Das sie mich nochmal erreichen, das kommt für mich unerwartet. Das nichtsnutzige Geknarze und Yorkes erbärmliches Gewimmer vergangener Alben ist seit den Nullerjahren für mich zum Inbegriff für pseudo-avantgardistischen Indie-Dreck geworden. Und jetzt? Kehrtwende auf dem Absatz: Hymnisch, sakral, großartige Melodiebögen, folkige Bilderwelten, das große Ganze, gleichzeitig emotional, intim und liebevoll arrangiert und produziert. Es fühlt sich an, als würde man in seinem Sessel fliegen können.
Ich bin völlig von den Socken ... und morgen vermutlich taub, wenn ich nochmal einen Durchgang in dieser Lautstärke mache.
ME-Leser 1984 bis 2016 - ME-Forum seit 30.04.2003 - Erster Beitrag: "Wo kann ich mich hier wieder abmelden?" Heavy Rotation → ◉ Jake Bugg (2024) A Modern Day Distraction ◉ Julie (2024) The Ant-Aircraft Friend ◉ Towa Bird (2024) American Hero ◉ The Courettes (2024) The Soul Of... The Fabulous Courettes ◉ Noga Erez (2024) The Vandalist
Zitat von Der Lokus im Beitrag #31Hymnisch, sakral, großartige Melodiebögen, folkige Bilderwelten, das große Ganze, gleichzeitig emotional, intim und liebevoll arrangiert und produziert. Es fühlt sich an, als würde man in seinem Sessel fliegen können.
Das unterschreibe ich zu 100% und füge dieser großartigen Beschreibung noch "hypnotisch" hinzu.
“Troubled times, kids, we got no time for comedy.” (Phife Dawg)
Zitat von Reverend im Beitrag #33Ich sage übrigens die 10 auf Pitchfork voraus.
Nein, dafür ist sie zu gut. Ich würde auf 8.9 setzen. Mal sehen, wer näher dran ist.
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Der erste Eindruck ist sehr sehr gut. Nachdem mich "King of Limbs" nie erreicht hat, geht es endlich wieder etwas abwechslungsreicher, weniger verkopft und tatsächlich sehr warm klingend auf ein Level zurück, das den hohen Erwartungen entspricht. Für Details oder Songs ist es während des ersten Durchlaufs zu früh, aber ich höre gleich mehrere Kandidaten mit großem Potenzial.
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Mein Verhältnis zu Radiohead ist durchaus ambivalent. Und ich will mich auch noch gar nicht festlegen, aber so aus der Hüfte raus würde ich jetzt mal behaupten, dass mir das nach "Kid A" und "Amnesiac" am besten gefällt. Vielleicht sogar am allerbesten, aber das wird die Zeit zeigen. Oder ich bin nur ein Teil im Sog dieses Hypes. Aber nein, die ist wirklich sehr gut
Yorkes höchst ödes "Tomorrows modern boxes" hatte mir ja fast ein wenig die Vorfreude auf dieses Album vermiest, da mir sein dortiges Gewimmer erstmals richtig genervt hat. Umso schöner festzustellen, dass mich Radiohead jetzt emotional so treffen
Bin gerade mitten im zweiten Durchlauf und sehr erfreut. Emotional berührend ist das auf jeden Fall. Das beste seit "Amnesiac" wahrscheinlich auch. (Das beste überhaupt ist ja nahezu unmöglich. "OK Computer" ist ein Jahrhundertwerk und "Kid A" eines der mutigsten und gelungensten Experimente der Pop-Geschichte.)
Gerade beim Blättern im Thread den Vergleich von @Nordisch mit den späten Beatles gesehen. Den Gedanken hatte ich tatsächlich auch an ein paar Stellen. Ich glaube, es ist die Art, wie sie die Orchester-Instrumente einbinden. Wie die so selbstverständlich im Pop-Kontext aufgehen, ohne wie drangeklatscht zu wirken.
ich bin gerade zu faul, es zu kaufen. ich müsste dazu nämlich aufstehen, und meine kredikartennummer irgendwo rausfischen. ich machs gleich. später. die 30-sekunden-schnipsel klingen übrigens prima.