Les demoiselles de Rochefort (Die Mädchen von Rochefort) Gut, hat man den auch mal gesehen. Muss man als Tzineast ja. Ein französisches Musical also, was es nicht alles gibt. Machen wir die Rechnung auf. Plus: sehr gut choreographierte Tanzszenen nebst interessanter Regie, schöne bunte Farben. Neutral: Songs, die zwischen gut und nervtötend-jazzig hin und her schwanken. Minus: die allgemeine Französischheit in diesem Film. Auch in einem Musical kann man offensichtlich irgendwelchen Kram über die Liebe faseln, der irre tiefgründig sein soll. Insgesamt also Mitte, aber es gibt einen Sonderpunkt, weil ein Typ ein oranges Hemd zu einer roten Krawatte sportet. Respekt. (7/10)
Gerade übrigens in der Arte-Mediathek, falls jemand Bock hat.
Minari - Wo wir Wurzeln schlagen (USA 2020, R: Lee Isaac Chung, D: Steven Yeun, Yeri Han, Alan Kim, Noel Cho, Yuh-jung Youn) USA in den 80ern: Jacob (Steven Yeun, bekannt als Glenn aus "The Walking Dead") will nicht sein ganzes Leben lang Küken auf den Arsch starren und sie nach Geschlecht sortieren und zieht mit seiner Frau und seinen Kindern in einen Trailer im Nichts von Arkansas. Zwar arbeiten die beiden Erwachsenen weiter als Kükensortierer, gleichzeitig erfüllt sich Jacob aber auch den Traum vom Landwirt - sehr zum Unbill seiner Frau Monica. Als Babysitterin zieht die schrullige Großmutter aus Südkorea in die Einöde - und ihr gelingt es, besonders ihren herzkranken Enkel David ein wenig aus der Reserve zu locken. In unspektakulären Bildern erzählt Regisseur Lee Isaac Chung von einer koreanischen Familie in der Fremde auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Das Familiendrama lebt besonders von einigen tollen Nebendarstellern, die den Film auf jeden Fall aufwerten. 7/10
Milagro - Der Krieg im Bohnenfeld (USA 1988, R: Robert Redford, D: Ruben Blades, Richard Bradford, Sonia Braga, Julie Carmen, James Gammon, Melanie Griffith, John Heard, Carlos Riquelme, Daniel Stern, Christopher Walken) Im fiktiven, spanischsprachigen Wüstendorf Milagro in New Mexico, unweit der mexikanischen Grenze, soll ein gewaltiges Erholungszentrum errichtet werden. Dafür wurde der örtliche Bach umgeleitet, sodass die Felder des Bauern Joe kein Wasser mehr erhalten. Arbeit beim Bauprojekt erhält Joe auch nicht. In einer Kurzschlussreaktion tritt er gegen ein Ventil, zerstört es unfreiwillig - und der Bach bewässert wieder sein Bohnenfeld. Im Dorf führt das zu zwei Fraktionen: die, die Joe unterstützt, und die, die den Investor unterstützt. Weil der Bach Eigentum des Staates ist, kommt auch noch ein skrupelloser US-Marshall (Christopher Walken) nach Milagro. Was als wundervoll schrullige Geschichte beginnt, endet leider in einem typischen 80er-Jahre-Shootout. Das ist echt schade, denn Robert Redford macht in dieser Literaturverfilmung vieles richtig. 6/10
Der unsichtbare Aufstand (F/I/D 1972, R: Costa-Gavras, D: Yves Montand, Renato Salvatori, O.E. Hasse, Harald Wolff, Jacques Weber, Jean-Luc Bideau, Maurice Teynac, Jerry Brouer) Der US-Berater Philip Michael Santore (Montand) wird von der Tupamaro-Guerilla in Uruguay entführt, als Geisel genommen und ermordet. Nein, das ist kein Spoiler, sondern der Beginn des Films. In geschickten Rückschauen erzählt Costa-Gavras zum einen, wie die Geiselnahme vonstatten ging, aber auch, welche Beweggründe die Terroristen hatten - und zeigt, dass die, gegen die sie kämpfen, nämlich die uruguayische Regierung, auch nicht besser sind, als sie selbst. Ich versuche mir vorzustellen, wie fortschrittlich dieser Film vor 50 Jahren gewesen sein muss, denn selbst heute, wo man seit "Memento" oder "Tenet" cineastisch in allen Zeitebenen denkt, ist die Erzählweise packend. Besonders O.E. Hasse als Reporter sticht für mich als Schauspieler heraus. Toller Film! 8/10
Feuerwerk am helllichten Tage (CN 2014, R: Yi'nan Diao, D: Liao Fan, Gwei Lun-Mei, Wang Xuebing) Wie ein Film so toll beginnen kann, und bei dem man sich nach etwa 45 Minuten oder so wünscht, er sei vorbei, muss man auch erst einmal schaffen. Und warum dieses Krimidrama 28 Preise gewonnen hat, darunter auch den Goldenen Bären für Yi'nan Diao, will sich mir auch nicht erschließen. Dabei macht der Regisseur ja tatsächlich zu Beginn vieles richtig: Die Lichtstimmung erinnert an die Werke Wong Kar-Wais. Die Handlung gibt viel her: Auf einem Fließband wird ein abgetrennter Unterarm entdeckt. Er gehört offenbar zu einem weiteren Mord, die Polizei entdeckt Körperteile in zehn Fabriken. Bei einer Festnahme von zwei Verdächtigen kommt es zu einen Angriff auf den Polizisten Zhang, bei dem drei Kollegen sterben. Zhang kommt über die Situation nicht hinweg und verfällt dem Suff. Ein paar Jahre später kommt es erneut zu Morden, die frappierend an den Mord von damals erinnern. Zhang, der mittlerweile für einen Sicherheitsdienst arbeitet, schließt sich seinem Ex-Partner an und ermittelt. Besonders Wu, die Witwe des damaligen Opfers, hat es ihm angetan. Klingt gut? Stimmt. Aber Yi'nan Diao vergisst irgendwann, wie echtes Pacing geht. Nach 70 Minuten dachte ich, der Film sei aus - dann ging er aber noch 35 Minuten weiter. Aber er war mir recht egal. Wegen der guten ersten halben Stunde gibt es deshalb noch eine 4/10.
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Dumbulance Der wahrscheinlich dümmste Film der Weltgeschichte. Michael „Ich habe 124 Drohnen gekauft und ich werde sie alle einsetzen“ Bay dreht vollkommen frei. So muss sich ADHS anfühlen. Es gibt geschätzte fünf Sekunden festinstallierte Kamera, der Rest ist eine optische Achterbahnfahrt. Warum dem Krankenwagen einfach mit der Drohne folgen, wenn diese auch gleichzeitig an ein paar Häuserfassaden rauf- und runterfliegen und sich gleichzeitig überschlagen könnte? Die „Handlung“ tötet deine Gehirnzellen langsam, aber sicher. Größtes Manko: Obwohl alle paar Minuten Dinge explodieren, kollidieren oder sich überschlagen, ist der Film einfach sehr langweilig. Aber etwas positives hab ich dem ganzen Schmu trotzdem abgewinnen können: Ich glaube, hier kam kein CGI zum Einsatz, das sieht alles sehr echt aus. Ohne das ganze Kamerageschnacksel also ein Actionfilm der alten Schule. (3/10)
The Batman Ich bin selbst überrascht, aber der hat mir gut gefallen. Die Atmosphäre ist düster, es regnet permanent, Gotham sieht schön siffig aus. Die Besetzung mag ich auch, und die drei Stunden vergehen recht flott. Auch, wenn der Ton viel dunkler ist, befindet sich Matt Reeves Batman-Version viel näher an der von Tim Burton als an der von Christopher Nolan. Gibt halt auch keine albern verstellte Stimme, so einfach kann das sein. (8/10)
marion cotillard spielt eine polin, die in den 1920er jahren versucht, zusammen mit ihrer tb-kranken schwester in die usa einzuwandern. die schwester wird in quarantäne gesteckt und auch ihr droht die abschiebung, vor der sie aber der schmierige chef einer cabarettruppe - gespielt von joaquin poenix - rettet. aber das hat seinen preis und davor will sie wiederum dessen verfeindeter cousin (jeremy renner) bewahren ... es gibt jede menge elend und drama, manchmal vielleicht ein bisschen zu viel davon und die story ist auch nicht unbedingt die originellste, aber großartig inszeniert, gefilmt und gespielt. solides sozialrealismus-kino - nicht mehr und nicht weniger.
coriolanus (ralph fiennes, 2011)
fiennes hat sich als regie-debut gleich mal die verfilmung eines shakespeare-dramas vorgenommen und es auch gleich noch in die jetztzeit verfrachtet. er spielt dabei auch die hauptrolle und wie er das tut, ist sensationell und vanessa redgrave als seine mutter beeindruckt nicht weniger, sowie brian cox, jessica chastain und ... ja, auch gerard butler. der plot über den titelgebenden römischen feldherren, der sich im kampf für seine stadt komplett aufopfert, aber seine bevölkerung eigentlich verachtet, wurde ideenreich, oft brillant, manchmal aber auch etwas holprig modernisiert, weil sich vieles römisch-shakespearsche einfach kaum überzeugend ins hier und jetzt umsetzen lässt, aber hey, über wie viele plot-holes können wir nicht in anderen filmen hinwegschauen? für mich in einer liga mit richard loncraines "richard III"
barb and star go to vista del mar (josh greenbaum, 2021)
... und ich habe mich auf eine leichtgewichtige, quietschbunte und dummdreiste komödie von und mit kristen wiig gefreut. ja, diese attribute stimmen schon alle, aber dumm ist halt leider nicht gleich lustig und auch eine quatschige komödie sollte eine halbwegs kohärente story haben, aber nee, wir werfen einfach alles mögliche an (manchmal sogar guten) ideen in einen topf, rühren um und schauen mal was dabei rauskommt. leider nicht viel, außer jede menge verschwendeter zeit.
Dämonen und Wunder - Dheepan (F 2015, R: Jacques Audiard, D: Jesuthasan Antonythasan, Kalieaswari Srinivasan, Claudine Vinasithamby, Vincent Rottiers) Dheepan hat im Bürgerkrieg in Sri Lanka für die Tamil Tigers gekämpft. Weil er nun in seinem Land verfolgt wird, flieht er mit Yalini (einer fremden Frau) und Illayaal (einem beiden fremden Mädchen) nach Frankreich. Dort nimmt Dheepan in einem Pariser Banlieue eine Hausmeisterstelle an, nicht ahnend, dass in einem Häuserblock Drogendealer das Sagen haben. Yalini wiederum betreut den behinderten Onkel eines frisch aus dem Gefängnis entlassenen Dealers. Am Ende stecken Dheepan und Yalini mitten in den Auseinandersetzung von Drogenbanden. Für User dieses Forums ist Dämonen und Wunder vor allen Dingen wegen Nicolas Jaar, der für die Musik verantwortlich war, lohnenswert. In Cannes erhielt der Film 2015 die Goldene Palme. Und die hat er auch verdient. Audiard zeigt Probleme von Flüchtlingen auf - es geht um Integration durch Sprache und soziale Stellung. Wenn man es dem Film positiv auslegen möchte, könnte man auch sagen, dass man sein Gegenüber nicht unterschätzen darf. 7/10
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Utøya 22. Juli (N 2018, R: Erik Poppe, D: Andrea Berntzen, Aleksander Holmen, Solveig Koløen Birkeland) 560 Jugendliche befanden sich am 22. Juli 2011 in einem Sommercamp auf der Insel Utøya. 69 von ihnen wurden von Attentäter Anders Breivik getötet. Erik Poppe schildert in einer einzigen Kamerafahrt die Angst der jungen Menschen, die ihrem Mörder auf der kleinen Insel (520 Meter lang, 330 Meter breit) quasi schutzlos ausgeliefert sind. Geschickt fokussiert er sich dabei auf die (fiktive) Kaja (großartig gespielt von Andrea Berntzen), die auf der Suche nach ihrer Schwester ist. Die Kamera folgt Kaja auf Schritt und Tritt, wodurch der Film nicht nur einen dokumentarischen Charakter erhält, sondern auch wie eine Mischung aus Found-Footage-Horror und Kriegsfilm wirkt. 72 Minuten dauerte das Massaker auf der Insel. Der Attentäter selbst wird von Poppe nur aus der Ferne gezeigt. Er bekommt keinen Raum. Die Schüsse, die allgegenwärtig sind, aber schon. Ein intensiver Film. Ein schrecklicher Film. 8/10
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
in der tat. mir wird jetzt noch ganz anders, wenn ich an den film denke.
bei mir heute:
in fabric (peter strickland, 2018)
strickland ist ein giallo-wiedergänger und ästhet vor dem herrn. die story - ein verwunschenes rotes kleid wechselt seine besitzer und richtet jede menge unheil an - ist fast ein bisschen banane (trotzdem verdammt gut erzählt), aber all die angerissenen themen (beziehungsunfähigkeiten diverser couleur, konsumwahn, mode als ersatzreligion, ...), die referenzen (z.b. eben zum giallo, insbesondere argento), die unglaublich schönen bilder, kamera, musik (von cavern of anti-matter) und dann kommt zu dem ganzen rätselhaft surrealen hokuspokus auch noch ein guter schuss humor. herrlich! das gesamtwerk von strickland wird jetzt zwingend auf die to-do-liste gesetzt.
Alberne Sci-Fi Kung Fu Comedy, die sich sehr aufrichtig mit den Beziehungen zwischen Ehemännern und Ehefrauen, Vätern und Töchtern bzw. Müttern und Töchtern beschäftigt. Um Familie also. Über falsche (?) Entscheidungen und das Leben, das man hätte haben können. Und es gibt einen bösen Bagel, so viel Spoiler muss sein. Perfekt besetzt, voll mit krudem Humor und toll choreografierten Actionszenen. Der Titel verspricht also nicht zu viel. Am meisten beeindruckt hat mich aber, wie der Film absurdesten Humor in höchst emotionale Szenen einbaut, diese aber in keiner Weise untergräbt. Ich sag nur Steine. Film des Jahres bisher, mit Abstand.
aha, das war dann wohl bertoluccis allerletzter tango von paris. der amerikaner in paris ist in dem fall ein junger filmliebhaber (michael pitt), der in den wirren der 68er aufstände in den bannkreis eines schnöselig-intellektuellen zwillingspaars gerät (eva green, louis garrel). die sich darob entspinnende menage à trois ist so bizarr, explizit sexuell, wie zusehends ermüdend. das ist alles schön anzusehen, musikalisch toll untermalt, gut gespielt, immer wieder mit cineastischen referenzen gewürzt, aber man wird nie so richtig schlau daraus, was hier eigentlich erzählt werden soll. schade, da wäre mehr drin gewesen.
on any given sunday (oliver stone, 1999)
football interessiert mich ja nicht die bohne, was oliver stone dazu zu sagen hat schon eher. dementsprechend hab ich natürlich keinen schimmer, inwieweit diese story einem abbild der verhältnisse entspricht, aber es fühlt sich zumindest recht authentisch an. und die ist: die etablierte mannschaft von miami ist auf dem absteigenden ast. der coach (al pacino) ist engagiert aber ideenlos, wird zusehends von der teamchefin, die das business von ihrem vater übernommen hat (cameron diaz) unter druck gesetzt; der star-quarterback (dennis quaid) hat seine besten tage hinter sich und verletzt sich schwer. und dann kommt der emporkömmling (jamie foxx) daher und stellt alles in frage. großes spektakel folgt. alle möglichen problematiken - kommerzialisierung, ausbeutung, rassismus - werden thematisiert und - recht wirklichkeitsgetreu - nicht wirklich aufgelöst. insofern: guter film; so richtig überzeugt hat er mich aber nicht ganz.
hatari! (howard hawks, 1962)
was für ein spaß! man muss natürlich einiges an sexismus, kolonialismus und ausbeutung der afrikanischen fauna hinnehmen ... in diesem fall kann ich das.
Zitat von gnathonemus im Beitrag #4735the dreamers (bernardo bertolucci, 2003)
aha, das war dann wohl bertoluccis allerletzter tango von paris. der amerikaner in paris ist in dem fall ein junger filmliebhaber (michael pitt), der in den wirren der 68er aufstände in den bannkreis eines schnöselig-intellektuellen zwillingspaars gerät (eva green, louis garrel). die sich darob entspinnende menage à trois ist so bizarr, explizit sexuell, wie zusehends ermüdend. das ist alles schön anzusehen, musikalisch toll untermalt, gut gespielt, immer wieder mit cineastischen referenzen gewürzt, aber man wird nie so richtig schlau daraus, was hier eigentlich erzählt werden soll. schade, da wäre mehr drin gewesen.
ich möchte noch anfügen, dass dies der film war, ab dem ich 68er-sex-befreiungs-jedermitjedem-kunstfilm-geprägter endgültig die schnauze voll von altsackigen regisseuren hatte, die ihre verklemmten spießerphantasien in irgendeine pseudopolitisch/philosophische wichtiguersülze gießen, nur um nackige mädchenmöpse über die leinwand hüpfen lassen zu können. nix gegen eva green, aber sie hatte schon sehr viel bessere gründe, sich vor der kamera auszuziehen (und sie hätte noch mehr gehabt, es nicht zu tun).
den sah ich das erste mal mit ca 19, im bewusstsein, einem meisterwerk der filmkunst beizuwohnen (und natürlich nackige frauen zu sehen, wir hatten ja sonst nix). etliche jahre später sah ich ihn noch mal, und empfand sehr vieles daran plötzlich als speckig und widerlich. und dann las ich kurze zeit darauf einen bericht darüber, wie bertolucci und brando maria schneider bei den dreharbeiten behandelt hatten, und kotzte im strahl.
An dem Film ist sicherlich vieles genial, das würde ich gar nicht bestreiten wollen. Aber spätestens die Vergewaltigungsszene hat mir den Rest gegeben, die in der folgenden Szene schon so behandelt wird, als wär nichts gewesen. Die Hintergründe bei den Dreharbeiten habe ich erst viel später erfahren. Für alle, die denken, dass man heute ja gar nichts mehr dürfe, weil man sonst gecancelt würde, ist das vielleicht eine passende Erinnerung, womit man früher ohne Image-Schaden (eher im Gegenteil) davonkommen konnte. Kann man sich ja selbst fragen, was jetzt besser ist.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Als Teenager fand ich den verboten bis verboten heiß und hab' mich um den Rest wenig geschert. Das wird schon alles schlau sein. Mittlerweile finde ich nicht nur Dreamers ganz fürchterlich.