Ich muß meine Vorbehalte gegenüber Daniel Brühl aufgeben, denn hier liefert er eine großartige Leistung ab, ebenso wie Emma Watson. Authentischer und düsterer Thriller um die berüchtigte deutsche Sekte in Chile mit dem Päderasten Paul Schäfer als Oberhaupt, der dem Pinochet - Regime sein Gelände als Foltercamp zur Verfügung stellte und dafür Narrenfreiheit genoß. Sehr beklemmend und extrem spannend bis zum Schluß, auch die Verstrickung der deutschen Botschaft in Chile in die kriminellen Machenschaften der Colonia wird kritisch beleuchtet.
9/10
Escape From Tomorrow
Low - Budget - Undergroundfilm, der ohne Genehmigung in einer Guerilla - Aktion in Disneyworld gedreht wurde. Das ist auch schon das Spektakuläre daran. Um was es in dem Film geht, kapiert kein Schwein. Aber zumindest ist er dermaßen interessant, daß ich die DVD behalte, obwohl ich ihn eher kurios als gut finde. Ach ja: eine Familie im Vergnügungspark, der Vater wird von Halluzinationen heimgesucht, verfolgt zwei französische Teeniemädchen und vögelt dann irgendeine Hexe, die früher Disneyprinzessin war. Am Schluß haßt ihn sein Sohn. Und alles wird von Siemens gesteuert und manipuliert, außer dem Grippevirus, der Besucher dezimiert. Oder so.
6/10
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
Trumbo Dieses Thema finde ich immer wieder gut, es ist auch immer noch aktuell. Die Zeiten mögen sich geändert haben, die Mechanismen auch, aber die grundlegende Denkweise ist immer noch vorhanden. Im direkten Vergleich würde ich "Guilty By Suspicion" vorziehen, aber der hier ist auch gut. Sehr gute Besetzung (Louis C.K. im Cast irritierte mich anfangs, aber dann hatte ich mich an ihn gewöhnt) und Jay Roach zeigt, dass er auch andere Stoffe als Komödien inszenieren kann. Mir war nicht bewusst, wie viele Filme ich gesehen habe, zu denen Trumbo das Drehbuch geschrieben hat. 8/10
Immerhin ist einer der beklemmendsten Filme, die ich je gesehen habe, von ihm: "Johnny zieht in den Krieg". Nach Anschauen desselben war mein Tag gelaufen.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
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Logan Der von mir immer mehr geschätzte Dietmar Dath wird in den Kommentaren zu seiner Rezension des Films hart angegangen; ich pflichte ihm allerdings bei. Großartiger Film! Großartiger Abgang! Großartige Schauspieler!
Watchmen Tcha, Watchmen. Den wollte ich schon seit Jahren sehen. Dass ich gestern schon vor der Hälfte eingeschlafen bin, sagt dann allerdings schon alles. Der Comic ist sicher fantastisch, der Film ist mir zu kleinteilig, verklausuliert, insgesamt langweilig. Vom Personal beeindruckt nur Rorschach und der große Plan von Ozymandias, der eindeutig funktioniert und obendrein ziemlich cool ist, braucht viel zu lange, um aufgedeckt zu werden. Vielleicht wäre eine kürzere Laufzeit die Lösung gewesen. Oder es einfach lassen. (Warum zur Hölle kann die elende Silk Spectre II nicht ein einizges Mal den Kopf bewegen, ohne dabei die Haare rumzuwerfen??)
Zitat von King Bronkowitz im Beitrag #1474Immerhin ist einer der beklemmendsten Filme, die ich je gesehen habe, von ihm: "Johnny zieht in den Krieg". Nach Anschauen desselben war mein Tag gelaufen.
ich hab mit 18 das buch gelesen, und wollte danach den film nicht mehr sehen. (allerdings hab ich das buch meinem kleinen bruder zu lesen gegeben. er hat danach mehrere wochen nicht mehr durchgeschlafen. )
Wirklich ein ganz besonderer Film. Das fängt schon mit den außergewöhnlichen Charakteren an, die so vollkommen anders sind und gerade deshalb völlig ohne die üblichen Klischees auskommen. Insgesamt ist das schon ein Arthouse-Film mit langen Einstellungen, pausenlastigen Dialogen, viel Mimenspiel und einer Kamera, die ich so noch nicht gesehen habe (Scharf/Unscharf-Fokussierung - die Schwimmszene ist herausragend gefilmt). Achja, Trevonte Rhodes sieht 1:1 wie 50 Cent aus, ich war teilweise verwirrt (wobei Fiffy niemals diese Rolle gespielt hätte!). Schon ein Film, den man gesehen haben muss.
Ich hab ziemlich viele Filme des Oscar-Jahrgangs jetzt gesehen. Mein Ranking wäre momentan:
1. Manchester By The Sea 2. Moonlight 3. La La Land 4. Arrival 5. Hidden Figures
Wenn das Beste an einem Tarantinofilm die Landschaftsaufnahmen und der Soundtrack sind, sagt das schon viel aus. Langatmig, langweilig, Dialoge, die mittlerweile nur noch ein Klischee bedienen und als einzige Auflockerung Gewaltszenen, je brutaler, desto besser. Vielleicht erwischte der mich auf dem falschen Fuß, aber anders als bei "Django Unchained" hatte ich wenig Spaß an diesem Film.
5/10
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
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ungelogen zum ersten mal gesehen. natürlich totaler schwachsinn, über eventuell enthaltene logik möchte man überhaupt nicht nachdenken, aber soooo ein schönes märchen. und könnte sich bitte drew barrymore in eine zeitmaschine nach 1982 setzen? ich würde sie nämlich dringend adoptieren wollen.
Hab den auch vor fünfzehn Jahren zum ersten Mal gesehen und war erstaunlich gerührt. Irgendwie weiß Spielberg ziemlich genau, welche Tasten man drücken muß. Eigentlich ist das relativ beängstigend.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
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komisch. für mich war e.t. eine art sehnsuchtsfilm, weil ich ihn als kind nie sehen konnte, während überall davon gesprochen wurde. als ich den film dann vor ca. 20 jahren gesehen hatte, liess er mich absolut kalt.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.