Wenn die symptomlos Infizierten brav spreaden gehen und die mit Symptomen daheim bleiben, beschleunigt sich die weitere Verluschung von Covid doch sogar tendenziell, oder? Dann ließe sich die neue Lockerheit sogar medizinisch begründen.
ihr seid ja sooo optimistisch. ich fürchte ja, irgendwo liegt gerade zombikron auf der lauer und wartet auf seine chance, maximalen schaden anzurichten.
Zitat von akri im Beitrag #6978Und mit Blick auf die Impfpflicht-Diskussion: 98,4 % aller Corona-Toten sind 50 Jahre alt oder älter gewesen... (Quelle:RKI)
Allerdings geht es da nicht nur um die Sterbefälle, sondern auch um diejenigen, die ernsthaft oder längerfristig erkranken, Stichword Long Covid und Post Covid. Das betrifft auch die jüngeren Leute stärker.
Ja, guter Kommentar. Ein Minister hat eben nicht Politik für seine "Fans" zu machen (so sehr dieses spezielle Klientel auch meinungsführend sein mag), sondern mit Augenmaß die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger zu vertreten. Ich bin froh, dass er die überfällige Rückkehr in die Normalität ermöglicht.
Nur, dass "Normalität" eben eine weiterhin grassierende Pandemie ist, an der in Deutschland noch immer täglich eine dreistellige Anzahl Menschen stirbt.
Ich denke Lauterbach täte gut daran, zurückzutreten. Nicht, weil ich ihn an dieser Position nicht mehr sehen möchte, sondern weil das ein starkes Signal wäre, dass die augenblicklichen Beschlüsse nicht tragbar sind. Wenn ein Lauterbach nichts besseres bewirken kann, weil ihm die Rückendeckung fehlt (Olaf, ich meine dich), dann sollte er das auch alle wissen lassen, die ihn gewählt und/ oder Hoffnungen auf ihn gesetzt haben. Dass er selbst derzeit nicht glücklich ist, ist nicht schwer zu erkennen.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Zitat von Lumich im Beitrag #6984Nur, dass "Normalität" eben eine weiterhin grassierende Pandemie ist, an der in Deutschland noch immer täglich eine dreistellige Anzahl Menschen stirbt.
Das Virus ist aber deutlich schwächer als vor zwei Jahren und unsere kollektive spezifische Immunabwehr deutlich stärker. Unausweichlich nähern wir uns damit eben tatsächlich der endemischen Grippe-Situation als neuer Normalität (regelmäßige Auffrischungsimpfungen und jährlich tausende Tote, vor allem im Winter).
Sehe ich grundsätzlich ähnlich, die Maßnahmen hatten immer nur das Ziel, die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Dass Menschen an Krankheiten sterben, ist leider ein unvermeidlicher Bestandteil des Lebens. Und ja, die vorherrschende Virusvariante ist deutlich schwächer und viele Menschen sind geimpft und / oder genesen.
Nur: Das Gesundheitssystem ist mehr als nur die Intensivstationen, das sind auch die normalen Stationen in den Krankenhäusern, die Arztpraxen und die Pflegeheime. Es kann keiner ernsthaft fordern, Patienten mit Pflegekräften in Kontakt zu bringen, die nachweislich an einer ansteckenden Krankheit leiden. Von daher ist die aktuelle Infektionsrate schon noch eine starke Belastung des Gesundheitssystems. Und dass neue Virusvarianten noch luschiger, läppischer, morscher sind als Omikron kann uns keiner garantieren. Es kann auch das Gegenteil der Fall sein.
Von daher finde ich es zu früh für eine Entwarnung, und es freut mich auch dass trotz entfallender Maskenpflicht so viele Menschen in den Innenräumen doch noch die Maske aufsetzen. Mit Lauterbach bin ich an sich nicht unzufrieden, er erlebt halt, dass man in der Realpolitik auch auf Koalitionspartner Rücksicht nehmen muss, selbst wenn sie nicht unbedingt rational handen.
Naja, im Moment stürzt jeden Tag eine A340 ab und niemand überlebt diesen Absturz. Wenn es wirklich Flugzeuge wären, würden wir sicher nicht von Normalität sprechen. Also ich nicht.
Ich finde, solche Vergleiche hinken in vielerlei Hinsicht. Bei 82 Millionen Einwohnern sterben nun einmal jeden Tag etwa 2.500 eines natürlichen Todes, davon wiederum ein beträchtlicher Teil mit Vorerkrankungen an Erkältungen, Viren, Grippe und anderen Infekten. Wir bewegen uns da inzwischen längst wieder in einem normalen Rahmen und auch die Sterblichkeit von Covid hat sich inzwischen diesen anderen Erkrankungen angepasst. Solange keine gefährlichere Mutante von Covid auftaucht verschwindet es im Nebel dieser normalen Sterbeziffern, auch darauf läuft "endemisch" eben hinaus.
Ich finde den Vergleich allerdings schon treffend, denn zusätzlich zu den Toten, die es ohnehin gibt, stürzt täglich eine A340 ab, um bei dem Bild zu bleiben. In der Situation davon zu sprechen, man müsse zur Normalität zurückkehren, hieße diese Abstürze zu ignorieren, und so zu tun, als wär es Normalität. Aber vielleicht wäre das ja ein Tipp für die Bevölkerung der Ukraine… Die sollten mal an die Wirtschaft denken und zur Normalität zurückkehren.
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Die Übersterblichkeit hat sich aber fast erledigt (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesell...fallzahlen.html), was nahelegt, dass die Menschen, die jetzt an COVID sterben, in den Jahren davor eben an etwas anderem verstorben waren. Der Vergleich mit der Ukraine ist zynisch.
"Happy Holidays... is what terrorists say. Merry Christmas, from Avery and Jack."