Zitat von Johnny Ryall im Beitrag #7439Und nein, ein Immunsystem kann man immer noch nicht dadurch trainieren, dass man es den Erregern aussetzt.
Jein. Der von Drosten oben beschriebene Effekt eines Übergangs von einer pandemischen zu einer endemischen Lage hängt zu großen Teilen daran, dass viele Menschen mittlerweile Kontakt mit dem Virus hatten und deshalb „trainiert“ sind. Sonst wären Impfungen ja auch Quatsch, wenn es diese Art von „Training“ nicht gäbe. Korrekt ist, dass das Immunsystem nicht als Ganzes verkümmert, wenn es nicht dauernd mit Keimen konfrontiert ist.
"Auf deinem Shirt steh‘n die Dinge, Die du gerne wärst, nicht die du bist, Was im Grunde völlig in Ordnung ist. Nur: Wir können alle lesen Und du bist nie ein Dreckstück gewesen."
Ganz anders die Lage in China. Dort haben sich - nach offiziell unbestätigten internen Schätzungen - allein in den ersten drei Dezemberwochen 248 Millionen Menschen mit Corona infiziert. In der offiziellen Statistik war jedoch nur von 62.000 Infektionen die Rede. Also nur 0,025 % davon...
Prompt stellte die Volksrepublik nun auch die Veröffentlichung der täglichen Corona-Daten nach bald drei Jahren Pandemie komplett ein. Die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle in China wird nun also nicht mehr täglich bekannt gegeben.
Alleine am letzten Dienstag sollen sich 37 Millionen Menschen angesteckt haben. Die Schätzungen stammen vom Vizedirektor des Gesundheitsamtes, Sun Yang, wie die Financial Times berichtete. Schon mehr als die Hälfte der 81 Millionen Bewohner der südwestchinesischen Provinz Sichuan und 21 Millionen in der Hauptstadt Peking sollen infiziert sein.
Krankenhäuser seien überfüllt und viele Krematorien würden die Leichen nicht mehr schnell genug einäschern können. Es sei mit Hunderttausenden von Toten zu rechnen.
In der Wirtschaftsmetropole Shanghai wurde die Bevölkerung aufgerufen, am Wochenende auf Reisen zu verzichten und zu Hause zu bleiben. Ebenso solle man große Versammlungen vermeiden. In der Stadt Qingdao soll es nach Angaben eines Behördenvertreters täglich zwischen 490.000 und 530.000 Neuinfektionen geben. Kurios: aus der Provinz Shandong, in der auch die Stadt Qingdao liegt, wurden ganz offiziell nur 31 neue Fälle vermeldet.
China hatte nach den Jahren mit Lockdowns, Zwangsquarantäne und Massentests am 7. Dezember seine Null-Covid-Politik abrupt aufgehoben. Begründung: die Infektionen mit den neuen Omikron-Varianten würden nicht mehr so schwer verlaufen. Allerdings sind in China längst nicht alle vulnerablen Bevölkerungsgruppen durch Impfungen geschützt. Betroffen sind so von schweren Verläufen vor allem die älteren Bevölkerungsgruppen. Experten vermuten, dass man die strikten Maßnahmen angesichts der starken Virus-Ausbreitung einfach nicht mehr durchhalten konnte. Zudem belasteten die Beschränkungen die Volkswirtschaft.
Während chinesische Experten zuvor vor den Gefahren des Coronavirus gewarnt hatten, wird die Schwere der Erkrankung seit Anfang Dezember heruntergespielt. Epidemiologe Zhong Nanshan forderte etwa, Covid-19 nur noch als „Corona-Erkältung“ zu bezeichnen.
Problematisch für die hiesige Situation könnte werden, dass deutsche Unternehmen in China wieder verstärkt mit Personalausfällen konfrontiert sind – teils sei ein Großteil der Beschäftigten abwesend. Durch Krankenstände im Logistikbereich kommt es zudem zu Lieferengpässen. Die gesamte Produktion wird quasi verlangsamt aufrecht erhalten. Deutschland importierte 2021 die meisten Waren aus der Volksrepublik China (143,0 Milliarden Euro). Dies ist immerhin doppelt so viel Importvolumen wie etwa aus den USA.
(Quelle: (AFP, dpa, Tsp))
"Good taste is the worst vice ever invented" (Edith Sitwell)
Zitat von Johnny Ryall im Beitrag #7439Und nein, ein Immunsystem kann man immer noch nicht dadurch trainieren, dass man es den Erregern aussetzt.
Jein. Der von Drosten oben beschriebene Effekt eines Übergangs von einer pandemischen zu einer endemischen Lage hängt zu großen Teilen daran, dass viele Menschen mittlerweile Kontakt mit dem Virus hatten und deshalb „trainiert“ sind. Sonst wären Impfungen ja auch Quatsch, wenn es diese Art von „Training“ nicht gäbe. Korrekt ist, dass das Immunsystem nicht als Ganzes verkümmert, wenn es nicht dauernd mit Keimen konfrontiert ist.
Danke für die Klarstellung. Ich hoffe ja, dass ich durch die vier Impfungen einigermaßen "trainiert" bin.
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)
Der Stiefsohn eines Kollegen ist seit Dienstag positiv. Der Kollege entwickelt Symptome. Am Montag habe ich mit ihm zusammen im Sozialraum zu Mittag gegessen. Ich hoffe mal, dass das gutgegangen ist...
Die letzten Sechs in der Playlist: Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed || Idles - Joy As an Act of Resistance || Wild Nothing - Indigo
Drosten hat im gestrigen Corona Virus Update nochmal klargestellt, dass ihn die Medien mal wieder falsch zitiert haben. Damit hätte er aber auch rechnen müssen.
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Im Fernverkehr soll sie ja auch kippen, hat Lauterbach angekündigt. Ist schon immer etwas merkwürdig, wenn im Zug beim Grenzübertritt alle die Maske an- oder absetzen.
Was ich nie verstanden habe. Die Deutsche Bahn hätte auch einfach sagen können, dass man in deren Zügen Maske tragen muss, unabhängig vom Bundesland. Die haben doch das Hausrecht. Aber okay… ist jetzt auch egal.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Haben sich denn die Bahnmitarbeiter diese Diskussionen mit den Maskenverweigerern überhaupt noch gegeben?
Niedersachsen und Bremen kippen auch die Maskenpflicht im ÖPNV zum 2.2. Ebenso entfällt in NDS und Bremen ein Tag früher ab 1.2. die Isolationspflicht.
Teils teils, meiner begrenzten Erfahrung nach. Habe das letztes Jahr ein paar Mal beobachtet, zumindest dass sie Leute aufgefordert haben, die Maske aufzusetzen. Da haben aber alle gespurt und es gab keine Diskussionen.
Rein juristisch betrachtet muss man da etwas trennen.
Die Deutsche Bahn hat die Regelung zur Maskenpflicht nicht etwa selbst festgelegt, sondern dies war eine Vorgabe seitens der Politik. Entsprechend schafft nun auch die Bahn nicht selbst die Maskenpflicht in ihren Zügen ab, sondern dies geschieht wiederum von politischer Seite aus.
Anders das Hausrecht. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) steht es jedem/r Eigentümer/in frei zu entscheiden, wer sich „in der Wohnung, in Geschäftsräumen oder im anderen befriedeten Besitztum“ aufhalten darf. Man hat auch das Recht, sich gegen Störungen des Besitzes zu wehren und Personen zum Verlassen zu zwingen.
Bei der Bahn gibt es Beförderungsbedingungen. Unter Absatz 6 „Verhaltenspflichten der Reisenden“ ist zu lesen: „Reisende, die sich entgegen den vorstehenden Regelungen verhalten, die Weisungen der Mitarbeiter missachten oder in sonstiger Weise eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung darstellen, können von der Beförderung (…) ausgeschlossen werden.“
Auch die Eisenbahn-Verkehrsordnung sieht dies so vor. Paragraf 4 Absatz : „Personen, die eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Betriebes oder für die Sicherheit der Mitreisenden darstellen oder den Anordnungen des Eisenbahnpersonals nicht folgen, können von der Beförderung ausgeschlossen werden.“
Zum Hausrecht bei der Bahn zählt z.B. auch das ja teils ausgesprochene Rauchverbot. Oder ggf. wäre dies auch etwa eine (eigene) Maskenpflicht.
Naturgemäß wenden etwa Kinos, Erotikshops oder Geschäfte das Hausrecht an, wenn etwa Minderjährige keinen Zutritt haben oder aber Hunde oder Personen mit größeren Koffern, etc.
Ein Ladenbesitzer hat grundsätzlich - wie alle anderen Personen auch - das Recht, selbst zu entscheiden, mit welchen Personen eine Vertragsbeziehung eingegangen wird. Man kann sich auf die Wirtschaftsfreiheit berufen. Damit steht es der Person auch frei, bestimmte Personen abzuweisen bzw. ihnen den Zutritt zu den Geschäften zu verweigern. Beleidigt etwa ein Kunde Mitarbeiter oder belästigt er andere Kunden, kann er aus dem Geschäft gewiesen werden. Ggf. auch ein Hausverbot erhalten.
Die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf hat z.B. aktuell einem ihrer Studenten Hausverbot erteilt, da dieser im Dezember dort u.a. den Hitlergruß zeigte.
Klassisch ist ja, das Hausrecht in einem Club per „Türsteher“ umzusetzen. Der Clubbetreiber überträgt dazu einem Türsteher im juristischen Sinne das Hausrecht. Und der entscheidet, wer als Gast eintreten darf und wer nicht. Manche Clubs schließen generell aus, dass Minderjährige den Laden betreten dürfen. Betrunkene Partygäste können ebenso abgewiesen werden. Erst recht, wenn sie sich gegenüber anderen Wartenden aggressiv verhalten. Clubs dürfen auch nur eine begrenzte Anzahl an Gästen hineinlassen (Brandschutz). Auch kann etwa das Tragen von Krawatten per Hausrecht eingefordert werden. Die Kleiderordnung obliegt oft dem subjektiven Empfinden des Türstehers. Der Hinweis, dass bereits zu viele Männer im Club seien und nur Frauen eingelassen werden, ist denkbar, falls ein geschlechtlich ausgewogenes Publikum zum Konzept des Clubs gehört.
Verstöße gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) sind aber per Hausrecht nicht erlaubt. Eine junge Frau mit dunkler Hautfarbe nicht einzulassen und ihr zu sagen, der Club wäre voll, aber anderen Wartenden dennoch Zugang zu gewähren… dies geht also nicht. Wer dies erlebt, kann ein Schmerzensgeld verlangen und Unterlassung fordern. Gerichte haben Betroffenen Beträge von 300 bis 900 Euro zugesprochen.
"Good taste is the worst vice ever invented" (Edith Sitwell)