigentlich machen, wenn wir doch einen langjährigen User mit dem Namen haben?
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Da fehlt doch das "s". Aber ich bin schon sehr gespannt was man uns mit dem zweiten Opus Magnum kredenzen wird. Von 69 Love Songs war ich damals ziemlich geflashed.
5 CDs sind natürlich deka... äh opulent. Das hätte bei der Kürze der Songs auch auf ein Doppelalbum gepasst, aber der Sufjan hats ja damals auch gemacht.
Nachdem die zwei letzten MF-Alben dann doch abseits der ein, zwei Geniestreiche, die man von Stephin Merritt immer erwarten kann, eher unter seinem sonstigen qualitativen Radar flogen, gab es 2013 mit Partygoing (Future Bible Heroes, eines von drei Nebenprojekten) einen ersten Aufwärtstrend zu verzeichnen, der jetzt in einer Rückkehr zur Form gemündet ist. Die für Merritt fast komplett neue Herangehensweise, über sich selbst zu schreiben (Er bezeichnet sich als den „least confessional songwriter in history“ und sieht sich viel mehr als Brill-Building/Songbook-Erbe als in Singer-Songwriter-Tradition), scheint die Routine, die man Love at the Bottom of the Sea zu sehr anhören könnte, durchbrochen zu haben. 50 Song Memoir reibt einem seine autobiographische Ausrichtung auch nie zu sehr ins Gesicht, nimmt sich nicht zu wichtig. Stattdessen ist es voll mit anrührenden wie witzigen Momenten und im Gegensatz zum ob seiner Opulenz für Vergleiche präsdestinierten 69 Love Songs, das mit Absicht so konzipiert war, dass man es auch im Shuffle-Modus hören kann, ergibt sich hier auch ein kleines Narrativ, Songs leiten ineinander über, und so erzählt 50 Song Memoir trotz des Fehlens eines Plots auch eine Geschichte, ist ein zeitgeschichtliches Zeugnis der letzten 50 Jahre, vor allem in Sachen Popkultur („It’s mostly love and music“, schreibt Merritt auf der Rückseite des Albums, „so don’t dig for much of a story line“). Vor allem gilt das für die 1960er und ’70er, als er mit seiner buddhistischen Hippie-Mutter von Kommune zu Kommune zieht, und die 1980er, als er als Teenager Disco und Synth Pop entdeckt. Nahezu unbemerkt wandelt sich die anfängliche Unschuld der Kindheits-Songs in erwachsenem Zynismus. Die späteren Songs werden trostloser und sind von existenziellen Ängsten geprägt, die auch zeitgeschichtlich schmerzlich passen, doch gibt es auch ein witziges Happy End – das sich im Zynismus findet.
Album-Ranking übrigens (noch ohne den Neuling): 01. 69 Love Songs (10/10) 02. The Wayward Bus (10/10) 03. The Charm of the Highway Strip (9/10) 04. Holiday (9/10) 05. Get Lost (8/10) 06. Distant Plastic Trees (8/10) 07. Distortion (7/10) 08. i (7/10) 09. Realism (6/10) 10. Love at the Bottom of the Sea (5/10)
Da freue ich mich auch schon drauf. Danke für das schöne Vorwort.
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)
Schöner Text, aber der verlinkte Song ist mir schon zu anstrengend, die Aussicht auf 49 weitere macht es nicht besser. Ich habe auch die 69 Lovesongs nie am Stück geschafft.
Nachdem die zwei letzten MF-Alben dann doch abseits der ein, zwei Geniestreiche, die man von Stephin Merritt immer erwarten kann, eher unter seinem sonstigen qualitativen Radar flogen, gab es 2013 mit Partygoing (Future Bible Heroes, eines von drei Nebenprojekten) einen ersten Aufwärtstrend zu verzeichnen, der jetzt in einer Rückkehr zur Form gemündet ist.
Zurück zur Form? Was Stephin Merritts Neo-Olympianismus angeht, d. h. unter sportlichen Aspekten gesehen, stimme ich dir zu.
Zitat von LFB im Beitrag #8Schöner Text, aber der verlinkte Song ist mir schon zu anstrengend, die Aussicht auf 49 weitere macht es nicht besser. Ich habe auch die 69 Lovesongs nie am Stück geschafft.
Zitat von gnathonemus im Beitrag #10wer schon? dafür ist sie wohl auch nicht da.
Ich mache das mindestens einmal im Jahr. Hab mir auch damals nach Erwerb die drei Stunden genommen und das Album komplett durchgehört, mit dem Booklet in der Hand. So stark hat wohl kein anderes Album beim ersten Durchlauf gezündet.
Zitat von Merseburg im Beitrag #9Zurück zur Form? Was Stephin Merritts Neo-Olympianismus angeht, d. h. unter sportlichen Aspekten gesehen, stimme ich dir zu.
Sehe es bisher auf Augenhöhe mit Get Lost, das ist mir Form genug.
Zitat von Jan Lustiger im Beitrag #12to whom it may concern: Für die neue testcard habe ich einen Text über die 69 Love Songs und Klischees im Pop-Song geschrieben.
Und diesen Text gibt es seit heute, anlässlich des 20-jährigen Geburtstags des Albums, auch online!