Zitat von Johnny Ryall im Beitrag #19393 Nilüfer Yanya - Miss Universe, 2019
Davon habe ich mir einiges versprochen. Leider plätschert das Album ziemlich lahm und bieder an mir vorbei. Zwei oder drei Songs - "Paradise" zum Beispiel - sind aber ganz gut.
da kann ich nun wieder entwarnung geben. lahm, bieder, plätschern? keine ahnung, in welcher stimmung du warst, als du das album gehört hast. für mich ist das nichts anderes als ein hervorragendes pop-album. basta.
Die Platte scheint zu polarisieren. Beim radioeins soundcheck, wo Connie Constance, die mir null gibt, 4x als "Hit" bewertet wurde, bekam sie 1 x Hit. 2 x geht in Ordnung. 1 x Niete. Ich bin noch unentschlossen. Die Stimme gefällt mir und die Songs eigentlich auch, aber die Produktion ist doch sehr glatt. Abwarten, in welche Richtung sich das in Zukunft entwickelt.
The Comet Is Coming - Trust in the Lifeforce of the Deep Mystery
Da wird stilistisch aber einiges unter einen Hut gezaubert. Sehr beeindruckend. Auch der Auftritt von Kate Tempest. Ein neues Album von ihr wäre mal wieder toll.
das deutsche pendant zu le tigre - sort of. vielleicht eher electropop- und weniger punk-lastig, aber genauso kurzlebig. hat halt niemand was davon mitgekriegt. beim konzert hatten sich damals vielleicht 50 leute hinverirrt. immerhin: zwei gute alben und kein drittes unterirdisches wie ihre amerikanischen cousinen.
In den späten 70er-Jahren brachte meine Mutter von einer Polenreise drei Jazzplatten mit. Nicht gerade die richtige Musik für prä-Teenager. Vier Jahrzehnte später fühlte ich mich reif genug und habe sie mir ausgeliehen:
Polish Jazz Archive Series Vol. 1: Polish Jazz 1946-1956 – Post-War Dance Bands
Compilation von 1975. Schellacks aus den 40er-Jahren in Stereo? Da war Polen dem Rest der Welt wohl voraus. Entweder also electronically created pseudo-Stereo, dann aber recht zurückhaltend, oder sie haben "Stereo" auf eine Mono-Platte geschrieben. Musikalisch geht es, in Kontrast zum modernen Cover, sehr traditionell zu: Hauptsächlich Coverversionen von US-Swing-Tracks, ansonstenen Tracks, die es sein könnten. Im Fall von "Chinska Dzielnica (Chinatown, my Chinatown)" vom Chór Czejanda glaubt man eher eine Aufnahme von 1928 als von 1948 zu hören.
Krasser Kontrast:
Komeda Quintet - Astigmatic
Aufgenommen 1965. Moderner, akademischer, europäischer Jazz. Die Sorte von Jazz, die Jazz-Hasser Jazz hassen lässt. Eingängige Meldodien stehen jedenfalls nicht im Vordergrund. Schubladenmäßig würde ich es in der Nähe von Keith Jarret einornen, nur nicht so fad. Laut Wikipedia die wichtigste polnische Jazzplatte aller Zeiten. Sollte man sich auf alle Fälle mal angehört haben, wenn man sich für modernen Jazz interessiert.
Michal Urbaniak's Group - Live Recording (1971)
Ebenfalls Musik von europäischen Akademikern für europäische Akademiker. Der Geiger und Saxophonist Michal Urbaniak hatte (natürlich wieder Wikipedia-Wissen) auch vorher in Krzysztof Komedas Gruppe gespielt. LIve würde mich das bestimmt begeistern, auf dem heimischen Sofa haut es mich emotionell nicht um.
Der Titel ist natürlich eine glatte Lüge, aber mit "I Got The Hits" ist immerhin ein Hit enthalten. Die restliche elf Tracks auch nicht schlecht. Ich höre schon die Stimmen "alles was der Kerl nach 1998 (oder war es 1989?) gemacht hat, kannst du vergessen" und natürlich hat er seine besten Zeiten hinter sich, aber, samma si ehrlich, das kann man von den meisten unserer besten Freunde behaupten und trotzdem lieben wir sie doch hoffentlich nach wie vor. Die Konzertkarte für den 13. Mai ist jedenfalls gekauft, obwohl ich es nur schwer mit meinem Gewissen vereinbaren kann, dem organisierten Verbrechen (sprich Eventim) Geld in de4n Rachen zu werfen.
Der Titel ist natürlich eine glatte Lüge, aber mit "I Got The Hits" ist immerhin ein Hit enthalten. Die restliche elf Tracks auch nicht schlecht. Ich höre schon die Stimmen "alles was der Kerl nach 1998 (oder war es 1989?) gemacht hat, kannst du vergessen" und natürlich hat er seine besten Zeiten hinter sich, aber, samma si ehrlich, das kann man von den meisten unserer besten Freunde behaupten und trotzdem lieben wir sie doch hoffentlich nach wie vor. Die Konzertkarte für den 13. Mai ist jedenfalls gekauft, obwohl ich es nur schwer mit meinem Gewissen vereinbaren kann, dem organisierten Verbrechen (sprich Eventim) Geld in de4n Rachen zu werfen.
Ich würde auch gern hingehen. Ich hatte sogar schon das Ticket, aber am selben Tag spielt Aldous Harding.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Als ich die JSBX das letzte Mal live gesehen habe, war sie so grottig, und er selbst ist so ein ausgemachtes Riesenarschloch, daß ich auf den überhaupt keinen Bock mehr habe ... auch wenn ich seine alten Platten nach wie vor gerne höre.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
Wahnsinniger Wanderprediger oder nicht, das war schon eine absolute Ausnahmeband. Ich glaube, ich habe alle ihre Alben durch bis zum Erbrechen, so sehr liebe ich deren Sound.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
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Klingt etwas experimenteller als die bisherigen Sachen von ihr...
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed