top gun (tony scott, 1986) auch über die aussagen dieses films schweigt man lieber, aber im gegensatz zu "hunger games" will der halt auch nicht viel, außer action und ein bisschen romantik-kitsch. und die flugszenen - mein lieber schwan - sehen immer noch atemberaubend aus (im kino natürlich noch 100mal besser). solide 6/10
Ich glaube, ich bin der Einzige meiner Generation in meiner Zunft, der den Film noch nie gesehen hat und bei den obligatorischen Filmzitaten immer doof aus der Wäsche geguckt hat.
ich hätte den auch nie gesehen, wenn mich damals eine nicht unattraktive mitschülerin spontan zum kinobesuch animiert hätte. das hat aber meinen zitatenschatz nicht bereichert - ich habe innerhalb kürzester zeit alles wieder vergessen, außer ein paar schönen gehirnstandbildern von kelly mcgillis.
Gibt es gerade bei Amazon Prime, warum ich ihn jetzt endlich mal angeschaut habe. Tatsächlich musste ich in zwei Etappen anschauen. Die ersten anderthalb Stunden finde ich erstaunlich langweilig, da haben es die Produzenten und der Regisseur mit der Langsamkeit ein wenig übertrieben. Es gibt zwar ein paar visuelle Gimmicks, die ganz nett anzuschauen sind, aber sonderlich toll finde ich auch diese nicht. Dazu kommt, dass mich der wortkarge Ryan Gosling ziemlich genervt hat. Also habe ich das Ganze abgebrochen und erst am nächsten Abend weitergeschaut.
Was soll ich sagen, entweder wurde nach der ersten Hälfte der Regisseur oder die Drehbuchautoren oder beide ausgetauscht. Spätestens im strahlenverseuchten Las Vegas nimmt der Film dann Fahrt auf und auf einmal reiht sich auch eine memorable Szene an die nächste. Insofern bin ich dann doch versöhnt, weil zumindest der zweite Teil doch recht unterhaltsam ist. Und mit dem Ende bin ich auch zufrieden.
http://www.last.fm/de/user/DerWaechter ehemaliger Influencer * Downtown * Radebrecht * "Die einzige Bevölkerungsgruppe, die man risikolos beleidigen kann, sind die Dummen. Da fühlt sich nie einer angegriffen." (Ronja von Rönne) “The sex and drugs have gone and now it’s just the rock ‘n’ roll” (Shaun Ryder)
Zitat von gnathonemus im Beitrag Betrunkenich werde mir evtl. noch irgendeinen blödsinnigen horrorfilm reinziehen.
und zwar:
terrifier (damien leone, 2016)
blödsinnig, aber geil. pennywise kann einpacken. art the clown ist bei weitem der gemeinste, gnadenloseste und einfallsreichste (was das töten betrifft) aller killerclowns. der rest des personals dient lediglich als schlachtvieh. nachdem man meint, hie und da mal das final girl ausgemacht zu haben, wird sie in der nächsten szene genüsslich massakriert. natürlich sind die opfer mal wieder doof wie brot, aber auch nicht schlimmer als bei der konkurrenz und ansonsten werden doch einige horrorstandards elegant umschifft. der schluss ist dann zwar komplett sinnbefreit, aber was soll's. einen fieseren slasher hab ich schon lang nicht mehr gesehen.
Tenet Zeitreisestoffe funktionieren für mich nur dann, wenn ich emotional involviert werde. Der rein wissenschaftliche Aspekt interessiert mich nicht. Und das ist eins der Probleme von „Tenet“. Man soll mit den Figuren mitfiebern, die irgendwelche komischen Dinge tun, aber sie sind so uninteressant geschrieben, dass dies misslingt. Es hätte bessere Dialoge erfordert, es wird viel geredet und wenig gesagt. Das wirkt sich unmittelbar auf die Handlung aus, die ich nicht verstanden habe. Schon bei „Interstellar“ konnte ich nicht komplett folgen, hier hat mein Gehirn nach 45 Minuten oder so abgewunken. Wer diese Story beim ersten Sehen nachvollziehen kann, hat meinen vollen Respekt. Der Film ist ansonsten aber anschaubar, überwiegend gute Schauspielleistungen und ein sehr guter Score machen einiges wett. (Elizabeth Debicki spielt quasi dieselbe Rolle wie in „The Night Manager“, bemerkenswert. Das nenne ich mal Typecasting.) Hinterlässt mich insgesamt achselzuckend, würde ich mir aber eher noch mal ansehen als Nolans Batman-Kokolores. 6/10
Wollte ich schon lange mal sehen und lief gestern auf arte. Spannender und atmosphärisch dichter Thriller mit einem ziemlich fiesen Twist. Jeff Bridges liefert eine recht beeindruckende Performance ab, während Tim Robbins seinem sinistren Gegenpart gerade durch seine Bieder - und Harmlosigkeit etwas Dämonisches verleiht, ähnlich Damien Thorn im ersten "Omen". Auch die sich steigernde Paranoia im Lauf der Handlung überträgt sich allmählich auf den Zuschauer. So sieht gutgemachte Unterhaltung aus; keine Sekunde langweilig.
8/10
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
Wollte ich schon lange mal sehen und lief gestern auf arte. Spannender und atmosphärisch dichter Thriller mit einem ziemlich fiesen Twist. Jeff Bridges liefert eine recht beeindruckende Performance ab, während Tim Robbins seinem sinistren Gegenpart gerade durch seine Bieder - und Harmlosigkeit etwas Dämonisches verleiht, ähnlich Damien Thorn im ersten "Omen". Auch die sich steigernde Paranoia im Lauf der Handlung überträgt sich allmählich auf den Zuschauer. So sieht gutgemachte Unterhaltung aus; keine Sekunde langweilig.
8/10
schon mal gedanken über die logik gemacht? der gesamte showdown beruht auf zufällen und plotlöchern. da passt am schluss einfach gar nix mehr. das hat den an sich gut gemachten und gespielten film für mich völlig entwertet. leider. ich hätte ihn gerne gemocht.
Da hast du nicht unrecht. Aber ich hab das einfach mal in Kauf genommen. Es gibt schon einige nicht nachvollziehbare Ereignisse. Ein Beispiel: Jeff Bridges - nachdem er sich extrem bemüht hat, verdeckte Nachforschungen anzustellen - liest das Collegejahrbuch seines Kontrahenten seelenruhig in seinem Garten sitzend. Ähm.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
jepp, ein beispiel. wenn sowas hie und da mal in einem film vorkommt, ok. aber in "arlington road" häufen sich die zufälle und logiklöcher dermaßen, dass ich mir am schluss für dumm verkauft vorkam.
Kenn ich aber. Gibt auch Filme, wo mich die Logiklücken direkt anspringen. Dann muss der Film eine Menge anderer Qualitäten haben, um das auszugleichen. Bei Arlington Road erinnere ich mich an nichts, das mich gestört hätte, es ist allerdings auch schon ein paar Tage her.