Frost und Schnee gehören im Winter dazu. Es ist schlimm, wenn es das nicht gibt.
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Zitat von akri im Beitrag #1095 Durch extreme Temperaturunterschiede kommt es zur schnellen Tiefdruckentwicklung. Temperaturen können dann auf gefühlt bis zu minus 60 Grad Celsius sinken.
Ich muss hier nochmal nachfragen: Ich habe mal einen Wetterkundekurs für Tourenführer im Alpenverein gemacht, und dabei gelernt, dass in Tiefdruckgebieten die Temperatur höher, in Hochdruckgebieten niedriger ist. Ist auch logisch: Niedriger Luftdruck bedeutet, dass sich über einem Quadratmeter Erdoberfläche weniger Gas-Moleküle befinden (hauptsächlich O2 und CO2). Und das ist deshalb der Fall, weil die Moleküle größere Bewegungen machen (=mehr Platz brauche), und die machen sie deswegen, weil sie mehr Energie haben = "wärmer" sind. Und weil sie eben mehr Platz brauchen, gibt es weniger Moleküle pro Raumeinheit.
Ein Tiefdruckgebiet kann wegen der höheren Temperatur mehr Feuchtigkeit halten, diese Feuchtigkeit kondensiert als Nebel und Regen, sobald sie auf ein (kälteres!) Hochdruckgebiet trifft. Deswegen regnet es, wenn ein Tiefdruckgebiet kommt.
Tiefdruckgebiete entstehen normalerweise dadurch, dass die (Corioliskraft bedingten) Luftwirbel der gemäßigten Breiten warme äquatoriale Luft in die kältere nördlichere Luft ziehen. Wie geht das jetzt mit dem im Zitat erwähnten Sinken von Temperatur durch ein Tiefdruck zusammen?
Wichtig ist, dass sich eine Tiefdruckzone so aufbaut, das es eine Warmfront und eine Kaltfront gibt.
Immer dann, wenn kalte und warme Luft aus je einem Hochdruckgebiet in ein Tiefdruckgebiet einströmen, bilden sich diese Fronten. Aufgrund der in mittleren Breiten vorherrschenden westlichen Winde bewegen sich die Tiefdruckgebiete immer von Westen nach Osten. Die an einem Ort im Regelfall früher eintreffende Ostseite des Tiefs nennt man Vorderseite, die Westseite demnach Rückseite.
Bei einer Warmfront gleitet an der Vorderseite des Tiefs warme und somit relativ leichte Luft auf die vor ihr liegende kältere und schwerere Luft auf und wird dabei angehoben. Es entsteht damit eine Warmfront. Die aufgleitende Luft kühlt sich dabei ab, es kommt zur Kondensation und es bilden sich Eiskristallwolken sowie Schichtwolken, aus denen es anhaltend regnen kann. Weil die abgekühlte Luft sich zu der kalten Luft an der Vorderseite des Tiefs addiert, wandert die Warmfront zunehmend in Richtung der Rückseite des Tiefs.
Zwischen der Kalt- und Warmfront befindet sich der Warmsektor, in dem sich Wolken oft auflösen und in dem kein Niederschlag fällt. Die Luft ist aber häufig feucht-warm und labil geschichtet, so dass sich dort Schauer und Gewitter bilden können. Da eine Kaltfront in der Regel viel schneller als die Warmfront vorstößt, wird dieser Warmsektor allmählich kleiner.
Bei einer Kaltfront schiebt sich kalte Luft unter die warme Luft, die sich dabei abkühlt. Dabei regnet es. Weil sich die abgekühlte Luft zur Kaltluft auf der Rückseite des Tiefs addiert, wandert die Kaltfront zunehmend in Richtung der Vorderseite des Tiefs. Die Kaltfront ist gekennzeichnet durch konvektive Bewölkung, auch bekannt als Quellwolken. Es kommt zu Schauern und auch Gewitter können folgen.
Als Okklusion bezeichnet man die Vereinigung einer Kalt- und Warmfront. Dabei wird warme Luft vom Boden abgehoben und es entstehen Verwirbelungen. Zur Bildung einer Okklusion kommt es dadurch, dass infolge der unterschiedlichen Rotationsbewegungen in einem Tief die Kaltfront nach einigen Tagen die Warmfront einholt. Eine Okklusion ist besonders niederschlagsintensiv, weil sich die Effekte der Warm- und Kaltfront kumulieren. Da sie vergleichsweise nahe am Tiefdruckkern ist, entstehen die lokal schwersten Niederschläge oft in den älteren Tiefs.
Hinter der Kaltfront folgt noch der Kaltsektor. Hier beginnen die an der Rückseite des Tiefs südwärts strömenden Luftmassen um den Tiefkern zu kreisen. Im Kaltsektor klart der Himmel wieder auf, daher wird es nach Durchgang der Kaltfront heiter, aber mit starkem Temperatursturz. Hier entstehen Wolkengebiete, die man erweiterte Cumuluswolkenbildung nennt. Sie bringen typischerweise bei den herbstlichen Atlantiktiefs in Europa den Schnee. Wenn der Kaltsektor hinter der Okklusion in den Kern des Tiefs vorgedrungen ist, zerfällt das Tief.
Ein Hochdruckgebiet ist eine großräumige Luftmasse am Boden, die horizontal durch einen im Vergleich zur Umgebung höheren Luftdruck gekennzeichnet ist. In einem Hochdruckgebiet sinken Luftmassen folglich großräumig ab. Dabei erwärmt sich die Luft, so dass keine Kondensation und damit auch keine Wolkenbildung stattfinden kann. In Bodennähe strömt die Luft aus einem Hochdruckgebiet in Richtung der Tiefdruckgebiete hinaus, sie divergiert. Es gibt daher im Hoch keinerlei Ausbildung von Fronten. Während des Absinkens der Luftmassen bildet sich immer eine Inversion und dabei lösen sich die Wolken auf.
Ein Kältehoch entsteht, wenn die Luft sich etwa im Winter über einer kühlen Landmasse abkühlt. Die Luft hat dann eine größere Dichte und übt somit einen höheren Druck auf die Unterlage aus.
In Tiefdruckgebieten gibt es also öfters Regen und Schnee, da ein Tiefdruckgebiet sich aus einer Warm- und Kaltfront aufbaut. In Hochdruckgebieten kommt es zu Erwärmungen der Luft und zu keiner Wolkenbildung bzw. zu keinem Schneefall.
Sehr nass oder sehr kalt wird es also immer nur in einem Tiefdruckgebiet...
"Good taste is the worst vice ever invented" (Edith Sitwell)
Wir müssen uns keine Sorgen machen. Alles ist in Ordnung. Danke Erika!
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Regen, Gewitter, Hagel. Ab und zu Sonne. Verhasste Sturmboen als Gegenwind auf dem Rad über den rutschigen Pfützen-Schlamm-Parcours. Ich gehe heute nicht nochmal raus.
Durch Sturm "Oleg" und den Hagel sind gestern viele Gänse gestorben. An vielen Stellen der Stadt wurden tote Gänse gefunden. Ich hatte tatsächlich gestern einige im Flug draußen schnattern gehört und mich gewundert, warum die bei dem Wetter überhaupt fliegen.
Bei uns noch nicht, soll aber noch kommen. Und ich muss gleich Auto fahren...
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Zitat von Olsen im Beitrag #1118Bei Schneefall zu spazieren ist doch viel schöner.
Wenn's dicke, hübsche Flocken wären, die straight nach unten schweben, könnte man es in Erwägung ziehen. Aber bei krisseligem Schneeregenrotz ist es einfach nur nass und kalt und ekelhaft und sicherlich nicht geil, wenn man eh schon krank ist.
You all want the whole world to be changed so you will be different.
Zitat von Vermooste_Pfote im Beitrag #1116Durch Sturm "Oleg" und den Hagel sind gestern viele Gänse gestorben. An vielen Stellen der Stadt wurden tote Gänse gefunden. Ich hatte tatsächlich gestern einige im Flug draußen schnattern gehört und mich gewundert, warum die bei dem Wetter überhaupt fliegen.
Heute sind es dicke, hübsche Flocken, die relativ gerade nach unten fallen. Werde also trotz Schneefalls rausgehen, sobald ich das Bett verlassen kann.
You all want the whole world to be changed so you will be different.
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)