Wenn Du mit ihrem Gesang nichts anfangen kannst wird es natürlich schwierig, leicht zugänglich ist sie sicherlich nicht- kennst Du aber das Debut Chelsea Girl? Schon alleine das Songmaterial von Cale/Reed (Winter Song) und Jackson Browne (These Days) könnte besser nicht sein, zum niederknien.
Wie gesagt, ein Kumpel von mir ist großer Fan und hat mir bereits einige Solosachen von ihr vorgespielt. Fand es unerträglich und kann die Verklärung ihrer Person ebenfalls nicht nachvollziehen. Das ist auch eine Diskussion im toten Winkel, da sperrt sich bei mir komplett alles.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
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Zitat von King Bronkowitz im Beitrag #77Wie gesagt, ein Kumpel von mir ist großer Fan und hat mir bereits einige Solosachen von ihr vorgespielt. Fand es unerträglich und kann die Verklärung ihrer Person ebenfalls nicht nachvollziehen. Das ist auch eine Diskussion im toten Winkel, da sperrt sich bei mir komplett alles.
Die erste NICO ist tatsächlich noch einigermaßen gelungen. Das Material von "Chelsea Girl (1968)" kam jedoch überwiegend von JACKSON BROWNE und den VU-Freunden, und ihr lakonischer Nicht-Gesang gibt dem entrückten Kammer-Folk das ganz gewisse Flair. Ab "The Marble Index (1969)" kamen dann erstmals eigene Beiträge und das ikonische Cover-Bild. Die Gothic-Bewegung findet Jahre später Gefallen an dem mystischen und düsteren Kleino(e)den, auch wenn sie als Songwriterin nicht besonders begabt war. Die Pseudo-Kultur-Masche wird noch perfektioniert auf der letzten klassischen Nico "The End (1974)", welche von der Plattenfirma passenderweise mit dem Spruch „Warum Selbstmord begehen, wenn Sie diese Platte kaufen können?” beworben wurde.
Keine Talent haben, Drogen nehmen und antisemitische Sprüche von sich geben ... das ist mir dann auch zu wenig, um in Ehrfurcht zu erstarren. Für die Welt der Kunst-Scheiße war sich damit aber gut genug.
ME-Leser 1984 bis 2016 - ME-Forum seit 30.04.2003 - Erster Beitrag: "Wo kann ich mich hier wieder abmelden?" Heavy Rotation → ◉ Jake Bugg (2024) A Modern Day Distraction ◉ Julie (2024) The Ant-Aircraft Friend ◉ Towa Bird (2024) American Hero ◉ The Courettes (2024) The Soul Of... The Fabulous Courettes ◉ Noga Erez (2024) The Vandalist
Zitat von Der Lokus im Beitrag #79Drogen nehmen und antisemitische Sprüche von sich geben ...
und der Legende nach versuchen, ihr eigenes Kind anzufixen.
zumindest rannte jenes im besten toddler-alter durch die drogenparties und probierte die lustigen bunten bonbons der erwachsenen. ein mir bekannter musiker und exfreund der diva hat mal zu vorgerückter stunde auf einer party so einige der gerüchte bestätigt.
Zitat von Back Door Man im Beitrag #84 Ansonsten hatte sie solche Kunstkacke Fans wie Iggy Pop, Patti Smith, Souxie Soux, John Lydon, Elliot Smith, Björk.
Deswegen hat man das gefälligst gutzufinden?
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Natürlich nicht, nur ist sie eben keineswegs nur in vermeintlich elitären Kunstkreisen (was soll das sein?) und bei einigen Goths anerkannt wie oben behauptet. Ansonsten ja- privat unverzeihlich und eben Drogenabhängig. Nur: Wenn ich keine characterlich einwandfreien Bands/Künstler hören würde, müsste ich leider auf die Hälfte meiner Plattensammlung verzichten.
Zitat von Back Door Man im Beitrag #86 in vermeintlich elitären Kunstkreisen (was soll das sein?)
Ich weiß leider, was das ist. Habe im Rahmen meiner eigenen künstlerischen Tätigkeit genug Leute kennnengelernt, die ihr Tun für was weiß ich wie gesellschaftlich wertvoll und relevant halten und auf Leute herabschauen, die einer geregelten Arbeit nachgehen und nach Feierabend keine Lust mehr haben, über Kunsttheorie zu diskutieren. Davon gibt es mehr, als man braucht.
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Zitat von Merseburg im Beitrag #48Nein, es sind grossartige Songs, die immer wieder gecovert werden.
Fagen/Becker haben durch die Bank großartige Songs geschrieben. Ich würde sogar sagen, daß es von denen kaum mittelmäßige Songs gibt. Trotzdem werden sie kaum gecovert, weil sich Steely Dan Songs nicht so einfach nachspielen lassen. So ähnlich könnte ich es auch mit Frank Zappa halten.
Wer die Möglichkeit hat, sollte sich mal die Dokumentation "Nico Icon" anschauen. Ein, wie ich finde, recht realistisches Portrait. Natürlich war sie am Ende ein Junkie und die Geschichte mit ihrem Sohn ist eigentlich nicht zu verstehen, aber ich tue mir trotzdem schwer, das zu verurteilen. Wie gesagt, die Doku liefert ein paar Erklärungen.
Mit ihren Soloalben kann ich auch wenig anfangen, was vermutlich an ihrem Lieblingsinstrument, dem Harmonium, liegt. Das kann ich nur schwer ertragen. Aber mit Harfen geht es mir genauso. Oder mit Panflöten (with credits to the King).
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)
zu King Bronkowitz: Ich bewege mich kaum in solchen Szenen, mein Punkt ist aber ein Anderer: Die Liste der Popkünstler, die genau aus dieser Artschoolszene kommen geht von Pete Townshend über Brian Ferry bis Pulp und weit darüber hinaus, ganz abgesehen davon, daß nicht zuletzt Velvet Underground und Warhol recht viel miteinander verband und John Cale nunmal aus der (musikalischen) Avantgardszene hervorging.