Zitat von CobraBora im Beitrag #116Ich würde gerne Merkel unterstützen, kann sie in Bayern aber nicht wählen.
Ich könnte sie wählen, aber so weit geht die Liebe dann doch nicht. Hallo wir reden hier von Merkel, einmal hat sie etwas richtig gemacht. Ansonsten ist sie eine langweilige Verwalterin des Status Quo ohne irgendeine Vision der Zukunft.
Allerdings steht die Konkurrenz auch nicht gut da. Und es wäre gut, Merkel demonstrativ für ihre Flüchtlingspolitik zu unterstüzten.
zu ihrer flüchtlingspolitik gehört aber die noch weitergehende aushöhlung des asylrechts, die aussetzung des familiennachzugs und das äusserst fragwürdige konstrukt der "sicheren herkunftsländer". angela merkel hat in meinen augen nichts von dem getan, wofür sie gehasst oder gelobt wird.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Mittlerweile verdient ihre Flüchtlingspolitik keine Unterstützung mehr. Letztlich hat sie hier quasi dicht gemacht und das Problem in Richtung Türkei geschoben.
Dann hat sie sich aber richtig verzockt: Die Konservativen verprellt und die neuen Fans haben ihr offenbar größtenteils wieder den Rücken gekehrt. Wundert mich dann andererseits, dass die CDU in den Umfragen noch so stabil steht.
Zitat von Der Lokus im Beitrag #119Der LFB könnte natürlich auch bis 35 Tage vor dem Wahltermin noch schnell den Wohnsitz nach Bayern verlegen. Wenn er das nicht schafft reichen auch 21, dann muss er aber selbst noch einen Antrag zur Aufnahme in das Wählerverzeichnis am neuen Ort stellen.
Ich wäre ja schon froh, wenn ich ganz sicher sein könnte, im September wieder hierzulande zu weilen.
Zitat von zickzack im Beitrag #123Mittlerweile verdient ihre Flüchtlingspolitik keine Unterstützung mehr. Letztlich hat sie hier quasi dicht gemacht und das Problem in Richtung Türkei geschoben.
Das Verdienst der Aufnahme von einer Million Menschen in Not im vergangenen Jahr gebührt ihr aber weiter. Wenn Du einen Obdachlosen bei Dir daheim aufnimmst, erwarte ich auch nicht, dass Du das jedes Jahr machst. :-) Man darf natürlich trotzdem gegen Merkel sein. Manche tun nur so, als sei die Reduzierung der Flüchtlingszahlen eine Revision der Entscheidung vom letten Jahr.
Dann wage ich dem Threadtitel folgend meine Wahlprognose: Dass es für Rot-Rot-Grün reicht, ist ausgeschlossen, und ob es für Schwarz-Rot reicht ungewiss. Über Schwarz-Gelb will ich gar nicht spekulieren, die FDP kann von Glück sagen, wenn sie wieder in den Bundestag einzieht. Es wird also entweder eine neue Runde GroKo mit einer Kanzlerin Merkel, oder - und das vermuten momentan wahrscheinlich die wenigsten - Schwarz-Rot-Grün auf Bundesebene, und dann muss die Kanzlerschaft noch mal ausgewürfelt werden. So oder so, die AfD wird in 4 Jahren bundesweit bei 20% stehen. Weil die Rechtspopulisten die einzige Alternative sind, in einer Welt, die keine Alternative kennt.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
Ich sehe es aktuell so, dass vor allem die CDU/CSU und die SPD bei der kommenden Wahl merkliche Verluste hinnehmen müssen. Die CDU/CSU wird bei 34-38 %, die SPD bei 20-21 % landen. Die GroKo könnte somit also trotz Verlusten weiter fortgesetzt werden!
Viele Wähler werden von der CDU/CSU bzw. der SPD weggehen und auch hin zur AFD. Diese sehe ich bei 11-14 %.
Weiterer Nutznießer der Verluste bei der GroKo wird 2017 die FDP sein. Als neu entdeckte gemäßigte Alternative kommt sie auf etwa 6-7 %.
Die Linke ( 9-11 %) und auch die Grünen (9-10 %)werden sich eher stabil halten.
Eine aktuelle FORSA-Umfrage (vom 18.01.17) ergibt übrgens folgende Werte: 38 % CDU/CSU 21 % SPD 11 % AFD 9 % Linke 9 % Grüne 6 % FDP Die aktuelle GroKo käme somit auf 59 %. Schwarz-Grün auf 47 %. Rot-Rot-Grün auf 39 %. Interessant wäre also ggf. auch Schwarz-Grün-Gelb („Jamaika“) mit 53 % …
"Good taste is the worst vice ever invented" (Edith Sitwell)
Zitat von faxefaxe im Beitrag #129Du gibst Prognosen für die Wahl in vier Jahren ab? Das ist dann doch Glaskugel.
Ich stelle einen Zusammenhang her zwischen Ursache und Wirkung. Und der Ausgang der nächsten Wahl wird sicherlich nicht ohne Signalwirkung für die übernächste bleiben.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
Eine aktuelle FORSA-Umfrage (vom 18.01.17) ergibt übrgens folgende Werte:
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Das sind doch diese tollen Umfragen, bei denen im Kleingedruckten immer steht "Befragt wurden 1001 Personen". Ich trau' keiner Umfrage mehr, dafür hab' ich selber zu lange in dem Sektor gearbeitet. Augenwischerei, bei der nur Geld verbrannt wird. Weil es letzlich immer die selben Leute sind, die an solchen Umfragen teilnehmen. Das sind dann aber nicht unbedingt die, die am Wahlsonntag AfD oder Die Linke wählen. Abgesehen von denen, die sich nicht trauen, so was in einem Gespräch - und sei es noch so anonym - mit einem Unbekannten einfach zuzugeben, so was ist ja grade bei uns immer noch Tabuthema. Dann kommen die hinzu, die das eh nicht ernstnehmen und dem Interviewer einen Mist in den Stift diktieren. Wenn ich also davon ausgehe, dass eine Abweichung von 10 - 15 % bei solchen Umfragen völlig normal ist, stehen die Schwarzen und die Gar-Nicht-Mal-So-Roten auf sandigem Boden; die FDP sowieso.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.
Zitat von LFB im Beitrag #133Wurden nicht schon in den 90ern die (deutschen) Republikaner kleingerechnet, damit sie es nicht in den Bundestag schaffen? Oder sind das Fake-News?
Mir ist nichts dergleichen bekannt.
Heute ist es ja so, dass die AFD von den meisten Meinungsforschern bewusst höher angesetzt wird als es die Umfragen hergeben, um eben dem genannten Phänomen Rechnung zu tragen, dass viele Leute bei den Umfragen ihre so geartete Präferenz nicht zugeben wollen. Da werden dann meist 2-3 Prozent draufgelegt, als Lernvorgang aus den vorangegangenen Wahlen.
Zitat von zickzack im Beitrag #123Mittlerweile verdient ihre Flüchtlingspolitik keine Unterstützung mehr. Letztlich hat sie hier quasi dicht gemacht ...
Gut so. Staaten haben nicht nur das Recht, sondern die Pflicht ihre Bevölkerung vor Anschlägen zu schützen. Diese Pflicht begründet zugleich ein Recht, hinreichend verdächtige und hinreichend gefährliche Immigranten polizeilichen Maßnahmen der Prävention zu unterwerfen oder ihnen, sofern sie im Ausland sind, den Zutritt zu verwehren. Die Annahme, unter Hunderttausenden von Flüchtlingen aus Herkunftsländern des internationalen Terrors befinde sich kein einziger mit der Neigung zu Anschlägen im Inland, war nicht nur naiv, sondern verantwortungslos.