Hui! Für das Geld würde man auch einen richtig, richtig superguten Plattenspieler bekommen!
"Der Nationalsozialismus hat sich vorsichtig, in kleinen Dosen, durchgesetzt – man hat immer ein bisschen gewartet, bis das Gewissen der Welt die nächste Dosis vertrug." Stefan Zweig
Zitat von Mirabello im Beitrag #2047Hui! Für das Geld würde man auch einen richtig, richtig superguten Plattenspieler bekommen!
Dennoch gibt es mehr Juweliere als Plattenspieler-Läden. Was vielleicht ein Grund ist, warum Eltern heutzutage im allgemeinen bessere Uhren- als Plattenspieler-Schenker sind.
Zitat von beth im Beitrag #2041schade. der job klingt spannend. auto kommt nicht infrage?
Nö. Aufgrund meines Gesundheitszustandes ist Autofahren dermaßen riskant, daß ich nur noch in absoluten Notfällen (Fahrer hat in menschenleerer Gegend einen Herzanfall oder ähnliches) darauf zurückgreifen würde. Bin seit meiner OP 2011 nicht mehr gefahren.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
Ich beschäftige mich dieser Tage hin und wieder damit, alte Feldpost meines Großvaters und meines Urgroßvaters zu sichten und abzufotografieren, damit die Sachen nicht irgendwann ungelesen in Staub zerfallen. Lange genug haben sie bei meinem Opa im feuchten Keller gelegen. Während mein Opa 1943 aus der Grundausbildung vor allem Beschwerdebriefe an seine Mutter schrieb, weil die Kartoffeln in der Kaserne immer zerkocht waren, war mein Urgroßvater während des ersten Weltkriegs offenbar ein Romantiker vor dem Herrn. Das wiederum überrascht mich mehr als das Gemecker meines Opas über das Essen. Denn mein Urgroßvater war mir immer als herrisch und streng und unterkühlt beschrieben wprde. Aber das sind ganz rührende Liebesbriefchen von der Front aus dem Jahr 1918. Adressiert an seinen innig geliebten Spatz aus Bad Oyenhausen. In jedem zweiten eine gepresste Blume. Ich bin kein Blumenkenner, würde aber auf Heckenrosen tippen. Immer wieder Heckenrosen, hundert Jahre alte Heckenrosen. Manchmal schrieb er auch gar nichts, sandte nur eine Rose nach Hause. Krieg machte übrigens 1918 keinen Spaß mehr, schrieb mein Urgroßvater, und er wollte dann doch gerne bald wieder nach Hause.
Familiengeschichte ist schon irgendwie faszinierend. Größtenteils banal, aber faszinierend.
Im Keller lagen noch alte Wasserhähne. Der Sohn der Vermieterin hat mir zwei überlassen, die gerade gemütlich entkalken. Gut so, der Wasserhahn im Bad ist nämlich schon ne Weile hinüber. Morgen werde ich also wieder zur Handwerkerin.