Mich interessieren Nolan-Diskussion eh nicht mehr, also bringt mich das nicht um den Schlaf. Mein Punkt war ja auch der, dass Nolan, der zur Zeit von Batman Begins ja schon im "ganz großen" Kino angekommen ist, für mich kein gutes Beispiel für einen Regisseur war, der sich kreativ für irgendwas einschränken musste, weil seine Dark Knight Trilogie eigentlich nahtlos in seine Filmographie passt, ganz im Gegensatz zu Leuten wie Waititi. Und Matt Reeves, der den neuen Batman macht, war mit den Affen-Filmen auch schon mitten in einem Franchise.
Und es gibt ganz erquickliche van-Damme-Filme, das ist ja wohl klar.
Und ja, ich habe als kleiner Bub zu Forrest Gump ein Tränchen vergossen. Deal with it.
Ich rühre übrigens gerne die Werbetrommel für die HBO-Fortsetzung des Watchmen-Comics. Das ist wirklich das beste, was ihr in dem Bereich sehen könnt. Denn es hat wirklich kein bisschen was mit dem zu tun, was die Kinos verstopft.
aha, so klingt das schon ganz anders und ich kann es besser verstehen.
watchmen setze ich mir mal auf die watchlist. obwohl ich eigentlich keine serien schaue. aber dafür könnte ich mir durchaus vorstellen, eine ausnahme zu machen.
Ich hab' halt durchaus negative Erfahrungen mit Diskussionen zu dem Thema gemacht. Der Mann zieht oft einen schwer erträglichen Menschenschlag an, musste ich feststellen. Klar, dass das nicht für alle gilt. Wer das mag, soll das mögen. Und seine Filme haben mir gezeigt, dass Menschen für ihn keine Menschen sind, sondern meistens nur Werkzeuge.
Das ist nur als Mini-Serie angelegt und nach 7 Folgen auch wieder beendet. Es hilft aber, wenn man weiß, was Watchmen ist und zumindest die Geschichte und den Zweck des Comics kennt. Die Serie ist sehr "zeitgemäß", vorsichtig ausgedrückt.
Die Film-Umsetzung spielt da keine Rolle. Die Serie ist quasi die direkte Fortsetzung des Comics, das reicht mehr als dicke als Vorwissen.
Nor for something very different:
Gestern hab' ich die neue Re:View-Folge bei den Jungs von Red Letter gesehen, in der es um den most MTV film ever ging, einem, der mir aber nichts sagte. Ich kann diesem bizarren Anarcho-Humor ja durchaus was abgewinnen, kann aber auch absolut verstehen, wenn einen das nervt. Da der Film auf YouTube liegt, hab' ich mir die 82 Minuten einfach mal gegeben.
Freaked (1993)
Ehrlich gesagt wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen soll, die Folge zu dem Film ging ja selbst 36 Minuten und sie konnten nicht alles unterbringen. Das ist laut, ekelhaft, aber voll von diesem kruden Non-Humor, den ich halt einfach mag. Alex Winter ist ein Guter.
Schwedisches Weirdo-Drama über Trollmenschen, die Kinderporno-Ringe aufdecken und weiche Knetbabys bekommen, bei Bedarf Penisse wachsen lassen und mit süßen Füchsen befreundet sind. Da drüber liegt dann eine Message yadda yadda. Bei einem Pärchen-Date gesehen. Wir sind uns jetzt alle ein Stück näher gekommen. Ich fand den toll. Gibt's bei Prime.
Jetzt endlich mal gesehen. Fand den auch ziemlich gut. Vor allem ist das eine sehr originelle Fremdsein-Story. Und zu den süßen Füchsen füge ich noch süße Elche hinzu
der ebenso hektisch-intensive Vorgänger zu Uncut Gems ist ähnlich einem frühen Album einer Band weniger elaboriert, weniger facettenreich als der Nachfolger, aber wer weiss, vielleicht greife ich in ein paar Jahren vorerst zu Good Time. Was ich sagen will: ebenfalls klasse.
Good Time war komplett irre und auch der Grund meiner Verzweiflung bzgl. des Nicht-Kino-Releases von Uncut Gems. Da hab' ich mich schon gefragt, warum A24 freiwillig darauf verzichtet, den normal zu vertreiben.
Rocketman Zum Glück weniger bieder als “Bohemian Rhapsody” und mit dem deutlich besseren Drehbuch ausgestattet. Elton John wird für den Zuschauer nachvollziehbar und man blendet seine selbstzerstörerischen Seiten nicht aus. Phasenweise ist das ein ziemlich bitterer Film. Neben dem hervorragenden Taron Egerton gibt es einige sehenswerte Regieeinfälle zu sehen. 8/10
Free State Of Jones Gary Ross liegt mir als Regisseur einfach. “Pleasantville”, “Seabiscuit”, “The Hunger Games”, diese Filme mag ich alle sehr – und “Free State Of Jones” reiht sich nahtlos ein. Die Geschichte, basierend auf einer wahren Begebenheit, ist interessant. Ross nimmt sich viel Zeit, um seine meistens deprimierende Handlung zu erzählen und scheut auch vor einigen krassen Szene nicht zurück. Speziell in den Bürgerkriegsmomenten am Anfang wird es extrem brutal. Das bin ich so von dem Mann, der mit seinen ersten beiden Arbeiten bestes Wohlfühlkino produzierte, nicht gewohnt. Er kann’s aber. 8/10
meine fresse, dexter gordon spielt, als hätte er sein leben lang nichts anderes gemacht. nun, die rolle des alternden jazzers ist ihm natürlich auf den leib geschrieben, trotzdem ist es beeindruckend, wie er seinem charakter würde und weisheit verleiht, während dieser gegen seine dämonen kämpft. der film ist streckenweise recht collagenhaft, springt wild in verschiedenen zeitebenen herum, macht auslassungen und doch bleibt der rote faden immer klar. das ist wirklich große regie- und schnittkunst. und dann ist da natürlich die musik - komponiert von herbie hancock (oscar für den score!) und gespielt von einem who is who der jazz-szene (neben gordon und hancock wayne shorter, bobby hutcherson, ron carter, freddie hubbard, john mclaughlin, ...) und das wichtigste: live am set aufgenommen. ein genuss!
Heute war endlich mal nichts im Fernsehen, so dass ich Zeit hatte, die DVD anzuschauen und diese Bildungslücke zu schließen. Na ja, ich erkenne schon die Qualität der Inszenierung, aber man sollte wohl (anders als ich) eine Martial-Arts-Affinität oder ein Interesse für das Rachefeldzug-Genre haben, um den Film wirklich schätzen zu können. Das traurige ist (ähnlich wie bei den geschwärzten Flugtickets in "Goodfellas"), dass mich vor allem die Frage beschäftigt, warum, wenn sich The Bride vorstellt, der Name überpiept ist.
Fast Five Ich kann nicht glauben, dass ich mir aus Langeweile schon wieder Teile aus dieser Reihe ansehe, aber was soll’s. Wenn die tumben Charaktere und die schwachen Dialoge nicht wäre, könnte man hieran viel mehr Spaß haben. Denn da nimmt sich der Film, der ansonsten komplett losgelassen hat, immer noch viel zu ernst. Dennoch: Die Action-Sequenz kurz vor Schluss mit dem Tresor ist echt geil. Sowas habe ich noch nie gesehen. Überhaupt gefällt mir, dass es sehr wenig (sichtbaren) CGI-Kram gibt. Wirkt alles sehr echt. 6/10
Furious 6 Die Tresor-Szene war natürlich nicht mehr zu toppen, aber auch hier fliegen genug Autos durch die Gegend und Dinge werden zerstört. Die Dramaturgie ist aber Schrott, vor allem das Schlussdrittel verleitet zum Gähnen. Außerdem wird sich in diesem Film deutlich zu viel geprügelt. Ich will Auto-Action sehen, kein Martial Arts. Und am Schluss wird auch noch gebetet. 5/10
Heute war endlich mal nichts im Fernsehen, so dass ich Zeit hatte, die DVD anzuschauen und diese Bildungslücke zu schließen. Na ja, ich erkenne schon die Qualität der Inszenierung, aber man sollte wohl (anders als ich) eine Martial-Arts-Affinität oder ein Interesse für das Rachefeldzug-Genre haben, um den Film wirklich schätzen zu können. Das traurige ist (ähnlich wie bei den geschwärzten Flugtickets in "Goodfellas"), dass mich vor allem die Frage beschäftigt, warum, wenn sich The Bride vorstellt, der Name überpiept ist.
Im zweiten Teil wird der Name ja "enthüllt". Ich kann mich nicht mehr erinnern wie er lautete, aber es war ein Allerweltsname der rein gar nichts bedeutet. Da kommt man sich schon ein bisschen veräppelt vor. Trotzdem finde ich "Kill Bill" den mit Abstand besten Tarantino-Film.