Das weiß ich noch nicht. Ein paar Tracks sind Banger ("King Kunta", beispielsweise), aber vieles ist mir zu überfrachtet und überkandidelt. Ich bleibe doch lieber bei meinem Golden Age - Kram.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
Ich bin da weniger dogmatisch und mag bis liebe einfach alles, was gut und mir wichtig ist. Die letzten Rap-Jahre waren mit die Besten (und für die, die daraus Relevanz ziehen: relevantesten), die es mMn je gab und eine solche Aussage hätte ich von mir ca. 2010 nie erwartet. Wenn man bei Kendrick den thematischen Überbau und all things narrative abziehen MUSS, würde ich aber trotzdem noch die eher rohen (duh) "untitled unmastered" oder Section.80" empfehlen.
geht mir ähnlich, habe das Album ebenfalls erst seit einer Woche, und bisher 2 x gehört. Die Inhalte erschließen sich mir auch nur sehr langsam, ob nun sprachlich oder der politische, kulturelle, gesellschaftliche Kontext.
Zitat von vinylla im Beitrag #745 Wilie Wright - Telling The Truth
Sieht gut aus. Und was ich gerade höre, klingt auch gut. Spielt der Willie auch die Gitarre?
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)
Gitarre spielt ein Harry Jensen. (Kennt man den? Keine Ahnung.) Kleine Korrektur: Das bezieht sich auf die elektrische, Willie spielt auch ... akustisch.
Im Regal: Soul, Funk, Jazz, HipHop, Disco, Dance und Songwriter + Obskures und Gerümpel aus dem Keller, der Garage und vom Dachboden.
Zitat von G. Freeman im Beitrag #743Die letzten Rap-Jahre waren mit die Besten (und für die, die daraus Relevanz ziehen: relevantesten), die es mMn je gab und eine solche Aussage hätte ich von mir ca. 2010 nie erwartet.
Es sind genau diese Superlative, die mir auf den Sack gehen (wenn auch jetzt nicht von dir... du kennst dich gut genug aus, um das auch vernünftig zu begründen). Aber wenn ich in einer De - La - Soul - Rezension lesen muß, der Kritiker sei mit Kendrick Lamar sozialisiert und im Vergleich zu ihm hätten De La Soul ja nichts richtig Innovatives gemacht, könnte ich ellenweit kotzen. Früher waren Referenzen an musikalische Vorbilder der Vergangenheit ein Hauptbestandteil des HipHop. Heutzutage kennen sich viele Hörer mit dem Zeug vor 2000 gar nicht mehr aus und wissen nicht mal, wer KRS - One ist. Und solche Leute wollen mir dann was von "Relevanz" und "Innovation" erzählen.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
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Zwei Anmerkungen dazu. Die, die in den 90ern angefangen haben HipHop zu hören, mussten gerade mal 10-15 Jahre Musik nachhören, um die Wurzeln zu erkunden (wenn sie sich auf HipHop beschränken). Die, die heutzutage einsteigen, nach deiner Logik 30-40 Jahre.
Und es gibt aktuelle HipHop Künstler, deren Wurzeln gar nicht so weit zurück reichen und deren Platten trotzdem relevant sind. Es ist nicht immer notwendig, sich auf eine Vergangenheit zu beziehen, manchmal ist es gut, wenn man die Gegenwart kapiert und reflektiert.
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)
andererseits: de la soul abzusprechen, sie hätten innovatives geschaffen ist schon was anderes, als die vergangenheit nicht zu kennen. das ist nicht mal ignoranz, das ist einfach nur dumm.
allerdings als kenner sowohl der gesamt entwicklung des hiphop kann ich die freeman'sche behauptung durchaus bestätigen. für mich steht in punkto relevanz (innovation ist nicht mehr ganz so einfach beim jetzigen stand der verfeinerung) "to pimp a butterfly" oder "channel orange" durchaus auf einer stufe mit "three feet high and rising" oder "illmatic". das muss nicht jedem schmecken, ist aber, denke ich, legitim.