ZitatIt’s worth noting that Radiohead themselves were sued for copyright infringement over the similarities between “Creep” and The Hollies’ 1972 song “The Air That I Breathe”. The Hollies ended up receiving cowriting credits and a percentage of the song’s royalties.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
ZitatIt’s worth noting that Radiohead themselves were sued for copyright infringement over the similarities between “Creep” and The Hollies’ 1972 song “The Air That I Breathe”. The Hollies ended up receiving cowriting credits and a percentage of the song’s royalties.
Haha, was ist das denn für eine lustige Geschichte? Muss ich gleich mal nachhören! Ich wusste auch noch gar nicht, dass Creep von den Hollies geklaut war!
"Der Nationalsozialismus hat sich vorsichtig, in kleinen Dosen, durchgesetzt – man hat immer ein bisschen gewartet, bis das Gewissen der Welt die nächste Dosis vertrug." Stefan Zweig
Naja, 40% für einen bestimmten Zeitraum. Vielleicht wollte sie sich einfach die Prozesskosten sparen, aber auch nicht zu viel von den Einnahmen hergeben?
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)
Zitat von Olsen im Beitrag #333Ich tu mich immer schwer mit dem Begriff "klauen". Es gibt halt nur eine begrenzte Anzahl von möglichen Melodie- oder Harmonieverläufen.
Bei Lana Del Rey seh ich es aber als bewusstes Zitat an, zumal der andere Teil des Songs auch noch den "Twin Peaks"-Score zitiert.
auf jeden fall ist sie näher an "creep" als letzterer am hollies-song; welche künstlerische intention dahintersteht, ist noch mal eine ganz andere sache.
traditionell tut sich die rechtsprechung schwer mit der frage des künstlerischen zitats. eine hommage oder ein satirisches zitat kann ganz schnell als plagiat betrachtet werden; eine coverversion hingegen unterliegt recht strengen regeln, was die abwandlung von text und musik betrifft. anekdote: die nits (ja, ja, ich weiß) hatten einst die idee, "mrs robinson" von simon&garfunkel als revisited-version wieder aufleben zu lassen und damit die frage zu beantworten, was 30 jahre später aus der frau geworden sein mag. auf die anfrage an paul simons management, ob man hierzu originaltextzeilen aus s&g-songs verwenden dürfe, antwortete direkt ein anwalt mit einer unterlassungsklagenandrohung. man behalf sich dann mit "soundalikes", also angelehnten, aber nicht originalen zeilen. live dürfen sie allerdings die ursprüngliche version singen, die darf nur nicht veröffentlicht werden.
Ich find das schon ein bisschen schwach von Radiohead. Mit einer 100%-Forderung spricht man dem anderen ja gleich jeglichen Eigenanteil ab, und im eigenen Fall mit den Hollies waren sie ja offenbar auch nicht gerade einverstanden mit so einer Handhabungsweise. Und nötig sollten sie es auch nicht haben.
Höhö. Ich hab mir das Del Reys Stück jetzt mal angehört. Den Anfang (bis 1:30 oder so und dann wieder ab 2:20, das wechselt immer mit einem "anderen Lied" ab) muss man ja schon fast als Cover von Creep bezeichnen.
"Der Nationalsozialismus hat sich vorsichtig, in kleinen Dosen, durchgesetzt – man hat immer ein bisschen gewartet, bis das Gewissen der Welt die nächste Dosis vertrug." Stefan Zweig
Ich könnte mir ja schon auch vorstellen, dass in so einem Radiohead auch der Gedanke herumgeistert, dass man ja schließlich damals auch Teilurheberschaften anerkennen musste, obwohl man meinte, man habe das Lied selbst und eigenständig geschrieben, und dass ja dann nun ein so offenkundiges Rip-off erst recht nicht geduldet werden muss, nur weil man es sich ja leisten kann.
ich habe bisher kein statement von der band selbst gehört, weiss also nicht, wie sie genau darüber denken. ich bin in solchen fragen (geklaut oder nicht geklaut) immer zwiegespalten. auf der einen seite denke ich, dass musik im grunde genommen zur freien kreativen verfügung steht, sobald sie in der welt ist. innerhalb der reggae-kultur bspw. ist das völlig unumstritten - natürlich werden da neue tracks über alte und gar nicht so alte riddims gelegt. samplig und remixe sind seit jahrzehnten akzeptiert, auch wenn gerade erstere praxis oft unbezahlbar ist, was ich beklagenswert finde. beck hat mit jack-ass einen äusserst geilen song über ein dylan-cover von them gespielt (1:1 nachgespielt, weil sampeln zu teuer gewesen wäre). für mich ist das ein eigenständiges werk. es gibt noch zig weitere beispiele wie von the verve oder den sternen.
die andere seite ist, dass meine haltung, wie ich sie oben forumulierte manchmal schwer durchzuhalten ist. ich kann gut verstehen, dass sich künstler ihr werk nicht "missbraucht" sehen wollen.
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ich bin da bei quork, was das "offenkundige rip off" angeht. das ist so dreist, dass das statement "i know my song wasn't inspired by creep" eigentlich nur als "das war nicht inspiriert, sondern schlicht geklaut" gedeutet werden kann.
Zitat von drosophila im Beitrag #344das ist so dreist, dass das statement "i know my song wasn't inspired by creep" eigentlich nur als "das war nicht inspiriert, sondern schlicht geklaut" gedeutet werden kann.
in den writing credits wird del rey mit zwei weiteren autoren (kieron menzies und rick nowels) genannt. wie gross der anteil von del rey an der entstehung des songs tatsächlich ist, kann man schwer sagen. so gesehen könnte diese persönliche äusserung sogar eine ehrliche sein.
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