Ich war schon so lange nicht mehr in Nicht-Kinderfilmen, dass ich hier fragen muss: ist das der Kino-Thread? Ich war heute in Joker und fand ihn nicht so schlecht, wie ich ihn nach den Kritiken erwartet hatte. Bis zum Studio-Besuch fand ich ihn gut, danach bissl zweifelhaft.
El Camino: A Breaking Bad Movie Natürlich kann man einwenden, dass in diesem Film sehr viel Fan Service geboten wird. Aber was "Breaking Bad" betrifft, bin ich nun mal Fan. Und da hat der Film sofort wieder das alte, vertraute Gefühl hergestellt. Dieses Gefühl, das ich bei "Better Call Saul" bis heute vermisse. Notwendig ist an diesem Film nichts, aber es schadet auch nicht, ihn anzuschauen. Viele bekannte Gesichter tauchen auf, alle gefühlt um 15 Jahre (und in einem Fall auch um etliche Kilogramm) gealtert. Mich hat das Ding jedenfalls abgeholt und ich hatte am Schluss Tränen in den Augen. Mach's gut, Jesse. 8/10
Ich bin auch gerade mit "El Camino" durch. Keine Schande, keine absolute Langeweile, aber auch wirklich keine Großtat. Das hätte ich nicht gebraucht - zumal das offene Ende von Jesse Pinkman zum Schluss von Breaking Bad eigentlich wirklich keinen Wurmfortsatz nötighatte. Fühlte sich ein bisschen an, als müsste halt die Lücke gefüllt werden während alle auf die nächste Staffel von Better Call Saul warten.
Gestern hab ich es endlich geschafft, El Camino anzuschauen. Nunja... wenn ich nicht immer noch so dermaßen verknallt in Jesse Pinkman wäre, hätte ich mich wahrscheinlich unfassbar gelangweilt. Aber so war's echt gut. Jesse <3
gestern in parasite gewesen. ich bin befangen, und außerdem sollte man möglichst ungespoilert in den film gehen, drum nur soviel: der film ist (mit abstand am stück gesehen) tatsächlich ein meisterwerk; und außerdem bin ich ganz zufrieden mit mir. was sagt der rest des forums?
Ich hab andernorts schon Vorfreude aus diversen Gründen verteilt, wollte letzten Donnerstag schon rein, konnte dann aber doch nicht - macht aber nichts. Morgen geht's mit einem alten Schulfreund rein. Finally.
Eddie Murphy ist zurück und hat Bock! Was habe ich ihn vermisst. Wesley Snipes hat er ebenfalls mitgebracht für dieses rundum gelungene Biopic. Jetzt habe ich Lust auf die Filme mit dem "echten" Dolemite. Anschauen!
Parasite (Boon Joon-Ho, 2019) (auch noch in meinem Lieblingskino!!!)
Nach anfänglichem Schenkelklopfen bleibt einem später jeder Lacher irgendwie im Halse stecken. Herrlich … und für mich so auch nicht vorhersehbar.
Joker (Todd Phillips, 2019)
Auch ohne jemals etwas von Batman gehört zu haben ein … atemberaubender Film. Bin gespannt, ob Phoenix diesmal endlich den längst verdienten Oscar einsacken kann.
Der lief gestern Nacht auf dem Trash-Sender Tele5. Ich wollte ihn eigentlich damals im Kino sehen, weil ich damals so begeistert war von Muxmäuschenstill, in dem Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Jan Henrik Stahlberg ebenfalls die Hauptrolle spielte und das Drehbuch schrieb. Der Film entstand mit Minimalbudget, finanziert durch Crowdfunding. Nicht viele konnten damals etwas mit Fikkefuchs anfangen. Wenn man Themen wie Sexismus und Frauenhass behandelt, muss man das wahrscheinlich so platt und plakativ machen wie möglich, um sich das Wohlwollen der KritikerInnen zu sichern.
Franz Rogowski spielt Thorben, einen Sexualstraftäter, überfordert mit seinem Triebstau und Frauen, die diesem nicht entgegen wirken wollen. Nachdem dieser sich aus dem geschlossenen Vollzug entfernt, sucht er seinen Vater Rocky (Jan Henrik Stahlberg) in Berlin auf, der von seiner Vaterschaft bis dahin nichts weiß und wissen will. Diese entstand wohl zu einer Zeit, wo Rocky noch der „größte Stecher Wuppertals“ war. Der Glanz dieser Tage ist längst verblasst, das Haar schütter, die Plauze prominent. Sein Hauptinteresse gilt aber nach wie vor jungen, attraktiven Frauen, die dieses Interesse allerdings nicht erwidern. Thorben erhofft sich Hilfe von seinem Vater, um bei Frauen landen zu können, muss aber bald feststellen, dass dieser mit seiner sexuellen Frustration nicht minder belastet ist, wennauch intellektuell anders aufgestellt.
Thematisch finden sich Parallelen zu Houellebeqc, auch wenn hier nicht gleich eine ganze Gesellschaft ins Groteske gezogen wird. Rocky schwadroniert über Männer, die der Emanzipation der Frauen zum Opfer gefallen sind, gemäß aktueller Backlash-Strömungen, die sich heutzutage vor allem im Netz finden unter Stichworten wie „Antifeminismus“. Ebenso thematisiert werden sogenannte „Pickup Artists“, die systematisch so viele Frauen wie möglich ins Bett kriegen wollen. Rocky und Thorben besuchen einen Kurs, der ihnen den lang ersehnten Erfolg bringen soll. Das Ergebnis lasse ich an der Stelle mal offen.
Es ist anzunehmen, dass Fatih Akin den Film auch gesehen hat, bevor er Rogowski für die Hauptrolle von „Der Goldene Handschuh“ wählte. So weit über die Schmerzgrenze geht Fikkefuchs allerdings nicht. Die Männer machen in diesem Film eine durchweg jämmerliche Figur, Frauen hingegen werden kaum beleuchtet. Dramaturgisch unglücklich war vielleicht der relativ eilige Abschluss, insgesamt fand ich den Film aber gelungen und in der deutschen Filmlandschaft ohnehin willkommene Abwechslung.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Huch… Das ist jetzt aber peinlich. Selbst als ich den Handschuh gesehen hatte, war ich irgendwie innerlich überzeugt, das wäre Rogowski. Danke für den Hinweis.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Die perfekte, amüsante, leichte Sonntagnachmittagsunterhaltung mit einem gut aufgelegten Schauspielerensemble.
Sicherlich eine etwas konstruierte "Spielidee", wenn ich weiß, dass auf meinem Handy demnächst einige kompromittierende Nachrichten eintreffen könnten.
Seltsam wie so oft: Die Rezension im Tagesspiegel las sich eher als Verriss, die Rezension im "Ticket" (der Beilage des Tagesspiegels zum Thema Kultur) eher positiv.