Zitat von Vermooste_Pfote im Beitrag #1439Und auf eine Mindestpreisgrenze für Fleisch wird man sich auch nicht einigen können, obwohl das mMn absolut sinnvoll wäre, um den Preiskampf zu limitieren.
Ich glaube nicht, dass das viel bringen wird. Auch bei einem Mindestpreis von 20€ fürs Kilo Hack wird der Produzent weiterhin ein Interesse dran haben, so billig wie möglich zu produzieren, ein großer Teil des Effekts wird dadurch verpuffen. Bessere Produktionsbedingungen bekommt man nur durch gesetzliche Auflagen, konsequente Überprüfung und drakonische Strafen.
"Happy Holidays... is what terrorists say. Merry Christmas, from Avery and Jack."
Alles Orte, an denen viele Leute in geschlossenen Räumen beieinander sind. Ideal für die Verbreitung des Virus'.
Von den beengten Wohnsituationen der Schlachthofmitarbeiter mal abgesehen, bieten die Schlachtbetriebe ideale Bedingungen für das Virus, weil es dort nämlich in der Regel kalt ist zwecks Kühlung des Fleisches. Bei Kälte kann das Virus länger überleben und sich besser verbreiten.
Ich finde es trotzdem gut, dass jetzt mal über die miserablen Bedingungen geredet wird,...
Jetzt mal? Das ist alles seit Jahren bekannt und findet seinen Weg auch in regelmäßigen Wellen in die Presse. Und was hat die Politik dagegen getan? Nix. Wird sie auch diesmal wieder nicht tun - würde mich jedenfalls wundern.
Das unaussprechlich Innige aller Musik, vermöge dessen sie als ein so ganz vertrautes und doch ewig fernes Paradies an uns vorüberzieht, so ganz verständlich und doch so unerklärlich ist, beruht darauf, daß sie alle Regungen unseres innersten Wesens wiedergibt, aber ganz ohne die Wirklichkeit und fern von ihrer Qual. (Arthur Schopenhauer)
Zitat von CobraBora im Beitrag #1431 Die Hotspots werden aber sicherlich überall da auftreten, wo Menschen eng beisammen sind, ob sozial schwach oder nicht. Insofern befürchte ich, dass auch Pflegeheime wieder stärker betroffen sein werden.
Schulen, Kitas, U-Bahn, Bus, Restaurant, Kneipen,... halt überall, wo viele Menschen längere Zeit zusammen in einem Raum sind - ganz egal was auf dem Lohnzettel steht. Da nutzt dann auch 2 Meter Abstand nicht mehr viel. Oder Stoffmasken.
Das unaussprechlich Innige aller Musik, vermöge dessen sie als ein so ganz vertrautes und doch ewig fernes Paradies an uns vorüberzieht, so ganz verständlich und doch so unerklärlich ist, beruht darauf, daß sie alle Regungen unseres innersten Wesens wiedergibt, aber ganz ohne die Wirklichkeit und fern von ihrer Qual. (Arthur Schopenhauer)
Ich gebe ja zu: Ich mache mir natürlich Gedanken um den anderthalbstündigen Flug, den ich Mitte Juni nach dem voraussichtlichen Ende der Grenzkontrollen antreten werde (und prophylaktisch schon mal gebucht habe). Aus gesundheitlicher Sicht wäre eine mehr als zehnstündige Fahrt allein mit dem Auto sinnvoller. Im Flieger weiß ich ja nicht, wer alles drin sitzt...
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Zitat von JackOfAllTrades im Beitrag #1444Ich gebe ja zu: Ich mache mir natürlich Gedanken um den anderthalbstündigen Flug, den ich Mitte Juni nach dem voraussichtlichen Ende der Grenzkontrollen antreten werde (und prophylaktisch schon mal gebucht habe). Aus gesundheitlicher Sicht wäre eine mehr als zehnstündige Fahrt allein mit dem Auto sinnvoller. Im Flieger weiß ich ja nicht, wer alles drin sitzt...
Angeblich sollten die Klimaanlagen in Fliegern ja Erregerfilter haben, dann sind nur noch direkten Nachbarn im Umkreis von 2 Metern das Problem.
Sind aber bestimmt alles Gutverdiener und daher immun gegen CoVid19 ;-)
Das unaussprechlich Innige aller Musik, vermöge dessen sie als ein so ganz vertrautes und doch ewig fernes Paradies an uns vorüberzieht, so ganz verständlich und doch so unerklärlich ist, beruht darauf, daß sie alle Regungen unseres innersten Wesens wiedergibt, aber ganz ohne die Wirklichkeit und fern von ihrer Qual. (Arthur Schopenhauer)
Ich vermute, im Flieger muss Maske getragen werden. Vielleicht atme ich dann einfach anderthalb Stunden nicht.
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GEPLANT ist: Ab 2021 sollen Werkverträge in der Fleischindustrie weitgehend verboten werden. Schlachten und Fleisch-Verarbeitung ist nur noch von ArbeitnehmerInnen des eigenen Betriebs zulässig. Die maximal möglichen Bußgelder bei Arbeitszeitverstößen werden auf 30 000 Euro erhöht. Es besteht eine Pflicht zur digitalen Arbeitszeiterfassung und es gibt mehr Kontrollen. Stellen Arbeitgeber eine Unterkunft für Beschäftigte, sollen sie verpflichtet werden, die Behörden über Einsatz und Wohnort der Arbeitskräfte zu informieren.
Für Stimmung ist jedenfalls gesorgt.
Heike Harstick, die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Fleischwirtschaft, sagte zur Funke Mediengruppe, dass Arbeitsminister Heil von Gewerkschaftern aufgehetzt sei und ohne fachliche und sachliche Kenntnis eine einzelne Branche stigmatisiere. Auf Werkverträge könne nicht verzichtet werden, denn für viele manuelle Arbeiten finde man keine Arbeitskräfte mehr auf dem deutschen Markt. Harstick rechnet damit, dass durch ein Verbot der Werkverträge „große Teile der Fleischproduktion ins Ausland abwandern“ werden. Die bislang aufgetretenen Corona-Fälle in Betrieben der Fleischwirtschaft seien Einzelfälle.
Die Geflügelwirtschaft warnte, Werkverträge nun allein für die Fleischindustrie zu verbieten, sei verfassungswidrig, denn solche Verträge gebe es auch in anderen Branchen. Die Fleischbranche würde damit benachteiligt und diskriminiert.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) spricht von „organisierter Verantwortungslosigkeit in der Fleischindustrie“. Werkverträge seien die Wurzel des Übels und gehörten abgeschafft. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie seien seit Jahren eine Katastrophe.
"Good taste is the worst vice ever invented" (Edith Sitwell)
Es funktioniert eben auf Dauer nicht, mit solchen Tricks eine Niedriglohnbranche innerhalb eines Hochlohnlandes zu halten. Statt zehntausende Arbeitskräfte aus Südosteuropa hier auszubeuten und in Massenunterkünfte zu stecken, würde eine Verlagerung der Produktion (sowie der vorgelagerten Tierzucht) nach Rumänien oder Bulgarien durchaus Sinn machen und böte wirtschaftliche Perspektiven vor Ort. Sowas lässt sich ja durchaus ökologisch und sozial (immerhin sparen sich die Leute die Reise nach Deutschland die überteuerte Miete für einen Schlafplatz und die relativ hohen Lebenshaltungskosten bei uns) vernünftig gestalten, das sind immerhin Demokratien und EU-Mitgliedsstaaten. Muss eben so manche Gemeinde bei uns auf diese Gewerbesteuern verzichten.
Ja, die Drecksarbeit sollen die mal schön billig in anderen Ländern machen, dann wird das Gammelfleisch hier sogar noch billiger!
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Im Ausland hat man noch weniger Einblick, ob Tierschutzgesetze eingehalten werden.
Ich frage mich, ob in solch einem Szenario die Verbraucher dann doch eher zum teureren in D produziertem Fleisch greifen würden. Oder ob es weiterhin egal ist, Hauptsache billig. Aber Produzenten im Ausland wären sicher auch schnell kreativ "Bio-Siegel" o.ä. zu erfinden, um das Gewissen der Verbraucher zu erleichtern.
Aber genau das ist es ja: Man sollte die Standards in Deutschland nicht daran orientieren, was "in Osteuropa sowieso gemacht wird". Dann kann man sich entscheiden, ob man bei Fleischimporten auf dieselben verbindlichen Mindeststandards setzt bzw. die Regeln EU-weit durchzusetzen versucht. Oder man lässt beides zu und schaut, ob die Verbraucher wirklich das ethischer produzierte deutsche Schnitzel kaufen, auch wenn es teurer ist als das osteuropäische Konkurrenzprodukt. Aber alles in Deutschland beim Alten zu belassen, hilft doch (außer Herrn Tönnies) niemandem.
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Zitat von Berthold Heisterkamp im Beitrag #1452Und deine Lösung? Ich finde es ja eher problematisch, mit Tönnies zu sagen "wenn wir's nicht machen, macht's ein Anderer".
EU weit Sozial- und Lohnstandards festlegen (darunter fallen auch Arbeitsbedingungen usw.) und auf außer-EU-Fleisch entsprechend Zölle erheben. Das ist die naheliegende, pragmatische Vernunftslösung, die alle mittragen können.
Von mir persönlich und Morrissey aus auch einfach den Fleischverzehr ganz verbieten. Gut für die Tiere, gut für den Menschen, gut für die Umwelt. Und somit noch vernünftiger als Lösung A.
Das unaussprechlich Innige aller Musik, vermöge dessen sie als ein so ganz vertrautes und doch ewig fernes Paradies an uns vorüberzieht, so ganz verständlich und doch so unerklärlich ist, beruht darauf, daß sie alle Regungen unseres innersten Wesens wiedergibt, aber ganz ohne die Wirklichkeit und fern von ihrer Qual. (Arthur Schopenhauer)