Ich. Toller Song! Neosoul, der zwar das Rad nicht neu erfindet (und bei dem ich mir auch einen richtigen Ausbruch wünschen würde ... am Ende erhoffte ich mir doch eine Klimax mit den auftauchenden Bläsern, die leider ausbleibt, aber egal), aber Laune macht. Würde ich durchaus in einem Club meine alten Knochen dazu rasseln lassen. Gefällt mir ganz gut, werde ich mich mal näher damit beschäftigen.
Muß mir noch einen Song überlegen. Etwas Geduld, bitte.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
Weil ich im letzten Monat sowieso kaum was anderes gehört habe, kann ich auch @Lumich oder @drosophila (öfter mal empfänglich für musikalisch absonderliches) fragen, was sie von diesem großartigen Song des ebenso großartigen Debütalbums halten, und zwar in der geisteskranken Liveversion:
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
ich muss für patton immer in der richtigen stimmung sein, aber dann passt das. heute zum beispiel ist es voll ok, bzw auch mehr als das. dass er ein beeindruckender sänger ist, sollte allgemeinwissen sein, aber der gesang wird eben auch immer mal wieder von richtig guter musik begleitet. und obwohl ich in 99% der fälle die hingerotzten punkbands den gut produzierten rockgeschichten (also, jetzt nicht nur auf patton bezogen, sondern grundsätzlich) vorziehe: es hat schon seinen reiz, wenn die band super tight spielt und einen die kombinierte wucht aller instrumente an die wand klatscht.
ich finde den song übrigens gar nicht "so weit draussen", für mich ist das gute headbangermusik, aber nicht über gebühr sperrig.
so, jetzt überlege ich mir mal, womit es weitergeht.
Tja, ich weiß, dass der King Mike Patton abfeiert, aber da kann ich leider nicht mit einstimmen. Hier ist immerhin Duane Denison von den sehr geschätzten „The Jesus Lizard“ mit dabei. Und ja, es ist super-tight gespielt, aber Patton geht mir nunmal auf den Zeiger, sobald ich ihn sehe oder höre. Mal will er extrem schräg sein, mal extrem poppig, aber was immer er will, er will es für meinen Geschmack zu viel.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
das "zu viel" kann ich nachvollziehen und es geht mir manchmal auch so. deswegen ist es für mich wirklich sehr tagesformabhängig, wie ich mit patton klarkomme.
weiter geht's mit willem breuker. weil ich das "baal brecht breuker" album schon viel zu lange nicht gehört habe, aber jedes mal, wenn ich es tue, sehr beglückt bin. können vielleicht @Berthold Heisterkamp oder @beth mit sowas auch was anfangen?
Zitat von Lumich im Beitrag #1265Und ja, es ist super-tight gespielt, aber Patton geht mir nunmal auf den Zeiger, sobald ich ihn sehe oder höre. Mal will er extrem schräg sein, mal extrem poppig, aber was immer er will, er will es für meinen Geschmack zu viel.
Das ist glaube ich der entscheidende Unterschied: als ausgewiesener Fan, wie ich einer bin (obwohl ich auch nicht alles abfeiere) erwartet man halt von ihm, daß er sein komplettes Spektrum abruft; deswegen ist man halt Fan. Ich verstehe aber durchaus, daß einem das oftmals Überkandidelte - gepaart mit einer manchmal aufreizenden Arroganz - ziemlich auf die Nüsse gehen kann. Aber er kann's halt einfach. Allein mit den Ideen und der Versiertheit der ersten drei Mr. Bungle - Platten würden fünf Bands ihre komplette Karriere bestreiten.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
Zitat von drosophila im Beitrag #1266das "zu viel" kann ich nachvollziehen und es geht mir manchmal auch so. deswegen ist es für mich wirklich sehr tagesformabhängig, wie ich mit patton klarkomme.
weiter geht's mit willem breuker. weil ich das "baal brecht breuker" album schon viel zu lange nicht gehört habe, aber jedes mal, wenn ich es tue, sehr beglückt bin. können vielleicht @Berthold Heisterkamp oder @beth mit sowas auch was anfangen?
ich tu mir immer ein bisschen schwer mit reiner instrumentalmusik, auch wenn das hier viele, viele, viele assoziationen zur dreigroschenoper weckt und mich dadruch recht gut abholen kann. alleine dieser umittelbare einstieg, die insturmentierung, die vielen verschiedenen teile, das jazzige, die dissonanzen und auch der ebenso unmittelbare schluss sprechen mich durchaus an. trotzdem weiß nicht, ob ich das so auflegen und anhören würde. vermutlich eher nicht. dazu bräuchte es wahrscheinlich entweder bewegtes bild dazu, gesang oder aber mehr stringenz.
ich versuche derweil schon den halben tag, diesen song auf der gitarre und auch stimmlich wenigstens annähernd so düster herzukriegen, wie mirel wagner, aber es will mir nicht so richtig gelingen. übrigens ein album, dass mir faxe einst ungefragt geschickt hat und damit voll ins schwarze getroffen hat. ob das bei @Frau Blücher oder @Cohle auch klappt?
ich versuche derweil schon den halben tag, diesen song auf der gitarre und auch stimmlich wenigstens annähernd so düster herzukriegen, wie mirel wagner, aber es will mir nicht so richtig gelingen. übrigens ein album, dass mir faxe einst ungefragt geschickt hat und damit voll ins schwarze getroffen hat. ob das bei @Frau Blücher oder @Cohle auch klappt?
Mirel Wagner, nie gehört, hab den Namen daher einem New-Pop-Sternchen zugeordnet, und liege voll daneben. Nur Stimme und bethgitarre, also SEHR spartanisch vorgetragen, mit einer "Geschichte", die so auch heutzutage noch stattfindet, und das ist das wahrhaft tragische.
But you'll be in the dirt, You'll be the dirt
erinnert mich an meine Oma, die mit ihren 4 Kindern vom Hof des prügelnden Ehemann floh, dann in echter Armut leben mußte, und selbst von Verwandten als billigste Arbeitskraft ausgenutzt wurde. Meine Mutter hat dies verinnerlicht, ich durch ihre Geschichten ebenfalls, denn klau mir einen Pommes vom Teller, und ich reagiere furchteinflößend (obwohl, habe gelernt damit besser umzugehen).
Ich mag düstere Songs, sehr sogar, aber dies hier würde ich mir als Tonträger nicht zulegen, da zu skelettiert. Aber danke, für den neuen Input!
in diesem Song hier geht es auch um Abschied, loslassen, den Tod. Was sagt denn @Hawkwind oder @Back Door Man dazu?
Da sage ich mal: danke für die Nominierung. Warren Zevon hat die Veröffentlichung seines letzten Albums im Jahr 2003, das sich auch in meiner Sammlung befindet, nur um eine paar Tage überlebt. Dieser Song ist sozusagen als letzter Titel auf der CD sein Vermächtnis. Sehr ergreifend und einer der vielen guten Gründe, sich die Musik mal wieder anzuhören.
Nun zu was ganz anderem: Die Band (eigentlich mehr eine One Man-Show mit einer Sängerin und Gastmusikern) "Huxley Would Approve" aus Deutschland. Neugierig gemacht hat mich der Bandname.
"Looking For a Miracle" aus dem Album "Grave New World - Part Two".
Was denken den @Der Lokus (wenn er ausgeschlafen hat) oder auch @MrMister7, den ich hiermit vielleicht hinter dem sprichwörtlichen Ofen hervorlocken kann, darüber?