So, die Gesellschaft für Konsumterror hat die Jahresstatistik erstellt und dabei u.a. folgendes festgestellt:
- erfolgreichste Single des Jahres ist das Nicht-Lied "Faded" von Alan Walker, gefolgt von der, die immer lacht
- der Vorzeigehomophobe Andreas Gabalier belegt mit seinem "Hulabalu" Platz 25. Nicht übel für einen Song, der nur 1 Woche in den Top 20 verbracht hat (aber das komplette Jahr über in den Charts war).
- bei den Alben gibt es gleich 4 Notierungen für die Reihe "MTV Unplugged", alle 4 sind deutschsprachig
- das Album von Lady Gaga hat die Top 100 nicht erreicht
- erfolgreichster Act des Jahres sind wohl MC Bonez & RAF Camora. Das Rap-Duo hat 3 Titel in den Single-Charts platzueren können. Als einziger Main-Act hat das sonst nur Lieschen Müller, Verzeihung, Robin Schulz geschafft. Die Rapper können dabei aber gleichzeitig ein Album in den Top 15 vorweisen; "Palmen aus Plastik" schließt mit Platz 12 exakt einen Zähler vor dem langerwarteten Comeback-Album der Beginner ab. Bonez MC schafft es außerdem 2016 zwei Studioalben in den Jahres-Top-20 zu platzieren, "High und Hungrig 2" mit Kumpel Gzuz belegt Platz 20.
- das erfolgreichste internationale Album stammt von Metallica (Platz 3), erfolgreicher waren Andrea Berg und Udo Lindenberg, für das Weihnachtsalbum von Helene Fischer ist immerhin Platz 4 drin.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
Noch ein kleiner Nachtrag: Richtige Neuzugänge gibts in den ersten Charts des neuen Jahres nicht, aber die Rolling Stones sind mit ihrem aktuellen Album wieder auf die #1 gesprungen, und "Havanna Moon" springt von #33 auf #8. Gewinnerin der Woche ist Kerstin Ott, die sich nach mehreren durchwachsenen Chartwochen auf die #4 vorarbeitet. Und in GB springt das von Pete Tong organisierte "Classic House" Album, auf dem House-Klassiker auf (eben) klassische Art interpretiert werden, sensationell auf die #2.
Zitat von CobraBora im Beitrag #317 Und in GB springt das von Pete Tong organisierte "Classic House" Album, auf dem House-Klassiker auf (eben) klassische Art interpretiert werden, sensationell auf die #2.
ich bin grade ganz wuschig. ich hoffe, diese zusammenstellung kommt nicht ohne klf, 808 state und a guy called gerald aus.
der erfolg von der ott ist tatsächlich ein wenig sensationell, zumindest ungewöhnlich für dieses genre.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
Zitat von CobraBora im Beitrag #317 Und in GB springt das von Pete Tong organisierte "Classic House" Album, auf dem House-Klassiker auf (eben) klassische Art interpretiert werden, sensationell auf die #2.
ich bin grade ganz wuschig. ich hoffe, diese zusammenstellung kommt nicht ohne klf, 808 state und a guy called gerald aus.
Naja, gar so klassisch ist die Auswahl nun auch wieder nicht, aber von den genannten gibts ja schon die Blasmusik-Versionen. Hier die Tracklist:
1. Right Here Right Now 2. Pjanoo 3. Lola's Theme feat. Cookie 4. Children 5. 9pm (Till I Come) 6. Go 7. Your Love feat. Jamie Principle 8. Good Life feat. Katy B 9. Belfast 10. Smokebelch II 11. Where Love Lives 12. Rachel's Song 13. Porcelain 14. Waiting All Night feat. Ella Eyre 15. Insomnia 16. Medley (Strings of Life, Knights of the Jaguar, Nightmare, Café Del Mar) 17. Feel The Love feat. John Newman
Immerhin Orbital, Faithless, Fatboy Slim, Moby, Vangelis, Eric Prydz, ATB...
puh, wenig old skool und zumindest zweimal unterirdische songauswahl. ich hör mir am we mal wieder die blasmusik-versionen an, und vergesse das hier schnell wieder.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
Ich hab mir das Album mal schon bestellt, allein schon wegen Orbital. Gibts bei Amazon Marketplace für 5 Euronen. Die neuen Neuzugänge:
1. Klubbb3 2. Krawallbrüder 3. Dropkick Murphys 13. Wiener Philharmoniker & Gustavo Dudamel 14. A Tribe Called Quest 34. Neil Young 39. Eno 50. LP
In GB führen weiterhin Little Mix die Charts an, auf #2 weiterhin Pete Tongs "Classic House". Bei den Singles steigt Ed Sheeran gleich auf #1 und #2 ein, ebenso in GB, in der gleichen Reihenfolge. Eine Verschwörung?
die aktuellen charts geben erneut anlass zu der frage, wie wichtig vinylverkäufe für die charts geworden sind, auch wenn sich der absatz von vinyl trotz stetigem zuwachs immer noch im einstelligen prozentbereich bewegt, und welche rolle das schwarze gold grade in der hiphop-community spielt.
hintergrund: im november ist das neue album von a tribe called quest erschienen. während es in den usa direkt an die spitze der charts schoss ist bei uns nur ein lächerlicher platz 51 drin gewesen. die zwei monate später nachgereichte vinylversion schoss hingegen bei uns direkt auf platz 14. das ist ganz schön amtlich. bedenken muss man allerdings, dass das auswertungssystem im vergangenen jahrzehnt reformiert worden ist. zuvor waren auschließlich die abgesetzten stückzahlen ausschlaggebend, heute spielt der erzielte umsatz eine wichtige rolle. bedeutet vereinfacht, wenn produkt A und B exakt die gleiche stückzahl verkaufen, platziert sich das teurere automatisch höher in den charts. (wenn du bis hierhin gelesen hast, und im sommer anfängst bwl zu studieren: du kannst die ersten beiden semester blau machen. wenn du diesen einschub nicht lustig oder, schlimmer noch, nicht hilfreich fandest, denkst du, du seist im rs-forum.) da eine doppel-cd selten mehr als 18 - 19 euro kostet, (von den ganzen einzel-cds, die den überwiegenden teil der charts ausmachen, und im schnitt nicht mehr als 14 euro kosten), und für das entsprechende (ich schätze in dem fall 5-fach-)vinyl gerne mal 30 euro aufgerufen werden, hat die vinylversion natürlich leichteres spiel.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
Sehr richtig, ganz abgesehen von den Super-Deluxe-Editions. Daher kommen ja auch die vielen #1-Einstiege diverser deutscher Rap-Künstler, die in der zweiten Woche um 80 Ränge abstürzen. Hier die Neueinsteiger dieser Woche:
1. The XX (#1 in GB) 3. Betontod 5. Bosca 6. Mono Inc. 7. Gotthart 9. Accept 11. Bonobo (yeah!) (#5 in GB) 15. Grave Digger 17. Thomas Hengelbrock (mit der ersten Aufnahme aus der Elbphilharmonie) 21. Written Untouchable 22. Soundtrack Lala Land (#3 in GB) 26. Sohn (yeah!) 27. Sepultura 28. Pain Of Salvation
Neu in GB auch: Rick Wakeman auf #7, Wiley auf #9. Und die Flaming Lips auf #38.
Zitat von CobraBora im Beitrag #323Sehr richtig, ganz abgesehen von den Super-Deluxe-Editions. Daher kommen ja auch die vielen #1-Einstiege diverser deutscher Rap-Künstler, die in der zweiten Woche um 80 Ränge abstürzen.
Da hab' ich Lust zu wiedersprechen: Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese ganzen HipHop-Labels, die ja zumeist ohne die Unterstützung der Majors auskommen müssen, also als Independent-Labels geführt werden, über den nötigen Etat verfügen, um jedem ihrer Schützlinge eine Super-Duper-Edition mit Baseball Cap und Goldkugeln zu spendieren. Ich glaube vielmehr, dass deutsche Rapper die neuen Boygroups sind: Die Fans werden im Vorfeld wochenlang auf die anstehende Veröffentlichung eingeschwört, in der ersten VÖ-Woche ist der Hype am größten, eine zweite Woche in den Top 10 nur dann möglich, wenn man auch eine Hit-Single vorweisen kann oder auch Menschen außerhalb der ursprünglichen Zielgruppe und damit eine Relevanz für die Popkultur erreicht, also für Leute wie K.I.Z. oder Sido.
Der neuen Neil Young ging es übrigens ähnlich wie ATCQ, Platz 23 für die CD, Platz 34 für die LP, beide Versionen stürzten allerdings in der Folgewoche ins Bodenlose und verließen nach nur zwei Wochen die Charts.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
1. Antilopen Gang 3. Mike Oldfield (#4 in GB) 6. Estikay 11. Pillath 27. Pink Floyd - A Momentary Lapse Of Reason 40. Django 3000 41. Pink Floyd - The Final Cut
Run The Jewels auf #59, Marillion auf #60, Austra auf #61. In GB ist Pete Tong mit seinem "Classic House" jetzt sogar auf die #1 gesprungen.
1. Broilers 2. Capital Bra 3. B-Tight 8. Mumford & Sons 11. Black Star Riders (#6 in GB) 15. Manfred Krug seine Lieder 19. Elbow (#1 in GB) 33. Judas Priest 46. Sampha (#7 in GB)