Drei Jahre nach der ersten Staffel hatte ich alles vergessen und hab dann direkt noch mal ganz von vorne angefangen. Die zweite Staffel hält das Niveau der exzellenten ersten fast - aber nur fast. Zwischendurch werden mir doch ein paar Fragen zu viel aufgeworfen, was ich normalerweise bei Mystery-Serien nicht als Manko betrachte. Ich hab aber ein paar interessante Analysen gelesen, die ich stimmig fand. Wie dem auch sei, nach der großartigen letzten Folge, wo endlich die unterdrückten Emotionen mal ausbrechen und auch dem Zuschauer ein paar Tränen abverlangen, hab ich trotzdem keine Wünsche mehr und muss die Serie erneut dringend allen empfehlen.
Hand Of God Season 1
Hat mir gut gefallen. Sehr gute Besetzung, inhaltlich manchmal etwas krude und eigenwillig und mit dem gewissen Etwas, das sich so schlecht beschreiben lässt. Lediglich die letzte Szene ist arg vorhersehbar, wir werden sehen, was das in der zweiten Staffel gibt.
Bin jetzt endlich mit Jessica Jones durch. Die letzten beiden Folgen haben mir wieder gut gefallen, das Finale war klasse, und ich habe mich über den Gastauftritt von Claire (Rosario Dawson) aus Daredevil gefreut. Bin gespannt, ob es in den beiden zweiten Staffeln weitere Überschneidungen geben wird.
Meine grundsätzlichen Einwände gegen die Serie (zu geschwätzig, schlechtes Casting, billiger Look, unnötig brutal) bleiben aber bestehen; ähnlich wie Daredevil ist das dann eben doch nur leicht überdurchschnittliche TV-Kost.
“Troubled times, kids, we got no time for comedy.” (Phife Dawg)
Habe die erste Staffel auf deutsch bei Comedy Central gesehen und war nur so semi-begeistert - war mir stellenweise zu albern. Dennoch werde ich mal in die zweite reingucken, die in Deutschland am 31.1. wieder bei Comedy Central anläuft.
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Huch, hatte mich um einen ganzen Monat vertan. Aber ja, gibt der zweiten Staffel eine Chance. Die fand ich nochmal ein ganzes Stück besser.
Gucke derweil endlich (chronologisch) "The Larry Sanders Show". Beste Sitcom ever. Leider irgendwie arg in Vergessenheit geraten. Komisch eigentlich, da viele aktuelle Sachen ohne die Serie wahrscheinlich so nicht existieren würden. Es dreht sich jedenfalls alles um die titelgebende fiktive Late-Night Sendung von Larry Sanders, gespielt vom großen Garry Shanding, der schon zuvor mit "It's Garry Shandling's Show" das Sitcomformat revolutionierte. Zur Seite stehen ihm Jeffrey Tambor als Sidekick "Hey Now" Hank Kingsley und (anbetungswürdig) Rip Torn als Produzent Artie. Ansonsten ist hier noch das who is who an mittlerweile großen Namen unterwegs: Janeane Garofalo, Bob Odenkirk oder später Jon Stewart als er selbst. Als "richtige" Autoren sind u.a. Paul Simms und Judd Apatow an Board. Aber genug Namedropping, der Clou an der ganzen Sache, zumindest einer davon, neben unzähligen Gästen, die sich alle mehr oder minder selbst spielen und jeder Menge Meta-Humor: die Late-Night Show Szenen sind auf Video aufgezeichnet, alles andere grobkörnig auf Film, was dem ganzen eingen quasi-dokumentarischen Charakter gibt. Sehr stark geschrieben und urlustig, schlechte Episoden gibt es nicht. Eine (Wieder-)Entdeckung die lohnt.
Ich mochte die Staffeln 1-4 eigentlich ganz gern, unterhaltsam allemal. Aber ab Staffel 5 wurde der Shark gejumpet. Spätestens als der Jimmy/Steve/Whatever-Quatsch wieder aufgewärmt wurde und Joan Cusack nicht mehr dabei war, ging's steil bergab. Frank ist jetzt nur noch ein Jammerlappen und Sympathien hab ich eigentlich für keinen mehr. Ich schau jetzt mal wie diese Seifenoper mit Schockeffekten weitergeht, hab aber nicht wenig Lust das Ganze zu knicken.