Zitat von LFB im Beitrag #434@MrMister7 und @Jazzmaster, wie findet ihr dieses auch erst nach Jahrzehnten im Archiv entdeckte Afro-Jazz Stück von 1965?
Oh, und da geht es auch schon los. Danke!
Ich gestehe, dass ich zu Beginn als Erstes an alte Santana-Sachen gedacht habe, als zweites - wow, das klingt aber frisch und tonqualitätsmäßig ziemlich gut. Echt aus denm 60ern?? Nun bin ich ja zugegebenermaßen weder Afro- noch Jazz-Experte, aber das tönt knackig und die Percussions betrifft und die Saxophon- und Trompetenparts haben eine angenehme Schärfe im Ton, wobei das Sax mich in angenehm-lustiger Weise gedanklich kurz nach Twin Peaks entführt hat. Was mich etwas irritiert ist, dass das Stück irgendwie fast lehrbuchhaft vorgetragen wird. Hier vermisse ich ein bisschen "wildes Afrika". Es klingt da fast "zu gut", wenn du verstehst was ich meine. So in dem Sinne der Macher "wir haben da was für euch und haben uns etwas zurückgehalten, um euch nicht zu sehr zu erschrecken" oder so. Aber egal - ja doch - es klingt gut und ich mag das. Nichts was zwingend bei mir im Regal stehen muss, aber etwas dass ich mir mit Vergnügen anhöre, wenn es mir wie hier zufällig über den Weg läuft. Vielen Dank!
Ich hab jetzt etwas aus einer ganz anderen Kiste und frage mich grad, was wohl Cobra und Lokus damit anfangen können.
Aber natürlich kann ich was mit Emmy The Great anfangen. "Swimming Pool" ist schon ok, gelegentlich sind mir einige Stücke auf "Second Love" zu niedlich, aber das kann man mir immer mal auflegen oder in einem Sampler verstecken. Der Song war in jenem Jahr auch immer gerne in meiner Playlist auf dem Handy, ist angenehmer Pop. Insgesamt fand ich den Vorgänger "Virtue" etwas besser (Hm ... Die werde ich jetzt gleich mal wieder auflegen). Der ganz große Spaß hingegen ist der etwas mehr gitarrenorientierte Sound der Weihnachtsplatte mit Tim Wheeler von ASH (Alles Ganzjahres-Hits, kein Witz!)
OK, das nehm ich jetzt gleich mal zum Anlass für einen Song daraus. Damit hat dann @CobraBora erneut die Chance sich zu Emmy zu äußern, es sei denn @Mory ist schneller (Warum? Weil es um Zombies geht. )
ME-Leser 1984 bis 2016 - ME-Forum seit 30.04.2003 - Erster Beitrag: "Wo kann ich mich hier wieder abmelden?" Heavy Rotation → ◉ Jake Bugg (2024) A Modern Day Distraction ◉ Julie (2024) The Ant-Aircraft Friend ◉ Towa Bird (2024) American Hero ◉ The Courettes (2024) The Soul Of... The Fabulous Courettes ◉ Noga Erez (2024) The Vandalist
Zitat von Der Lokus im Beitrag #437Der ganz große Spaß hingegen ist der etwas mehr gitarrenorientierte Sound der Weihnachtsplatte mit Tim Wheeler von ASH (Alles Ganzjahres-Hits, kein Witz!)
Spontan dachte ich: Och nö, schon wieder so ’n dünnes Mädchenstimmchen. Aber nach allerkürzester Zeit entwickelte das Lied einen Sog & einen Spaß, dass ich das Stimmchen gar nicht mehr als unpassend empfand. Das war lustig, gefällt mir!
Tcha, nu war ich so lang nicht mehr dran, dass mir spontan gar nix einfällt. Nehmen wir mal was, das hübsch zum Sommer passt. @CobraBora oder @zickzack : Was haltet ihr von Noir Desir?
Die beiden Songs von Emmy The Great gefallen mir ziemlich gut, speziell "Swimming Pool", das so ein bisschen an Lana del Rey erinnert. "Zombie Christmas" hat ein tolles Video, der Song ist mir aber eine kleine Spur zu standard-indiepoppig. Der Song von Noir Desir ist grundsätzlich nicht schlecht, ich habe aber häufig ein Problem mit französischen Vocals, speziell mit männlichen. Speziell deswegen ist das nicht ganz so meins.
Mich würde dann mal interessieren, was @MrMister7 von Jonna Lee hält:
Danke noch verspätet an @LFB für "Solomon Ilori & His Afro Drum Ensemble - Igbesi Aiye (Song Of Praise To God)" Das kannte ich noch nicht - und es macht mich direkt neugierig auf das Album, auf dem wohl später auch noch Donald Byrd trompetet. Cooler Einstieg, die Soloeinlagen wirken vielleicht ein wenig verloren, was mich nicht weiter stört, weil das Ganze in einem spirituellen Gemisch zu einem Vorläufer dessen hochschaukelt, was erst Ende der 60er Alice Coltrane und Pharaoh Sanders zum Astral Jazz entwickeln sollten. Vorgemerkt zum Weiterhören!
Zitat von CobraBora im Beitrag #440Mich würde dann mal interessieren, was @MrMister7 von Jonna Lee hält:
Schön, dass du den Swimmingpool magst - und ich mag Jonna Lee. Auf Anhieb. Herrlich nostalgisch und ohne Kitschgefahr beschwingt, mit einer netten Melodie und luftigem Arrangement ausgestattet wird hier bei mir damit gerade eine offene Tür aufgestoßen. Zwei CDs hab ich bei Amazon gesichtet und werde noch ein bisschen weiter schauen. Danke für den Tipp! Volltreffer!!
Okay, wir wechseln mal kurz die Spielwiese - was halten denn @Von Krolock und @Squonk hiervon?
Zitat von CobraBora im Beitrag #440Die beiden Songs von Emmy The Great gefallen mir ziemlich gut, speziell "Swimming Pool", das so ein bisschen an Lana del Rey erinnert. "Zombie Christmas" hat ein tolles Video, der Song ist mir aber eine kleine Spur zu standard-indiepoppig. Der Song von Noir Desir ist grundsätzlich nicht schlecht, ich habe aber häufig ein Problem mit französischen Vocals, speziell mit männlichen. Speziell deswegen ist das nicht ganz so meins.
Noch kurz dazu: obwohl ich nicht sicher bin, wie man heute mit der band, bzw cantat umgehen soll, ist „des visages des figures“ ein Album, das mich sehr oft und sehr lang begleitet hat und dem ich mich bei aller Skepsis nicht entziehen kann. Ich finde das ganz phänomenal.
Zitat von MrMister7 im Beitrag #442[quote=CobraBora|p127633] Okay, wir wechseln mal kurz die Spielwiese - was halten denn @Von Krolock und @Squonk hiervon?
Der Track schickt mich durch ein Wechselbad der Gefühle. Beim ersten Hören befürchtete ich im Instrumentalteil die 101. Krautrockwiedergänger, obwohl der Rhythmus schon faszinierend aus der Reihe fällt. Dann beginnt ein Teil, der das ganze etwas Richtung Gothic dreht und ich will schwarze Kerzen an beiden Enden anzünden. Das Finale gefällt mir dann am besten, auch weil ich gar nix mehr verstehe und mich die Vocals-Spielereien an Experimente erinnern, die Steve Hackett Ende der 70er gemacht hat. (Ich sage jetzt nicht: "Für eine sächsische Band nicht schlecht"). Das alles gefällt mir nicht schlecht und ich war interessiert genug mir noch einen weiteren Track anzuhören (Everchild), der wiederum plötzlich an die Foo Fighters gemahnt. Ich bleibe verwirrt und betroffen, der Vorhang zu und alle Fragen offen.
In dunklen Momenten suchen wir oft Trost in Musik, die ebenfalls die dunklen Momente verhandelt. Das führt mich abermals nach Australien, wo einer der besten Songs aller Zeiten zu diesem Thema entstand. Das Original ist der Band "The Drones", fordernd und rumpelig. Missy Higgins hat eine Coverversion gemacht, zart und voller Streicher. Beide sind emotional und grandios, deswegen kann ich mich nicht für eine Version entscheiden.
Standing on the deck watching my shadow stretch The sun pours my shadow upon the deck The waters licking round my ankles now There ain't no sunshine way way down
I see the sharks out in the water like slicks of ink Well, there's one there bigger than a submarine As he circles I look in his eyes I see Jonah in his belly by the campfire light
See the albatross up in the windy lofts He gets to beating his wings while he sleeps it off I hear the jettisoned cries from his dreams unkind Gets to whippin' my ears like a riding crop
The captain once as able as a fink dandy He's now laid up in the galley like a dried out mink He's laying dying of thirst and he says or I think Well, we're gonna be alone from here on in
Well you are all my brothers, and you have been kind But what were you expecting to find? Now your eyes turn inwards, countenance turns blank And I'm floating away on a barrel of pain It looks like nothing but the sea and sky remain
A harpoon's shaft is short and wide A grappling hook is cracked and dry I said, why don't you get down in the sea Turn the water red like you want to be?
Cause if I cry another tear I'll be turned to dust No the sharks won't get me, they don't feel loss Just keep one eye on the horizon man, you best not blink They're coming fin by fin until the whole boat sinks
Zitat von MrMister7 im Beitrag #442[quote=CobraBora|p127633] Okay, wir wechseln mal kurz die Spielwiese - was halten denn @Von Krolock und @Squonk hiervon?
Von mir auch eine kleine, ähnliche Anmerkung. Das beginnt äußerst vielversprechend.Die Klaviermuster über dem Beat gefallen, so soll das bitte bleiben. Bitte. Nö, leider nicht. Nach einer guten Minute kommen die tonnenschweren Gitarren, die einem mit aller Gewalt dieses Wir-sind-sohne-Art-Goth-Metal-Band ins Ohr drücken wollen. Kann ich aber noch mit leben, auch wenn ich Goth-Prog-Metal so gar nicht mag. Nur der Gesang, diese theatralische Haltung, wie sie auch Placebo in anderer Tonlage pflegen, da haut's mir den Schalter raus. Die von mir so verteufelte elektronische Stimmverfremdung klappt dafür wieder relativ gut. Nehme die erste Minute und lege darüber die Computerstimmen, ich würde das nicht mal schlecht finden.
Musikalischen Vorschlag gibt es von mir nicht, hat ja Squonk bereits übernommen.
Zitat von Jazzmaster im Beitrag #441Danke noch verspätet an @LFB für "Solomon Ilori & His Afro Drum Ensemble - Igbesi Aiye (Song Of Praise To God)" Das kannte ich noch nicht - und es macht mich direkt neugierig auf das Album, auf dem wohl später auch noch Donald Byrd trompetet. Cooler Einstieg, die Soloeinlagen wirken vielleicht ein wenig verloren, was mich nicht weiter stört, weil das Ganze in einem spirituellen Gemisch zu einem Vorläufer dessen hochschaukelt, was erst Ende der 60er Alice Coltrane und Pharaoh Sanders zum Astral Jazz entwickeln sollten. Vorgemerkt zum Weiterhören!
Das freut mich. Ein paar Infos zu besagtem Album (und den drei einer anderen, jahrzehntelang verschollenen Session entstammenden Stücken, darunter "Igbesi Aiye") hatte ich einst im Jazz Thread zusammengestellt, auch das zuvor veröffentlichte Album mit Art Blakey gefällt mir immer noch gut. Hier
Zitat von Von Krolock im Beitrag #445Das beginnt äußerst vielversprechend.Die Klaviermuster über dem Beat gefallen, so soll das bitte bleiben. Bitte. Nö, leider nicht. Nach einer guten Minute kommen die tonnenschweren Gitarren, die einem mit aller Gewalt dieses Wir-sind-sohne-Art-Goth-Metal-Band ins Ohr drücken wollen. Kann ich aber noch mit leben, auch wenn ich Goth-Prog-Metal so gar nicht mag. Nur der Gesang, diese theatralische Haltung, wie sie auch Placebo in anderer Tonlage pflegen, da haut's mir den Schalter raus. Die von mir so verteufelte elektronische Stimmverfremdung klappt dafür wieder relativ gut. Nehme die erste Minute und lege darüber die Computerstimmen, ich würde das nicht mal schlecht finden.
Zitat von Squonk im Beitrag #444 In dunklen Momenten suchen wir oft Trost in Musik, die ebenfalls die dunklen Momente verhandelt. Das führt mich abermals nach Australien, wo einer der besten Songs aller Zeiten zu diesem Thema entstand. Das Original ist der Band "The Drones", fordernd und rumpelig. Missy Higgins hat eine Coverversion gemacht, zart und voller Streicher. Beide sind emotional und grandios, deswegen kann ich mich nicht für eine Version entscheiden.
@Mory und @JackOfAllTrades , könntet ihr das?
Jupp, kann ich: Die Missy-Higgins-Version hat mich sofort gepackt, die der Drones dagegen erstaunlich kalt gelassen. Das ist ein rein gefühlsmäßiges Urteil - ich kann nicht erklären, warum es so ist, denn wirklich auszusetzen gibt es auch an der Drones-Version eigentlich nix. Auf jeden Fall eine schöne Entdeckung, danke dafür!
Wo wir gerade bei emotionaler Musik (& Australien) sind: Was sagen denn @beth oder @MrMister7 zu meinem liebsten Amanda-Palmer-Song?
Das in Klammer gesetzte (& Australien) bekomme ich gerade nicht gebacken, aber das kannst du mir ja noch verraten. Bei "emotional" bin ich sofort dabei - mit Musik die mich kaltlässt beschäftige ich mich nicht weiter. Ich kannte den Song noch nicht und hab ihn jetzt grad auch auf keinem Tonträger gefunden. War das eine Single?
Was mir gut gefällt ist der musikalisch sehr reduzierte Einstieg mit Ukulele wie ich vermute, der dann sanft gesteigert wird. Das gefällt mir sehr gut und passt auch hervorragend zur eher etwas spröden Stimme von Amada, die nicht hundert pro mein Fall ist, aber ihren Job hier erfüllt. Der Gesang wird nicht so rausgestellt, sondern fügt sich fast wie ein Instrument ins Gesamtklangbild ein. Klingt jetzt bestimmt sehr ulkig, aber es klingt richtig rund obwohl noch ein paar Kanten übrig sind. Gefällt mir gut. Vielen herzlichen Dank.