Zitat von CobraBora im Beitrag #2907Ich kann ja seinen Frust verstehen. Andererseits: Jetzt hat die Politik versucht, zunächst mit einem eher lockeren, dann mit einem schärferen Lockdown die Infektionszahlen nach unten zu drücken. Und warum hat das nicht funktioniert? Weil nicht wenige Menschein trotz aller Appelle die Regelungen bis in den letzten Winkel ausgereizt haben. Und dann kommt noch so einer, der sie dann ganz offen übertritt und damit die Bemühungen der Vernünftigen sabotiert. Für mich ist das schlichtweg kriminell.
Ich glaube ja nach wie vor nicht, dass das "Ausreizen" des Erlaubten das größte Problem dieser Pandemie ist, sondern das komplette Ignorieren von Vorgaben. Da muss man noch mehr ansetzen und nicht den legalen Rahmen für den vernünftigen Teil der Bevölkerung jetzt so dramatisch einengen und die staatlichen Ressourcen zur Überwachung dieser willkürlichen Vorgaben zu verschwenden.
Für mich ist beides das Problem. Und es zeigt auch auf, dass der ursprüngliche schwedische Weg, mehr mit Appellen an die Vernunft und weniger mit harten Einschränkungen zu operieren, zumindest hierzulande nicht funktioniert (in Schweden übrigens auch nicht). Solchen Leuten haben wir es zu verdanken, dass der Lockdown wieder mal verlängert und verschärft wird.
Wenn ich das richtig sehe, wurde die Einreise nach NRW jetzt sogar wieder gelockert. Quarantäne gilt nach wie vor nicht. Und der Test darf jetzt bei Einreise wieder 48 Stunden alt sein und nicht wie zuletzt 24 Stunden.
Im Beschluss steht aber nichts davon drin, ob Kinder bis 14 jetzt zählen oder nicht. Es wäre eigentlich absurd, sie nicht zu zählen, wo Söder (oder Müller?) jetzt zugegeben haben, dass Schulen auch Infektionstreiber sind. Nun ja, immerhin dürfte ich sie ja besuchen...
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Argh!! Das wird mir langsam wirklich zu kompliziert... Ich darf also als Alleinlebende hier in Baden-Württemberg mit einem anderen Menschen spazieren gehen, aber nur bis 20 Uhr, dann müssen wir irgendwo rein und bis fünf durchmachen oder halt übernachten. Und ob ich nach Köln zu meinem Partner darf, entscheidet der Inzidenzwert hier und ob ich dann wieder zurück nach Hause darf der Wert in Köln?
Ich wiederhole: ARGH!!
You all want the whole world to be changed so you will be different.
Richtig ist, dass in Baden-Württemberg ab 20 Uhr eine Ausgangssperre gilt, man also die Wohnung nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen darf. Damit soll das „Nachtleben“ gestoppt werden, bei dem immer noch Personen teils gruppenweise irgendwo gemeinsam abhängen. Zudem sollen so auch gegenseitige längere Freundschaftsbesuche eingeschränkt werden, da ja nicht immer eine Übernachtung geplant ist. Das gewünschte Verhalten wäre also, die eigene Wohnung auch bis 20 Uhr aufzusuchen und nicht mehr zu verlassen. Hier stellt sich natürlich wieder die Frage: WILL man soziale Kontakte wirklich meiden oder will man alles so gestalten, dass im Rahmen der Regeln weiterhin soziale Kontakte weitestmöglich stattfinden…?
Zum Partner nach Köln darfst du aktuell noch, da in BW zunächst keine Städte oder Kreise mit einem einschränkenden Bewegungsradius belegt werden sollen. Ob dies weiterhin der Fall ist, entscheidet ggf. der Inzidenzwert vor Ort, da man seitens der Bürgermeister/Landräte dann Reisen ohne triftigen Grund außerhalb von 15 km untersagen könnte. Von Köln aus zurück nach Hause könntest du aber jederzeit, weil der Inzidenz-Wert in Köln nur Kölner selbst in der Bewegung einschränken würde und ihnen ggf. eine Reise außerhalb des 15 km-Radius untersagt.
"Good taste is the worst vice ever invented" (Edith Sitwell)
Das Social-Media-Team des Landes NRW sowie der "Kölner Stadt-Anzeiger" haben sich mit der Frage der Kinder befasst: Und ja, die Ausnahmeregelung für Kinder bis einschließlich 14 Jahren besteht nicht mehr, offenbar auf ausdrücklichen Wunsch von Angela Merkel. Ich schätze, sie beruft sich dabei auf die von Söder erwähnten Studium über Kinder als Infektionstreiber aus Österreich, England und Frankreich.
Das heißt, das ich immer nur eines meiner drei Kinder gleichzeitig bei mir in meinem Elternhaus haben darf, weil sie ja in einem anderen Haushalt leben. Ich dürfte sie aber bedenkenlos besuchen. Jetzt müssen wir mal überlegen, ob ich jedem Kind etwas Quality-Time mit dem Papa beschere oder wir einfach Spielenachmittage bei der Ex-Frau machen.
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So, die Rosenheimer Intersport-Filialen bleiben jetzt doch geschlossen.
ZitatUdo Siebzehnrübl berichtet, dass ihn die Vorsitzenden des Intersport-Verbunds darüber in Kenntnis gesetzt hätten, dass sein Vorhaben, seine Geschäfte trotz Lockdown wiederzueröffnen, „mehrere Menschen aus der rechten Szene angelockt hätte“. So hätte es beispielsweise bereits Kunden gegeben, die vermutet hätten, dass er der rechten Szene angehöre. Für ihn sei damit sofort klar gewesen, dass er einen „gewaltigen Rückwärtsgang einlegen muss“, denn mit dieser Szene wolle er nichts zu tun haben. „Es ist total schade, weil wir so viel Energie in das Vorhaben gesteckt haben“, sagt Siebzehnrübl. Doch es sei nie in seinem Interesse gewesen, Randale zu machen. Vielmehr habe er das Ziel verfolgt, ein Zeichen für den Einzelhandel zu setzen.
Zitat von Mory im Beitrag #2916Vielleicht eine Kombination aus beidem? Mal Einzelbesuche bei dir,mal du bei ihnen?
Das hatte ich auch gedacht. Wir haben die Kinder entscheiden lassen. Sie wollen nicht einzeln zu mir, weil sie gerne viel Zeit miteinander verbringen wollen - und bitten mich, sie besuchen zu kommen. Der Große fordert Revanche bei Mario Kart 8 Deluxe.
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Das liest sich im Fettdruck schöner als in der Klammer.
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Zitat von JackOfAllTrades im Beitrag #2915 Das heißt, das ich immer nur eines meiner drei Kinder gleichzeitig bei mir in meinem Elternhaus haben darf, weil sie ja in einem anderen Haushalt leben. Ich dürfte sie aber bedenkenlos besuchen.
Ich muss ehrlich sagen, an der Stelle würde ich sagen: Scheiß drauf. So eine absurde Regelung kann doch niemand mehr ernst nehmen.
Das große Problem mit all diesen Regelungen ist eben, dass sie eher pauschal daherkommen und nicht an jede Einzelsituation angepasst sind.
Vom Prinzip her ist ja ganz einfach gemeint: es darf nur noch eine Person einen Haushalt besuchen kommen. Und Ende der Diskussion.
Damit entfallen eben Zusammenkünfte diverser Art – sei es, dass drei Freunde zum gemeinsamen Filmabend anrücken oder die beiden Nachbarn zum Abendessen oder oder …
Im Fall von JOAT bedeutet dies, dass er als Einzelperson den Haushalt seiner Ex-Frau mitsamt Kindern besuchen darf. Umgekehrt dürfen aber auch nur Einzelpersonen JOAT besuchen kommen.
Das gilt dann auch so für das Essen mit dem Nachbarspaar. Man selbst kann einzeln die beiden zum Abendessen besuchen, umgekehrt darf aber nur eine/r von beiden zum Abendessen kommen.
Das Problem ist eben, dass es nicht heißt: es darf nur noch ein Haushalt einen anderen Haushalt besuchen. Das hätte man machen können, aber wohl nur mit einer Obergrenze.
Auch heißt es nicht: es darf nur noch eine Person eine andere Person besuchen. Auch des hätte man machen können, aber dann wäre diese Begrenzung vielen wohl zu extrem gewesen.
Nun ist also die Zahl der Besuchenden auf eine Person beschränkt, die Zahl der Besuchten hingegen nicht. Aber es geht eben darum, eine Regelung festzulegen. Eine Regelung.
Beim Einkaufen im Supermarkt ist es ja auch oft so, dass jemand nur eine begrenzte Menge eines Artikels im Einkaufswagen haben darf. Kaufen dann Mutter und Tochter zusammen ein, dürfen sie drei Artikel mitnehmen, hat jeder einen eigenen Einkaufswagen, sind es quasi sechs Artikel. Und wie oft erlebt man Diskussionen im Kassenbereich, man sei ja zu zweit und daher wäre das mit den sechs Artikeln im einzelnen Wagen ja eh egal. Oder eben der Klassiker: ich kaufe das ja für die Nachbarin mit ein. Was da oft fehlt, ist die Einsicht, dass möglichst eine für ALLE Kunden einheitliche Regelung gesetzt werden soll. Auch auf die Gefahr hin, damit jemandem individuell die Sache nur unnötig schwerer zu machen (weil man zwei Wagen nehmen muss oder die zusätzlichen Artikel wirklich für die Nachbarin bestimmt waren). Aber so ist das eben, wie mit Recht und Gerechtigkeit…
"Good taste is the worst vice ever invented" (Edith Sitwell)
Zitat von JackOfAllTrades im Beitrag #2915 Das heißt, das ich immer nur eines meiner drei Kinder gleichzeitig bei mir in meinem Elternhaus haben darf, weil sie ja in einem anderen Haushalt leben. Ich dürfte sie aber bedenkenlos besuchen.
Ich muss ehrlich sagen, an der Stelle würde ich sagen: Scheiß drauf. So eine absurde Regelung kann doch niemand mehr ernst nehmen.
Wir haben uns besprochen und tragen das jetzt bis Ende Januar mit. Ich darf ja zu ihnen und werde das am Samstag ebenso machen wie zwei Wochen später... und dann hat der Große noch Geburtstag, also bin ich dann auch da.
Ich weiß tatsächlich nicht, ob das bei gemeinsamem Sorgerecht juristisch durchsetzbar wäre, wenn Kinder den Vater nicht besuchen dürfen, weil sie aus einem anderen Haushalt sind - wie wohl so einiges juristisch nicht ganz sauber sein dürfte...
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