Woher kommt bei euch eigentlich dieser extreme Haß, abgesehen von Lokalrivalität? Fand die Aktion mit dem "Enkeschwein" damals unfaßbar asozial. Da hört es bei mir komplett auf.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
Ich habe mal gelesen, dass die Intensität auch daher kommt, dass die Rivalität schon vorm Fußball bestand. Vormals waren es ja beides eigenständige Königreiche, nach dem 2. Weltkrieg haben die Städte um den Status als Landeshauptstadt konkurriert. Und im Fußball war es aus hannöverscher Sicht ein Ärgernis, dass Braunschweig als Gründungsmitglied der Bundesliga ausgewählt wurde statt Hannover. Die Eintracht hat und hatte außerdem Probleme mit Neonazis in der Kurve, gegen die wenig bis gar nichts unternommen wurde. Die hannöversche Kurve war zwar nie links, aber doch lange entschieden gegen Nazis. Bei einem Spiel der 2. Mannschaft hat man z.B. mal den Lübecker Gäste-Block geentert und die salopp gesagt verdroschen, weil die Lübecker davor rassistische Gesänge angestimmt hatten. (mittlerweile hat 96 mit West-Hannover leider eine eigene rechte Gruppe in der Kurve, aber das ist ein anderes Thema) Dann noch Aktionen wie das Schwein, Hannover-Fans haben letzte Saison Botschaften vor den Häusern von BTSV-Spielern hinterlassen...es geht da wirklich niveau-arm zu.
Aber es gibt auch lustige Geschichten: beim letzten Derby haben Braunschweig-Fans im Hannover-Block blau-gelbe Rauchtöpfe versteckt, die sie während des Spiels gezündet haben, sodass es so aussah, als würden die Hannoveraner*innen blau-gelben Rauch abfeuern. Das war für die 96-Ultras natürlich extrem peinlich, aber ich musste ziemlich lachen. Vor dem Spiel hatten 96-Fans übrigens nachts das 96-Logo in den Braunschweiger Mittelkreis gemäht. Manchmal lassen sie sich also auch was Schönes einfallen.
Auch nicht zu vernachlässigen: dadurch, dass 96 und Braunschweig oft nicht in derselben Liga spielen, entlädt sich die ganze Spannung viel seltener und man hat mehr Zeit zum Hass aufbauen. Dortmund und Schalke konnten sich ja bspw. jahrelang min. zwei mal pro Saison aneinander abarbeiten. Vor dem "Enkeschwein" lagen aber z.B. 10 Jahre seit dem letzten Pflichtspiel und 20 Jahre seit dem letzten Ligaspiel gegeneinander.
Heavy Rotation → ◉ Fleetwood Mac - Tango in the Night ◉ Bonobo - Black Sands ◉ The Decemberists - As It Ever Was, So It Will Be Again ◉ Interpol - Our Love to Admire ◉ Skeewiff - Something Like That?
Zitat von Marla Singer im Beitrag #348Ich habe mal gelesen, dass die Intensität auch daher kommt, dass die Rivalität schon vorm Fußball bestand. Vormals waren es ja beides eigenständige Königreiche, nach dem 2. Weltkrieg haben die Städte um den Status als Landeshauptstadt konkurriert.
Ähnlich wie Stuttgart und Karlsruhe also. Da ist es zumindest von Karlsruher Seite aus ähnlich humorlos, während es den Stuttgartern eher egal ist.
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Diese "Fanfreundschaft" nehmen die meisten garnicht ernst, zumindest von den Leuten über 40; davon abgesehen, daß Fanfreundschaften, noch dazu aufgezwungene, eh kein Mensch braucht. Ich lasse mir nicht gerne vorschreiben, wen ich mögen oder hassen soll. Ich habe keinen Bezug zu 1860 und fand auch den VfB schon immer scheiße; stattdessen habe ich nichts mehr gegen den KSC, solange uns dadurch kein Nachteil entsteht, freue ich mich auch, wenn die gewinnen. Ich lebe schon lange hier, und bin mit vielen Fans befreundet, also wen juckts? Was bei mir garnicht geht ist der Waldhof, Saarbrücken, Mainz und St. Pauli. Und RB Leipzig als der Endgegner. In einem Spiel gegen die wäre ich sogar für euch, auch wenn ich mich danach desinfizieren müßte.
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Jetzt ärgert mich das verhonkte Düsseldorfspiel noch mehr. Wir müssen den HSV heute unbedingt schlagen, um den Anschluß nicht zu verlieren. Hilft alles nix.
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Gnihihi, da läuft das Hamburger Stadtderby, das ohnehin nicht ohne ist. Und dann klopft der HSV-Torwart sich den Ball ins eigene Tor. Auch wenn der fruchtbare Ackerboden da seinen Teil beigetragen hat, das ist schon megapeinlich und wird in keinem Jahresrückblick fehlen dürfen.
Das dürfte wirklich in den Top 3 der dämlichsten Eigentore ever sein.
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1984 war ich das erstemal uffm Betze (3:0 gegen Gladbach), da kam in der Halbzeit die Durchsage, daß sich Frankfurtkeeper Jürgen Pahl einen Abwurf ins eigene Tor geschmissen hat. Ein ewiger Klassiker, ins Gedächtnis eingebrannt.
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