Zitat von gnathonemus im Beitrag #1229was halten denn @victorward oder @violvoic von diesem stück von einem meiner alben, die ich gerade in der dauerrotation habe:
Eine faszierende Platte, vor allem in Sachen Rhythmik und Sounds ganz großartig. Highlight ist wohl wirklich dieser Acid-lastige, superatmosphärische, warpsche Electronica-Track nach dem du hier fragst. Tolles Stück, aber vor allem auch ein tolles Album. Trotz der vielen unterschiedlichen Einflüsse funktioniert das für mich ganz gut. Das mit dem Unfall von Pierson ist natürlich tragisch.
Da ich jetzt schneller als @violvoic war, nochmals eine Gelegenheit für ihn. Oder vielleicht mag auch @Bartleby zu diesem langen Stück was sagen:
@victorward : der Track lief gestern und heute ein paarmal über Kopfhörer. Ein ganz wunderbares Stück Dubtechno. Minimaler geht es von der Grundstruktur her kaum. Alles passiert durch Veränderungen im Detail, besonders durch den Einsatz der Echo- und Halleffekte. Deren Einsatz begeistert mich vollkommen. Man schwebt mit den Effekten zusammen durch den Raum. Wahnsinnsnummer.
Die Runde gebe ich frei, bin momentan mal im Internetsparbetrieb und beantworte nur die mails. Tut mal ganz gut.
So, dann nehme ich den rumliegenden Ball mal auf.... (@victorward: den Albatros trifft Killerwal Track finde ich auch ganz schnufte, so dubbiges Geschuffel geht bei mir ja immer gut rein. für meinen Geschmack wirds zwischendurch ein bisschen statisch, aber das ist meckerei auf hohem Niveau) ...und kicke ihn nach Japan, von wo aus Tatsuro Yamashita den Love Space so wunderschön besingt:
Sehr naheliegend ist es hier natürlich, @G. Freeman um seine City Pop geschulte Meinung zu bitten, aber vielleicht ist das auch eine passende Vorlage für @Cohle (No-Look-Pass)?
Sehr naheliegend ist es hier natürlich, @G. Freeman um seine City Pop geschulte Meinung zu bitten, aber vielleicht ist das auch eine passende Vorlage für @Cohle (No-Look-Pass)?
danke, für die Nominierung, und ich lasse G. Freeman gern den Vortritt. Japanischer City-Pop ist mir erst vor kurzem aufgefallen, wahrscheinlich durch die Vinyl-Reissue Flut bei Discogs und HHV. Ich mag (meistens) das 80s inspirierte Cover Artwork.
No-Look-Pass mußte ich tatsächlich googeln, wird meinem Wortschatz einverleibt.
Wurde zwar nicht gefragt, muss aber doch kommentieren: Sehr cooler Song. Ein weitere Beispiel dafür, dass man manche Sachen nur ertragen kann, wenn man sie nicht versteht. Auf Deutsch könntest du mich mit sowas vermutlich jagen. So hat das, wie der meiste japanische City Pop, einen mir noch unerklärlichen Charme.
Ja, das ist natürlich toll und tickt alle Boxes, wie der Schwede sagt und auch hier schön auf Drama gepolt. Auf Discogs schreibt einer übrigens ganz passend: "Does Tatsuro hate money? Why have none of his albums gotten a reissue yet?" Eh nur eine Frage der Zeit. Die PACIFIC, die er u.a. mit Hosono gemacht hat, find' ich ja mega, falls Du die nicht kennst, Bartleby.
Dann machen wir mal weiter mit einem Song, den ich gerne anmache, wenn ich angedüselt um 23:45 Uhr vor dem offenen Wohnzimmer-Fenster stehe und im Hof entfernt ein paar Leute beim Rauchen beobachte und mich frage, ob wir nicht Freunde sein könnten, wenn sie nur wüssten, was wir zusammen für tolle Musik hören könnten. Geoffrey Landers heißt der Mann, den Music From Memory einen wundervollen zweiten Auftritt gegönnt hat. In meiner Welt ist das ein Hit.
In meiner Welt ist das ein recht entspanntes, funky Stück Radiomusik, dass mir im laufenden Adult Oriented Mainstreamradioprogramm, sagen wir, eingebettet zwischen zwei 80er-Standards, wahrscheinlich nicht störend auffallen würde. Das ist sehr songorientiert, mit melancholischem Unterbau und liefert auch geschliffene Melodien, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das im richtigen Setting eine ganz andere Atmosphäre erzeugen kann, eine, die dich reinsaugt. Ich probiere das auch mal nachts am offenen Fenster.
Bei mir gibt's was rumpeliges für @oasupp oder @Cohle
Just a MF from hell.
Rotation:
Cindy Lee - Diamond Jubilee | Being Dead - Eels | Shellac - To All Trains
Bei mir gibt's was rumpeliges für @oasupp oder @Cohle
Rama Lama Fa Fa Fa! Danke, fürs nominieren.
Shout out loud, Garage Rock meets UK Punk Rock, Guitarre und Schepperdrums dominieren, chic mit Hu-Hu Chorus garniert. Die Jungs haben Freude an ihrem Schraddel-Sound. Grad lief der Song 2 oder 3 x beim abwaschen, da funktioniert es ganz wunderbar, aber nach einem Tonträgerkauf meinerseits ruft das nicht, zu wenig Eigenes, kaum Wiedererkennungswert, obwohl das Genre mir absolut liegt. Sorry, für den Mäkelkmodus.
Interessant ist dann das THEE SPIVS Interview im OX-Fanzine, dort ist vom semilegendären Raw Records Label die Rede, evt kennt hier der eine oder die andere den "Raw Deal!" Sampler? The Users, Killjoys? Egal, coole Bands, guter Einstieg. Die Lieblingsplatte von Ben Edge, dem Gitarristen und Sänger von THEE SPIVS ist „At The Bridge“ von BILLY CHILDISH & THE SINGING LOINS. Nicht so meins, ist aber nicht wichtig, denn Childish Platten zu sammeln ist eine Lebensaufgabe, also ist der Ben einer von uns!
dann lege ich euch dies mal auf den hiesigen Plattenteller: Kenny Rogers, Yeah yeah oh-yeah! Evt mag @oasupp oder @drosophila etwas dazu schreiben?
I woke up this mornin' with the sundown shinin' in I found my mind in a brown paper bag, but then... I tripped on a cloud and fell eight miles high I tore my mind on a jagged sky I just dropped in to see what condition my condition was in
Komisch, dass das doch eher konservative Publikum von Kenny Rogers (behaupte ich mal) ihm den Song nicht übel genommen hat. Vielleicht haben sie auch einfach nicht verstanden, worüber er singt. Auf jeden Fall klasse der Song - nicht erst seit "The Big Lebowski", aber danach natürlich noch mehr.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
ich als gefragter muss zugeben, den song durch big lebowski kennen- und schätzen gelernt zu haben. und weil ich den film in einer gewissen phase meines lebens sehr oft gesehen habe, kann ich den song auch nicht losgelöst von diesen eindrücken beurteilen. "lass doch mal noch the big lebowski schauen gehen" war programm vieler abende, das, was andere machen, wenn sie sich noch die schönsten bahnstrecken deutschlands oder irgendwelche weltraumbilder anschauen, weil sie von zu viel apfelsaft nicht schlafen können. nur halt in gesellschaft. wir sassen in froher runde und schauten the big lebowski, immer und immer wieder.
der song begleitet mich demnach schon seit einiger zeit und es passiert mir in regelmässigen abständen, dass ich plötzlich den refrain (es ist ja nicht wirklich ein refrain - also einfach "i just dropped in to see what condition my condition was in") vor mich hinträllere. es ist halt auch eine schmissige nummer. ein paar intelligent eingestreute halbtonschritte, irgendwo eine rückung, ein bisschen hintergrundchor, fertig ist der song, zu dem doch irgendwie jede*r mal mit einer bowlingkugel in der hand über LA fliegen möchte. ich habe mich, obwohl ich wie erwähnt diesen song mag, nie weiter mit kenny rodgers beschäftigt und kann damit auch gut leben, aber hier gehe ich komplett mit.
so. lieder, musik.
aidan moffat (of arab strap fame) hat vor einigen jahren einen film gemacht ("where you're meant to be"), in dem er der schottischen seele, bzw ihrer musik nachspürt. er interpretiert alte melodien neu und transportiert sie in die runtergerockten quartiere glasgows (oder edinburghs, dundees, aberdeens). der film ist sehr herzerwärmend und zu empfehlen. hier eine liveversion des parting songs, die irgendwie alles beinhaltet, was konzerte schön machen kann. ungeplantes, seltsames, lustiges und berührendes. natürlich muss man schon auch irgendwie ein herz für folk haben, das ist textlich zwar bei arab strap, aber musikalisch irgendwo in den highlands. teilt jemand die begeisterung? @tenno oder @Berthold Heisterkamp vielleicht?
o doch, nach anfänglichem "na mal sehn, wo das so hinwill" bin ich natürlich zunächst von james' lachkrampf bezaubert (das ist es, was ich live sehen will; nicht diese angekotzte friends-of-gas-kacke!), um mich dann am ende auch musikalisch endgültig in den fängen des dargebotenen zu verfangen, denn die geige, die alte sau, die kriegt mich ja doch immer.
und nach längerem nachdenken widme ich mich dann doch mal der frage, warum die musik von vinicio capossela so viel mehr in mir auslöst, als das sonst irgendein ähnlich gelagerter italo-barde am klavier je geschafft hätte - ob es ein bisschen an diesem verspult-zigeunerhaften liegt, oder an den fado-anklängen, die den song über die handelsübliche bessergestellten-ambient-chanson-sülze hinausheben? droso und quork frug ich diesbezüglich bereits, nun hätte ich gerne noch expertise von @Anorak Twin und/oder @Mory zu diesem thema:
Geht mir bei ihm ähnlich, aber die Frage kann ich auch nicht beantworten.
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)