Hab den gerade mal nachgegoogelt, das ist offenbar ja wirklich völlig kranker Scheiß. Da weiß ich echt nicht, ob ich das haben muß. Aber: im Wikipedia - Artikel steht eine recht schlüssige Interpretation, wenn es dich danach gelüstet.
Dogtooth hat mir auch sehr gut gefallen, wie viele Filme wo man nicht weiß, wohin der Weg führt. Mary Tsoni, die die jüngere Tochter spielt, ist übrigens im Mai gestorben
Zitat von gnathonemus im Beitrag #1635american valhalla, andreas neumann/josh homme, 2017
den rezensionen von "gimme danger" (den ich bis jetzt nicht gesehen habe) nach zu urteilen, habe ich wohl den deutlich besseren der dokus mit iggy als protagonist erwischt. andreas neumann ist eigentlich fotograf und das merkt man. tolle bilder, v.a. von den sessions in der joshua tree wüste. aber der eigentliche star des films ist das verhältnis das iggy und josh homme über die aufnahmen und die tour aufgebaut haben. das ist echt bewegend. die filmmusik ist so mittel ... just kidding. @King Bronkowitz: pflichtprogramm!
ich mochte gimme danger. auf american valhalla bin ich gespannt.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
ich kann die kritik an gimme danger nicht so richtig verstehen. ich habe nicht erwartet, dass jarmusch die musik-doku neu erfindet, und das hat er auch nicht, aber wenn man sich für die stooges interessiert, kommt man klar auf seine kosten. mit dem niedergang zu beginnen, fand ich dramaturgisch gelungen. wie sehr die bandmitglieder am boden waren, als die band auseinander brach, konnte man fast fühlen.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
ich bin ein glückspilz: 5 filme, 5 volltreffer. heute:
immortality, mehdi fard ghaderi, 2016
der film spielt in einem zug der durch die nacht nach teheran fährt, ist in einem take gedreht und zeigt wie 6 personengruppen diese fahrt erleben. familienschicksale, die einen glücklich, die anderen unglücklich, die einen romantisch, die anderen dramatisch werden episodisch ineinander verschränkt. die übergänge erfolgen meistens durch zufällige begegnungen in den gängen der wagen, die quasi die cuts ersetzen. diese regelmäßigen gänge der protagonisten sind am anfang etwas nervig/langweilig, rhytmisieren und strukturieren den film aber auf sinnvolle weise. man folgt ihnen letzendlich doch sehr gerne.
das irre am film ist der twist, den man im film nicht aufs butterbrot geschmiert bekommt, aber den dann der regisseur im q&a offenbart hat. trotz zahlreicher hinweise sind die meisten im publikum - ich inklusive - wohl nicht darauf gekommen. man war sich einig, dass man den film unter dem gesichtspunkt unbedingt nochmal anschauen muss.
wer also in den genuss des films kommen sollte und ihm auch nicht auf die schliche kommt, kann sich vertrauensvoll an mich wenden.
der vollständigkeit halber filmfest, die 7. und 8.:
paris pieds nus, fiona gordon & dominique abel, 2016
herrliche groteske mit tati-anklängen. hab teilweise tränen gelacht und eine weitere verdrückt, da emanuelle riva darin ihre letzte (herzerweichende) rolle spielte. pierre richard hat auch eine kleinen auftritt. supersympathisches regie/schauspieler-paar. das q&a war nochmal ebenso lustig wie der film.
happy end, michael haneke, 2017
tja, es stimmt leider. gemessen am haneke-standard eher underwhelming. obwohl diese familiengeschichte im gehobenen milieu aus einer aneinanderreihung von unglücken besteht und die schauspieler sehr überzeugend sind (jean-louis trintignant, isabelle huppert, mathieu kassovitz, franz rogowski, toby jones und v.a. die kleine fantine harduin) plätscherte das ziemlich an mir vorbei, ohne mich groß zu berühren.
Zitat von gnathonemus im Beitrag #1643 tja, es stimmt leider. gemessen am haneke-standard eher underwhelming. obwohl diese familiengeschichte im gehobenen milieu aus einer aneinanderreihung von unglücken besteht und die schauspieler sehr überzeugend sind (jean-louis trintignant, isabelle huppert, mathieu kassovitz, franz rogowski, toby jones und v.a. die kleine fantine harduin) plätscherte das ziemlich an mir vorbei, ohne mich groß zu berühren.
Hmmm schade ... zumal sein letzter Film ja besonders berührend war
Zitat von gnathonemus im Beitrag #1627rift (rökkur), erlingur óttar thoroddsen, 2017
ZitatMonate, nachdem sie sich getrennt haben, erhält Gunnar einen seltsamen Telefonanruf von seinem Ex-Freund Einar. Der klingt verstört: Er hat das Gefühl, dass er nicht alleine sei in dem Sommerhaus seiner Familie in Rökkur, einem abgelegenen Ort mitten in der Landschaft Islands. Gunnar macht sich Sorgen, fährt zu Einar und muss feststellen, dass dort mehr vor sich geht, als er je ahnen konnte.
... und das wird zusehends immer geisterhafter und schwieriger zu unterscheiden, was davon realität und was einbildung oder visionen sein könnte. kein klassischer horrorfilm im engeren sinne zitiert er sich munter durch genre-klassiker wie "don't look now", "blair witch" und "paranormal activity", ohne dabei platt zu wirken und bleibt auf seine art originell. außerdem ist er brutal spannend (ein paar jump scares haben mich ganz schön erschreckt), die beiden hauptdarsteller sind äußerst überzeugend und die prächtige kulisse islands tut ihr übriges.
leider ist am ende der vorstellung eine frau im publikum ohnmächtig geworden, so dass das q&a mit dem regisseur ausfallen musste. ich hätte ihn gern auf die filmzitate angesprochen und es hätte mich auch sonst interessiert, was er zu seinem film zu sagen gehabt hätte.
... war meine wahl für den publikumspreis. nicht dass ich erwartet hätte, dass der film gewinnt, aber ein doku über die killerpilze hätte dann doch nicht sein müssen.
Eine gut gemachte Dokumentation über ein faszinierendes Einzelschicksal... ein Film, den ich schon lange schauen wollte und den ich nun endlich bestellt habe. Und gerade sehe ich, dass Florian Burkhardt auch eine Autobiographie geschrieben hat. Das Ende des Films ist vergleichsweise vielleicht etwas unspektakulär, aber ganz grundsätzlich ist das ein zu empfehlender Film für Freunde biographischer Dokumentationen. Oder so ausgedrückt: 8/10.
e: Und hier ein ganz spannender Talk zum Film von 1Live:
who am i - kein system ist sicher, baran bo odar, 2014
wow, man reibt sich mehrmals die augen. das ist tatsächlich ein deutscher film? muss wohl, tom schilling (toll wie immer), elyas m'barek (auch super), wotan möhre, tech-nick und hannah herzsprung lassen keinen zweifel daran. ausgeklügelter cyber-crime-thriller mit tempo, tiefgang und dermaßen fiesen plot-twists, dass es einem das hirn verdreht. ein paar erklärende szenen weniger zum schluss hätten das ganze zwar noch interessanter gemacht, aber was soll's. wer ihn noch nicht gesehen hat: dicke empfehlung.
Zitat von gnathonemus im Beitrag #1648who am i - kein system ist sicher, baran bo odar, 2014
wow, man reibt sich mehrmals die augen. das ist tatsächlich ein deutscher film? muss wohl, tom schilling (toll wie immer), elyas m'barek (auch super), wotan möhre, tech-nick und hannah herzsprung lassen keinen zweifel daran. ausgeklügelter cyber-crime-thriller mit tempo, tiefgang und dermaßen fiesen plot-twists, dass es einem das hirn verdreht. ein paar erklärende szenen weniger zum schluss hätten das ganze zwar noch interessanter gemacht, aber was soll's. wer ihn noch nicht gesehen hat: dicke empfehlung.
Tatsächlich ein sehr guter Film. Sowohl unterhaltend, als auch spannend und mit einem gewissen Anspruch. Glaub der kam vor kurzem auch im TV! Tom Schilling finde ich eh immer sehr spannend und gut - auch wenn er ein wenig ein eigener Typ ist. Gibt auch eine spannende Folge "Durch die Nacht" mit ihm und Olli Schulz:
Zitat von gnathonemus im Beitrag #1648who am i - kein system ist sicher, baran bo odar, 2014 wow, man reibt sich mehrmals die augen. das ist tatsächlich ein deutscher film? muss wohl, tom schilling (toll wie immer), elyas m'barek (auch super), wotan möhre, tech-nick und hannah herzsprung lassen keinen zweifel daran. ausgeklügelter cyber-crime-thriller mit tempo, tiefgang und dermaßen fiesen plot-twists, dass es einem das hirn verdreht. ein paar erklärende szenen weniger zum schluss hätten das ganze zwar noch interessanter gemacht, aber was soll's. wer ihn noch nicht gesehen hat: dicke empfehlung.
Ich seh' grad, da spielt ja Trine Dyrhlm (OKay, In einer besseren Welt, In China essen sie Hunde) mit. Muß ich mir mal ausleihen.
Hier gesehen
Chan-Wook Park - Die Taschendiebin
Sehr schöner Kriminalthriller mit erotischen Touch. Die dreiteilige Geschichte erzählt von einem geplanten Raub, für den die Hauptdarstellerin sich als Dienstmädchen ausgeben muß um die Hausherrin mit ihrem Kompagnion zu verkuppeln. Wie zu erwarten, funktioniert das nicht wirklich und es entspinnt sich eine spannende Story mit ein paar unerwarteten Schlenkern.