Seine Stimme scheint am nächsten Tag auch wieder da gewesen zu sein. Er war wohl gestern in Amsterdam.
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
60-70 Minuten finde ich nicht kurz, das ist doch schon fast oberes Drittel, was die Länge angeht. Black Country, New Road haben auch nicht mehr geschafft und darunter war ihr Viertelstünder. Liegt vielleicht aber auch an der Konzert-Auswahl, bei mir sind es dann doch meistens Club- oder Newcomer-Konzerte. Aber auch Mike Skinner war beim Streets-Gig vor zwei Jahren bei vielleicht 90 Minuten, meine ich.
„Show me the Body“ war mit knapp einer halben Stunde mein kürzestes Konzert. Seltsam war, dass obwohl mir das Publikum (es waren nicht viele) mit dem Konzert nicht unzufrieden schien, hat niemand „Zugabe“ gerufen. Ich war irgendwie auch ganz zufrieden mit der halben Stunde.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Zitat von beth im Beitrag #106490 minuten finde ich übrigens eine gute länge für ein konzert + zugaben. das reicht mir vollkommen.
Nicht, dass das ein besonders plausibles Argument wäre, aber für mich kommt das auf die Band, das Genre und meinen Enthusiasmus an. Wenn Robert Smith Lust auf und Kondition für 38 Songs hat, gehe ich da begeistert mit, ansonsten reichen mir meist auch 90 Minuten. Die Frage ist eben auch, ob sich aus der Diskographie ein mehrstündiger Spannungsbogen kreieren lässt oder mangels Output bzw. stilistischer Vielfalt nicht unbedingt.
Ich bin lange davon ausgegangen, dass 90 Minuten die übliche Dauer eines Konzertes wäre, bis ich vor vielen Jahren anfing, bewusst auf die Uhr zu schauen. Ich habe einige hundert Konzerte gesehen, und die große Mehrheit dauerte um die 70 Minuten.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Zitat von beth im Beitrag #106490 minuten finde ich übrigens eine gute länge für ein konzert + zugaben. das reicht mir vollkommen.
Nicht, dass das ein besonders plausibles Argument wäre, aber für mich kommt das auf die Band, das Genre und meinen Enthusiasmus an. Wenn Robert Smith Lust auf und Kondition für 38 Songs hat, gehe ich da begeistert mit, ansonsten reichen mir meist auch 90 Minuten. Die Frage ist eben auch, ob sich aus der Diskographie ein mehrstündiger Spannungsbogen kreieren lässt oder mangels Output bzw. stilistischer Vielfalt nicht unbedingt.
ich hab auch bei meiner lieblingsband tatsächlich irgendwann keinen bock mehr. oder halt - und ja, das ist echt scheiße - nikotinbedürfnisse.
Zitat von beth im Beitrag #1068 ich hab auch bei meiner lieblingsband tatsächlich irgendwann keinen bock mehr. oder halt - und ja, das ist echt scheiße - nikotinbedürfnisse.
Ja, das verstehe ich. Bei meinem letzten Cure Konzert (2018 in London) war es sehr zweckmäßig, dass sie so lange gespielt haben, denn so konnte ich die ersten 20 Songs nutzen, von meinem eklatant zu hohen Alkoholpegel runterzukommen, um dann zumindest die letzten zehn Stücke bewusst zu erleben. Das waren sowieso die relevanten.
Zitat von LFB im Beitrag #1070Bei meinem letzten Cure Konzert (2018 in London) war es sehr zweckmäßig, dass sie so lange gespielt haben, denn so konnte ich die ersten 20 Songs nutzen, von meinem eklatant zu hohen Alkoholpegel runterzukommen, um dann zumindest die letzten zehn Stücke bewusst zu erleben. Das waren sowieso die relevanten.
Das ist ein vernünftig klingendes Konzept. Ich kenne es bisher eher umgekehrt: Die Aufwärmphase mit klarem Kopf erleben, sich im Laufe des Konzerts betrinken und am Ende nichts mehr mitbekommen.
Was die Konzertlänge betrifft, wurde es ja schon gesagt, es gibt einen Unterschied zwischen Newcomern und Bands, die 20 Alben auf dem Buckel haben. Von letzteren erhoffe ich schon 90 Minuten. Der kürzeste Headliner, den ich erlebt habe, waren wahrscheinlich These Animal Men (ja, das waren damals, 1994, Headliner, die waren Hauptprotagonisten des ca. 2 Wochen lang anhaltenden Trends "New Wave OF New Wave"), höchstens 20 Minuten. Der Sänger hatte sich wohl beleidigt gefühlt von etwas was ein Mädchen aus dem Publikum zu ihm gesagt hat. Cat Power, ca. 1996, war auch nicht viel länger, wobei kein einziger Song enthalten war, nur spoken word mit gelegentlichen Gitarrenakkorden.
"Zu lang" habe ich auch schon (bei guten Acts, bei schlechten wäre es ja keine Kunst) erlebt: Badly Drown Boy. Der war berüchtigt dafür, nicht aufhören zu können und hat in England wohl öfters Strafen für die Überschreitung der Polizeistunde gezahlt. Und Arab Strap, die alten Partykanonen, an an einem Winterwerktag in der Steppe von Sendling-Westpark: Da bin ich um 1 Uhr nachts dann doch gegangen um die letzte S-Bahn zu erwischen.
Das längste, was ich jemals erlebt habe, war ein Ärzte-Konzert in den späten 90ern (schätzungsweise). Nach drei Stunden waren sie immer noch auf der Bühne, aber von uns konnte keiner mehr und so sind wir vor Ende der Veranstaltung nach Hause gefahren. Das war die Zeit, als ich längere Konzerte noch gut fand. Über zwei Stunden war in meiner Ecke der Rockmusikwelt keine Seltenheit.
Hat sich aber überall verändert, weil die Bands heute wieder verstärkt auf die Live-Einnahmen angewiesen sind und oft mehr Shows spielen als früher. Und im Metalbereich hast du total oft diese Pakete mit vier, fünf Bands. Das sind schon fast Mini-Festivals.