Heavy Rotation → ◉ Fleetwood Mac - Tango in the Night ◉ Bonobo - Black Sands ◉ The Decemberists - As It Ever Was, So It Will Be Again ◉ Interpol - Our Love to Admire ◉ Skeewiff - Something Like That?
Ich habe mir vor Wochen "Portal 2" bei einem Steam-Sale gekauft und habe es eben angefangen. Jetzt will ich nicht mehr aufhören. Es macht süchtig!
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
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Wenn ich mal irgendwas spiele, dann Point-And-Click-Adventures. Zuletzt "The Book Of Unwritten Tales", das fand ich echt super. Aber der zweite Teil ist mir noch zu teuer.
Adventures haben mich ja seit C64-Zeiten begleitet, meine ersten waren folglich "Maniac Mansion" und "Zak McKracken" sowie "Murder on the Mississippi", das ich aber nie durchgespielt habe. Auf dem PC war dann eines meiner ersten Spiele "Monkey Island 2" - bis heute eines der besten und witzigsten Adventures aller Zeiten. Aber auch "Day of the Tentacle", "The Dig", "Baphomets Fluch", "Legend of Kyrandia 2" und "Simon the Sorcerer" fand ich damals super. Mit den neueren Adventures werde ich leider nicht ganz warm. Klar, "Back to the Future" in Episodenform musste es ein. Aber auch das hochgelobte "Deponia" finde ich dann eher okay als bahnbrechend.
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"Deponia" hab ich mir vor einer Weile mal gekauft, aber noch nicht gespielt. "Baphomet" (oder "Broken Sword", wie die Reihe ja eigentlich heißt) war bei mir eine neue Initialzündung. Fand ich damals super, aber das war am Ende meiner Computerspielzeit. Danach hab ich fünfzehn Jahre kein Spiel mehr angefasst. Und dann hab ich's mir neulich vor ein paar Monaten mal gekauft und dann war ich wieder angefixt. Zack, drei, vier, fünf Adventures durchgezockt und jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt. Sehr geil finde ich auch "Syberia", das war inhaltlich und optisch sehr eigenwillig und damit lohnenswert.
Zitat von JackOfAllTrades im Beitrag #7Adventures haben mich ja seit C64-Zeiten begleitet, meine ersten waren folglich "Maniac Mansion" und "Zak McKracken" sowie "Murder on the Mississippi", das ich aber nie durchgespielt habe. Auf dem PC war dann eines meiner ersten Spiele "Monkey Island 2" - bis heute eines der besten und witzigsten Adventures aller Zeiten. Aber auch "Day of the Tentacle", "The Dig", "Baphomets Fluch", "Legend of Kyrandia 2" und "Simon the Sorcerer" fand ich damals super. Mit den neueren Adventures werde ich leider nicht ganz warm. Klar, "Back to the Future" in Episodenform musste es ein. Aber auch das hochgelobte "Deponia" finde ich dann eher okay als bahnbrechend.
Mein erstes Spiel war Rock'n'Roll und das ist für mich bis heute das nervenaufreibendste Abenteuer überhaupt. Nach Pokémon natürlich. Aber ich glaube, ich lege den Begriff Adventure gerade zu weit aus.
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Zitat von Olsen im Beitrag #8"Deponia" hab ich mir vor einer Weile mal gekauft, aber noch nicht gespielt. "Baphomet" (oder "Broken Sword", wie die Reihe ja eigentlich heißt) war bei mir eine neue Initialzündung. Fand ich damals super, aber das war am Ende meiner Computerspielzeit. Danach hab ich fünfzehn Jahre kein Spiel mehr angefasst. Und dann hab ich's mir neulich vor ein paar Monaten mal gekauft und dann war ich wieder angefixt. Zack, drei, vier, fünf Adventures durchgezockt und jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt. Sehr geil finde ich auch "Syberia", das war inhaltlich und optisch sehr eigenwillig und damit lohnenswert.
Ich war von Mittwoch bis Freitag auf der Gamescom und habe ganz viel anspielen können, als da wären:
Assassins's Creed Syndicate (Ubisoft/23. Oktober 2015) Erstmals war der weibliche Hauptcharakter Evie Frye spielbar. Ich musste in den White Tower of London eindringen und eine Zielperson umbringen, dazu hatte ich drei Möglichkeiten (die ich nicht mehr alle auf die Reihe bekomme). Ich habe mich auf jeden Fall dazu entschieden, eine Kontaktperson aufzusuchen, die mich dann in den Tower direkt zur Zielperson bringt, die ich dann mit einem Quicktime-Event umbringen musste. Zwischendurch hatte ich nur noch zwei Gegner auszuschalten (es wurden dann drei, weil ich einen aus Versehen verletzt hatte). Grafisch war der Titel okay, spielerisch habe ich das Gefühl, dass sich seit Teil 2 nichts mehr getan hat. Schon fast ein Cheat: Es gibt jetzt einen Greifhaken wie bei Batman, mit dem man sich ganz einfach an Türmen hochziehen kann. Ob damit nicht dann das Parkour-Element, das die Spiele erst so cool gemacht hat, verloren geht? Umgehauen hat es mich nicht. Ich vergebe mal 7/10.
Crookz – Der große Coup (Kalypso/28. August 2015) In Crookz vom deutschen Publisher Kalypso steuert der Spieler eine Gruppe von Meisterdieben und geleitet sie von Coup zu Coup, angesiedelt ist das Spiel in den 70er-Jahren. Wie im Taktik-Klassiker „Commandos“ hat jede Figur besondere Fähigkeiten, nur im Zusammenspiel kommt man weiter. Auf der Gamescom spielbar war das Tutorial – und das nervte stellenweise mit zu viel gewollt lustigen Dialogen. Wenn das im eigentlichen Spiel runtergefahren wird, dann ist alles in Ordnung - bisher also: 6/10.
Baphomets Fluch: Der Sündenfall (Revolution Software/4. September 2015) Der fünfte Teil der Krimi-Adventure-Serie ist schon länger für PC erhältlich, jetzt kommt er auch für Playstation 4 und Xbox One. Nach durchwachsenen Wertungen für das Point-and-Click-Spiel um George Stobbart und Nico Collard sieht es ehrlich gesagt auf den Konsolen auch nicht besser aus. Die Grafik ist mittlerweile meilenweit vom aktuellen Standard entfernt, was man besonders bei Bewegungen sieht, die ausgesprochen künstlich wirken. Man kann nur hoffen, dass Revolution Software die einst so gute Serie nicht komplett in den Sand setzt. 4/10
Fifa 16 (EA Sports, 24. September 2015) Bis auf einige Kleinigkeiten spielt sich das Spiel wie Fifa 15. In der spielbaren Demo sahen die Spielergesichter eine Spur realistischer aus, André Hahn etwa (weil der FC Bayern in der Demo nicht spielbar ist, habe ich mich aus familiären Gründen für die Fohlenelf vom Niederrhein entschieden) sieht aus wie im Fernsehen. Der Schiedsrichter versprüht jetzt auch Freistoßspray. Gespannt sein darf man auf das Feature, dass das Spiel einem Tipps gibt, wie man besser wird. Das könnte interessant werden. Ach ja: Das Spiel der Borussen gegen den FC Barcelona endete 4:0 für die Niederrheiner - ich hatte vergessen, den Schwierigkeitsgrad anzupassen. Bei zwei weiteren Solo-Sessions hinter den Kulissen bei EA (um mich hat sich dabei so gut wie keiner gekümmert, weil irgendeine britische Fachbesucher das komplette Personal in Beschlag nahm) bestätigte sich der Eindruck. Es ist halt ein Fifa, ich muss es haben, basta. 8/10.
Mirror’s Edge: Catalyst (Electronic Arts, 25.2.16) Erinnert ihr euch an die Einführungs-Sequenz aus dem ersten James-Bond-Abenteuer „Casino Royale“ mit Daniel Craig? Es war eine wilde Verfolgungsjagd zu Fuß, Bond gegen einen Akrobaten, der die Trendsportart Parkour perfekt beherrscht. Wer Spaß daran hatte, zuzusehen, wie jemand die Grenzen der Schwerkraft augenscheinlich außer Acht lässt, dann ist die „Mirror’s Edge“-Reihe von Electronic Arts, programmiert von Dice, genau das Richtige. Denn Heldin Faith im nächstes Frühjahr erscheinenden Teil „Catalyst“ ist eine perfekte Akrobatin – und das Spiel vermittelt diese Fähigkeiten perfekt. Auf der Gamescom wird man zunächst in ein Kino geführt, wo der Chefentwickler ein wenig über das Spiel erzählt und wo auch schon einmal grob die Steuerung erklärt wird. Im Spiel selbst hat man exakt 13 Minuten Zeit. Ganz kurz wird der Spieler an die Hand genommen und die Tastaturbelegung erklärt. Dann darf man sich entscheiden: Läuft man ein Rennen gegen die Zeit, versucht man, an eine höher gelegene Werbetafel zu gelangen und diese zu sabotieren oder liefert man sich Kämpfe mit den Schergen des diktatorischen Regimes? Dabei lässt einem das Spiel völlige Freiheit. Mit einem Tastendruck springt man über Geländer, klettert Rohre hoch, rutscht durch Schächte – und das alles in einem unglaublichen Tempo in einer bewusst recht steril wirkenden Welt. Faith, ein Mitglied der „Runner“, bekämpft natürlich das Regime – aber davon gab es nur im Film etwas zu sehen. „Mirror’s Edge: Catalyst“ ist auf jeden Fall einer der Titel, die man im Blick haben sollte, wenn man Tempo und Action mag. 8/10
Dark Souls III (Bandai Namco, Frühjahr 2016) Eher angestorben, als angespielt. Das Action-Rollenspiel ist bockschwer, ganz in der Tradition der Reihe. Und so wird man beim 30-minütigen Anspielen im Businessbereich der Gamescom kaum über das Auftaktlevel hinauskommen, es sei denn, man ist ein wahrer Profi. Von der Startplattform führt auf jeder Seite eine Treppe hinab – auf beiden Seiten lauern Gegner. Nach wenigen Treffern beißt der Spieler ins Gras. „You died“ steht auf dem Bildschirm. Immer und immer wieder. Neuerungen sind schwer auszumachen. Aber das brauchen die Hardcore-Fans auch nicht. Die wollen ein bockschweres Spiel. Das werden sie bekommen. Versprochen. 7/10
Anno 2205 (Ubisoft, 3. November 2015) Am Vortag erhielt ich hinter den Kulissen leider nur eine Präsentation - aber die war so toll, dass ich es unbedingt anspielen wollte. 30 Minuten Spielzeit waren im Entertainment-Bereich möglich – dank der Tatsache, dass Fachbesucher und Presse schon um 9 Uhr die Messehallen betreten dürfen, eine Stunde vor dem Rest. Und der Eindruck bestätigt sich: Die Wirtschaftssimulation sieht fantastisch aus. Ein freundlicher Ubisoft-Mensch steht dabei die ganze Zeit hinter einem und erzählt, was zu tun ist. Selber ausprobieren wäre zwar vielleicht etwas besser für den Spieleindruck gewesen. Aber zumindest so war es möglich, in 30 Minuten annähernd die ganze Insel zu besiedeln. Geld war in der Demo im Überfluss vorhanden, sodass es möglich war, alles zu bauen, was man wollte – wenn es denn schon freigeschaltet war. Unendliche Häuser für Arbeitskräfte musste man errichten, die benötigen natürlich Wasser, Strom und Informationen. Ach ja, etwas zu Essen wäre auch nicht schlecht. In der Zukunft heißt es: Es gibt Reis, Baby. Schlägt man sich gut, hat man schnell Administratoren, die nächste Entwicklungsstufe der Bevölkerung, erreicht. Die gieren jetzt nach leckeren Smoothies – schließlich lebt man ja gesund. Flugs ein paar Obstplantagen gebaut und schon hat man den Wunsch erfüllt. Während unser „Drill-Instructor“ von Ubisoft einen dazu brachte, baute ich (es ist ja noch früh am Morgen), die lustigsten Straßenzüge. Mit mehr Ruhe und ein bisschen Planung kann man das bestimmt besser hinbekommen. Und wer nur die ganz alten Teile kennt: Angeblich brauchen die Gebäude wirklich nicht mehr Platz, als angegeben. Holzfäller, die eben auch das Areal um ihre Hütte nutzen, sind also passé. Insgesamt hinterlässt Anno 2205 den gleichen Eindruck wie bei der Präsentation: Das könnte fantastisch werden. 9/10
Max Max (Warner Bros., 1. September 2015) Das Anspielen von Mad Max macht einen ratlos. Denn es fehlt einfach eine Einführung. Man wird einfach in die Welt geworfen, hat sofort Kämpfe zu bestreiten und muss mit seinem Wagen umherdüsen, wobei man von Gegner angegriffen wird. Ohne ein Tutorial fehlt es da einfach am Know-how, man ist als Spieler quasi überfordert, weil man nicht weiß, was man tut. Wo war nochmal die Taste, um aus dem fahrenden Auto heraus zu schießen? Gibt es keine Handbremse? Und wieso ist eigentlich ständig die Munition weg? Das waren dann die Fragen, die sich mir gestellt haben. Wirklich schlau bin ich also nicht geworden – und erlaube mir deshalb auch keine wirkliche Meinung. Aber nach einem Hit fühlt sich das nicht an. 5/10
Sword Coast: Legends (Dungeons & Dragons, 29. September 2015) 50 Minuten Zeit gewährten einem die Entwickler des Rollenspiels Sword Coast: Legends. Dabei legten sie in der Präsentation zu Beginn den Wert auf den Dungeon-Master-Modus. Jeder Spieler kann mit dem Baukasten seine eigene Fantasy-Welt basteln. Das sieht tatsächlich einfach aus, dürfte aber dann doch sehr viel Zeit kosten. Der Clou an der Sache: Der „Dungeon Master“, so nennt sich der Bastler, darf diesen Level dann freigeben und dann zusehen, wie sich seine Kumpels darin abmühen. Bis zu vier Spieler gleichzeitig treten gemeinsam gegen die platzierten Schergen an, entschärfen Fallen und haben nur das eine Ziel, diesen Level zu verlassen. Flugs baut einer der Entwickler den vier Testern einen Dungeon, der dann gemeistert werden muss. Eine gute Zusammenarbeit ist nötig: Der Kleriker beispielsweise ist hauptsächlich dazu da, den Rest der Gruppe zu heilen, der Magier, den ich spielen durfte, bombardiert die Gegner aus der Ferne mit Feuerbällen, Eisbomben und Co. Das sieht alles sehr stimmungsvoll aus. Natürlich muss man das Spiel nicht mit mehreren Mitstreitern angehen. Es wird auch eine Single-Player-Kampagne geben, die etwa 40 bis 60 Stunden dauern soll. Entwickelt wurde sie übrigens nicht mit dem Dungeon-Master-Tool. Das wäre dann vielleicht doch etwas zu simpel. Sword Coast: Legends sollten Rollenspielfans auf jeden Fall im Auge behalten. Besonders mit mehreren Freunden macht das wirklich Spaß. Wie der Single-Player-Modus wird, bleibt abzuwarten. 8/10
Unravel (Electronic Arts, Frühjahr 2016) Was für ein fantasievolles und schönes Geschicklichkeitsspiel „Unravel“ vom schwedischen Entwickler Coldwood doch ist! Man spielt das kleine rote Männchen Yarni und das besteht aus einem Garnknäuel. Als Yarni läuft man durch eine unglaublich liebevolle Welt – und zieht immer den Faden hinter sich her. Mit dem kann man interagieren: Verbindet man ihn mit zwei Haken, kann man auf dem straffgezogenen Seil hüpfen, man kann daran schwingen, um höhere Punkte zu erreichen – oder einfach auch nur daran hoch- und runterklettern. Weil das Garnknäuel immer kleiner wird, muss Yarni neues Garn finden, damit er wieder Nachschub bekommt. Beim Anspielen merkt man schnell: Einfach ist „Unravel“ nicht. Schon im Tutorial ist man an einer Stelle etwas hilflos ohne die Tipps der Entwickler – man muss über einen Brunnen, aber schwimmen kann Yarni nicht. Aber da liegen ja noch ein paar Äpfel rum… die kann man einfach in den Brunnen schieben, am besten in den leeren, in den noch kein Wasser geflossen ist. Über die Äpfel kann Yarni springen und so die andere Seite erreichen. Geschafft. Zur Story konnten die beiden Mitarbeiter des Entwicklers noch nicht viel erzählen. Außerdem gaben die Entwickler an einigen Stellen offen und ehrlich zu, dass sie noch etwas verbessern müssen. Aber bis zum Frühjahr 2016 (den Termin wollten die Entwickler übrigens nicht bestätigen) ist noch eine Menge Zeit für das Balancing. 9/10
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Und dann habe ich natürlich auch noch einige Sachen angeschaut:
Fallout 4 (Bethesda, 10.11.15) Es ist eines der am meisten erwarteten Spiele. Doch obwohl das Endzeit-Rollenspiel „Fallout 4“ schon am 10. November 2015 für Playstation 4, Xbox One und PC im Handel erscheinen soll, ist es auf der Gamescom am Stand von Bethesda nicht anspielbar. Stattdessen gibt es für Journalisten eine eigens für die Kölner Messe erstellte Präsentation – und die war doch ein wenig ernüchternd. Denn wenn man ehrlich ist: Sehr viel zeigt sie nicht vom Spiel. Klar, die Charakterentwicklung sieht ganz witzig aus, die Erklärungen im Retro-Comic-Stil sind es auf jeden Fall, sodass selbst Ruhrpott-Schauspiel-Ikone Ralf Richter, der sich die Präsentation auch angesehen hat, laut lachte. Aber ansonsten? In den knapp 20 Minuten wurde gezeigt, wie der Spieler in der Stadt Lexington einen Computer hackt, ein Schloss knackt und mit allen möglichen Waffen Ghule und feindliche Jäger erschießt – ob mit Maschinengewehr, Granatwerfer oder Flammenwerfer. Das wirkt beim Zusehen durchaus ermüdend – und stellenweise auch vom Splatteranteil übertrieben, etwa wenn beim gezielten Kopfschuss das Haupt explodiert und das Blut trieft. Das muss ehrlich gesagt nicht sein. Die gezeigte Präsentation vermittelt eher den Anschein, bei „Fallout 4“ würde es sich um ein bloßes Actionspiel handeln. Das ist schade und vor allen Dingen auch gefährlich. Denn Entwickler Bethesda hat angekündigt, dass die Spielzeit bis zu 400 Stunden betragen kann. Und da muss schon deutlich mehr geboten werden, als das stupide Töten von Gegnern. Man darf also gespannt sein, Rollenspielfans sollten aber vielleicht mit dem Kauf oder der Vorbestellung warten. Zumal die Grafik von „Fallout 4“ zwar hübsch ist, aber man trotzdem ständig das Gefühl hat, dass da noch deutlich mehr möglich gewesen wäre. 5/10
Uncharted 4: A Thief’s End (Sony, 2016) Nach “Fallout 4” noch ein Titel mit einer 4 im Namen, und wieder darf man nur Zuschauen und noch nicht selbst Hand anlegen. Doch Sony schafft es, mit seiner Präsentation das Publikum im Kino zum Applaus zu bewegen. Ob das für Pressevertreter und ein Fachpublikum würdig ist, steht auf einem anderen Stern. Gezeigt wird eine wilde Verfolgungsjagd mit irgendwelchen Rebellen, offenbar in einer südamerikanischen Stadt. Entwickler Naughty Dog setzt hierbei auf Spaß und lässt den Realismus vollkommen außer Kraft. Zuerst liefert sich Hauptfigur Nathan Drake mit Sidekick Sam zu Fuß Kämpfe, dabei wird eindrucksvoll demonstriert, dass die Umgebung zerstört werden kann. So ist es etwa schlecht, hinter Holzkisten Deckung zu suchen, denn die sind nach ein paar Salven der Gegner nicht mehr da. Anschließend liefert sich Nathan eine Verfolgungsjagd mit einem Jeep. Querfeldein geht es und der Allrad-Wagen bleibt selbst dann noch auf den Reifen, wenn er eigentlich umkippen müsste. Aus dem Jeep geht es mithilfe eines Greifhakens an einen fahrenden Kranwagen. Das Nathan am Seil hängend dabei mit zahllosen Gegenständen kollidiert, die ihn allesamt hätten aufspießen müssen, schert die Entwickler nicht. Anschließend geht’s mit dem Motorrad weiter – bis die Gegner ausgeschaltet sind. Das 2016 erscheinende Action-Adventure mit Indiana-Jones-Anleihen dürfte wieder ein Hit werden, der einem die Puste raubt. 8/10
Hitman (Square Enix, 8.12.15) Wehret den Anfängen heißt es für die Hitman-Reihe. Nach der Kritik am Vorgänger „Hitman: Absolution“ haben sich die Entwickler ein Herz gefasst und kehren zurück zu den Wurzeln der Serie um Agent 47. Es gibt keine zusammenhängende Story mehr, Action wird im Gegensatz zum raffinierten Vorgehen nicht belohnt und der Auftragskiller erledigt eben wieder Aufträge. Je cleverer man vorgeht, so erklärt es die Pressesprecherin, desto mehr Punkte erhält man und nur dann können Zusatzinhalte freigeschaltet werden. 7/10
Deus Ex: Mankind Divided (Square Enix, Frühjahr 2016) Auch die Kritik an “Deux Ex: Human Revolution” hat sich Square Enix zu Herzen genommen. Es war nur durch Gewalt möglich, die Bosskämpfe zu lösen. Diesmal will man dem Spieler wieder alle Freiheiten lassen. „Das Spiel kann völlig gewaltfrei gelöst werden“, verspricht die Square-Enix-Sprecherin. Hauptfigur Adam Jensen steht zwischen den Fronten der Menschen und der „Augmentierten“, also Menschen mit Spezialfähigkeiten. Letztere werden diskriminiert. Erschwerend hinzu kommt, dass Adam selbst ein Augmentierter ist. Das Spiel erinnert optisch an düstere Zukunftsvisionen wie „Blade Runner“. 6/10
Anno 2205 (Ubisoft, 3. November 2015) Um es gleich vorwegzunehmen: Das neueste Anno sieht einfach nur fantastisch aus. Das Meerwasser, die Felsmuster der Berge, die Mondkrater oder die Schneelandschaften in der Arktis: Anno 2205 ist wunderschön. Darüber hinaus ist diesmal auch eindeutig zu erkennen, was die Industriegebäude erzeugen. Das war einer der großen Kritikpunkte des Vorgängers „Anno 2070“. Ansonsten behauptet Publisher Ubisoft, dass die Welt auf den Zukunftsprognosen von Wissenschaftlern beruht und nach heutigem Stand des Wissens komplett realistisch ist. Erstmals kann man in „Anno 2205“ den Mond besiedeln, denn die Rohstoffe auf der Erde sind nahezu aufgebraucht. Dazu ist es nötig, sogenannte Multisessions zu starten: Man besiedelt also nicht nur die Erde, sondern wird als Spieler auch dazu gezwungen, sich auszudehnen – in die Arktis und auf den Mond. Überall herrschen andere Bedingungen, man muss immer eine andere Strategie parat haben. Wichtig auch für Pazifisten: Man kann komplett auf Militäraktionen verzichten – wie eigentlich immer schon in der Anno-Reihe. Das Spiel könnte ein echter Hit werden. 9/10 (siehe oben)
Pillars of Eternity: The White March Part 1 (Paradox Interactive, 25.8.15) Ich mag dieses kickstarter-finanzierte Oldschool-Rollenspiel. Auf der Gamescom haben die Entwickler dann erstmals das Add-on präsentiert, dessen erster Teil schon in gut zwei Wochen rauskommt. Während sich das Team im ersten Teil grafisch an "Baldur's Gate" orientiert hat, ist diesmal optisch "Icewind Dale" das Vorbild. Im Nordosten der Pillars-Karte hat sich der White March angesiedelt, eine unwirkliche Landschaft voller Schnee. Außerdem wird es unweit unserer Festung aus dem ersten Teil einen speziellen Bereich geben, der hauptsächlich von erfahrenen Spielern aufgesucht werden sollte. Zur Spielzeit wollte Paradox nichts sagen, aber es wird zwei neue Charaktere und 16 neue Karten geben, wenn ich das richtig behalten habe. 8/10
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Huch, vergessen - ich habe mit meinem Kollegen auch in der EA Lounge im Business-Center DAS Spiel der Gamescom angespielt (Fünf Preise bei den Awards), und zwar:
Star Wars: Battlefront (Electronic Arts, 17.11.15) Sechs Gegnerwellen mussten mein Kollege und ich überstehen. Leider sind wir in der letzten draufgegangen. Aber bis dahin kann ich nur sagen: Ich verstehe die Faszination des Titels nicht. Es ist wie Battlefield auf einer viel zu großen Karte mit Jetpacks, die irgendwie nicht so viel nützen. Aber natürlich, es ist Star Wars und dann muss es ja ein Hit werden. 6/10
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