Die Patientin/der Patient. Denen kann ich mein Telefon in die Hand drücken, dann können die die Identität der Angehörigen bestätigen und ab dem Zeitpunkt kann ich auch mit denen telefonieren. Auf der Intensivstation haben wir Passwörter festgelegt, die befugte Angehörige am Telefon nennen und dann Auskunft bekommen konnten. Die rechtliche Situation ist schwierig, und leider hat fast jede Ärztin/jeder Arzt irgendwann mal juristische Auseinandersetzungen mit Patient:innen/Angehörigen, die schnell berufs- und damit existenzgefährdend sein können. Spätestens nach einer solchen Episode sinkt die Bereitschaft zum juristischen Graubereich massiv. Im Krankenhaus war ich da auch recht strikt, in der Praxis erlaube ich mir etwas mehr gesunden Menschenverstand, weil ich meine Patient:innen und deren Vorstellungen und Umfeld im Zweifel aber auch besser kenne. Trotzdem hatte ich erst diese Woche wieder ein Telefonat mit einem Sohn einer Patientin, das recht konjunktivlastig ausfiel („Gehen Sie davon aus, dass, wenn jemand mit dieser Symptomatik zu mir käme, ich folgende Tests veranlassen würde, die mit hoher Wahrscheinlichkeit folgendes Ergebnis hätten“). Schön ist das nicht immer, aber ich bin noch für mindestens dreißig Jahre auf meine Zulassung angewiesen. Alles Gute dir und besonders deiner Mutter, Victor! Vielleicht funktioniert das Hinterlegen eines Passworts ja.
"Happy Holidays... is what terrorists say. Merry Christmas, from Avery and Jack."
Oh, victorward, das tut mir schrecklich leid! Es muss sich schlimm anfühlen, wenn man nichts für die kranke Mutter tun kann und sie so arg weit weg ist. Gute Besserung ihr! Kann man vielleicht über die Krankenkasse einen Transport beantragen?
You all want the whole world to be changed so you will be different.
@Berthold Heisterkamp - ist schon klar, dass die situation für medizinisches personal nicht einfach ist, aber im vorliegenden fall scheint es, dass nicht mal eine praktikable lösung angeboten wurde und das geht meiner meinung nach gar nicht.
Mein Mitgefühl allen Erkrankten und Angehörigen von Erkrankten hier im Forum (in den diversen Threads..).
Hier nervt: Quarantäne gestern ausgelaufen, heute schönen kleinen Spaziergang gemacht, frische Luft geschnuppert, neue Tests gekauft, immer noch leicht positiv. Könnte jetzt mal langsam zu Ende gehen.
Zitat von gnathonemus im Beitrag #8733@Berthold Heisterkamp - ist schon klar, dass die situation für medizinisches personal nicht einfach ist, aber im vorliegenden fall scheint es, dass nicht mal eine praktikable lösung angeboten wurde und das geht meiner meinung nach gar nicht.
Ja, mir hätte ein kurzes Brummen als Antwort auf meine Frage ob alles halbwegs ok ist, gereicht. Immerhin war ich auch ganz schön durch den Wind, was die Mitarbeiterin sicherlich gehört hat. Die rechtliche Sache ist mir natürlich auch bewusst und damit habe ich es gut sein lassen. Aber man kann aber immer etwas sagen, ohne dass man groß was sagt. Ich wollte immerhin keinen genauen medizinischen Befund
Mir ist es am Donnerstagabend , wie man so schön sagt, in den Nacken gefahren. Gestern den Tag habe ich einigermaßen überstanden, aber seit heute Nacht ist der Nackenmuskel dermaßen verspannt, dass ich den Kopf kaum noch bewegen kann, ohne höllische Schmerzen zu bekommen.
Mit Wärme und Schmerzsalbe geht es einigermaßen, aber ich ärgere mich doch, dass ich nicht einfach gestern zum Arzt gegangen bin, der mir vielleicht potentere Mittelchen verschrieben hätte oder andere Lösungen gewusst hätte.
So muss ich jetzt bis Montag ausharren, was anstrengend wird, wenn ich nur an die letzte Nacht denke.
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)
Zum Thema „Verlegungsfahrt“ in ein anderes Krankenhaus kann man sagen, dass die Kosten nur dann von der Krankenkasse getragen werden, wenn die Verlegung zwingend medizinisch erforderlich ist. Oder anders gesagt: man benötigt ein Rezept, das Ärzte nur verordnen dürfen, wenn die Fahrt medizinisch notwendig ist. In jedem Fall werden die Fahrkosten für eine Verlegung in ein dem Wohnort näher gelegenes Krankenhaus nur dann von der Krankenkasse übernommen, wenn diese der Verlegung vorab zugestimmt hat.
Ansonsten kostet eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus zwischen „wenigen hundert Euro“ (bei kurzem Transport im Rettungswagen) bis zu über 10.000 Euro für einen Verlegungsflug. Im Regelfall zahlt man eine Anfahrtspauschale zwischen 100 und 300 Euro und zusätzlich betragen die Kosten etwa 2 bis 3 Euro je gefahrenen Kilometer. Bei einer Entfernung von 500 km wäre also mit Kosten zwischen EUR 1100 und 1800 zu rechnen. Dies bezieht sich auf den Transport mit einem Rettungs/Sanitätswagen. Natürlich spielt auch der Gesundheitszustand eine Rolle. „Just for fun“ wird natürlich niemand hunderte Kilometer durch die Gegend kutschiert, wenn dies der Gesundheit dann eher schaden als nutzen würde.
Bei einem gebrochenen Arm dürfte man im Regelfall die Klinik nach 4-5 Tagen wieder verlassen können (mit Gipsarm; die Heilung dauert natürlich 3-4 Monate). Dann wäre auch keine Krankenverlegung mehr notwendig bzw. man könnte per Bahn, Bus, Taxi, PKW, etc. fahren...
Es gab zu Lebzeiten meines Vaters ein ähnliche Situation (räumliche Distanz), die damit endete, dass meine Mutter dort gegen ein tägliche Kostenbeteiligung für einige Wochen in einer Pension wohnen konnte, um quasi als ständige Betreuerin in der Klinik meinem Vater nahe sein zu können. Das war allerdings kein Krankenhaus, sondern eine Reha-Klinik.
"Good taste is the worst vice ever invented" (Edith Sitwell)
Shit. Mein Stellvertreter im Lokalsport hat - tadaa - Fieber, Husten und Schnupfen. Das wird dann spannend. Da ich davon ausgehe, dass mein Arzt mich morgen aus dem Verkehr ziehen wird für diese Woche, dürfte ich dann die Koordination der Sportseiten bis Anfang des Jahres aus dem Krankenstand heraus machen. Es ist so viel zu tun in dieser Woche.
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed