Zitat von JackOfAllTrades im Beitrag #6299 Underground (YU/F/D/BG/CZ/HU/GB/USA 1995, R: Emir Kusturica, D: Miki Manojlovic, Lazar Ristovski, Mirjana Jokovic, Slavko Stimac, Ernst Stötzner, Srdjan Todorovic) Man sollte besser nichts über Kusturica und seine politische Einstellung der letzten Jahre lesen, während man den Film schaut. Es könnte einen herunterziehen, denn Kusturica hat Putin zu dessen Krieg gegen die Ukraine wohl gratuliert. Auch damals, vor fast 30 Jahren, warfen ihm Filmkritiker vor, "Underground" sei Propaganda für ein vereintes Jugoslawien. (…)
Heutzutage ist Kusturica mehr in Richtung serbischer Nationalismus und orthodoxes Christentum umgeschwenkt. Keine Ahnung, was dem Mann auf den Kopf gefallen sein mag.
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Evil Does Not Exist Ein Unternehmen will in der japanischen Provinz eine Glamping-Anlage errichten, auf Kosten der Natur. Die Einheimischen sind wenig begeistert, die vermittelnden Agenturmitarbeiter sitzen zwischen den Stühlen und haben persönliche Zweifel. Während der Konflikt klar herausgestellt wird, bleibt das Zwischenmenschliche und die Beziehung zur Natur sehr parabelartig angedeutet. Sieht gut aus - vor allem, wie Natur und Mensch miteinander verschwimmen, hört sich sehr gut an - was den meditativen Charakter verstärkt. Das Ende hab ich nicht verstanden bzw. vielleicht hab ich's verstanden, aber dann ist es etwas aufgesetzt.
Alle anderen (D 2009, R: Maren Ade, D: Birgit Minichmayr, Lars Eidinger) Chris und Gitti machen Urlaub auf Sardinien im Haus von Chris' Eltern. Gitti ist laut, unkonventionell, schräg. Chris eher still, zurückhaltend. Ein ungleiches Paar mit vertauschten Rollen. Als die beiden ein anderes Paar treffen, das den gängigen Rollenklischees entspricht, hat das Einfluss auf ihre Beziehung. Wer die Werbebilder von "Alle anderen" sieht, egal ob bei Mubi oder sonstwo, könnte einen schwülen Film à la "Swimming Pool" oder "A Bigger Splash" mit knisternder Erotik erwarten. Doch die Fotos von Minichmayr im Bikini und Eidinger mit nacktem Oberkörper täuschen. Zwar gibt es auch Sex, aber es geht eher um die Frage, was eine Beziehung ausmacht. Die beiden Hauptdarsteller sind großartig, nicht umsonst sollte Maren Ades zweiter Langfilm ("Toni Erdmann" ist der dritte, seitdem kam nichts mehr) den Durchbruch für beide bedeuten. Teilweise tut die zweite Hälfte von "Alle anderen" sogar beim Zuschauen weh. 8/10
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
bin immer noch total aufgelöst. denn abseits der ganzen handlung, über einen fiktiven gerichtsprozess gegen vier richter, die unter dem nazi-regime gedient hatten, unter anklage stehen und letztendlich auch verurteilt wurden, stellt der film v.a. die frage, wie und warum eine ernsthafte entnazifizierung westdeutschlands so nonchalant zu den akten gelegt werden konnte ... und beantwortet sie an sich auch. man fragt sich, was aus unserer gesellschaft geworden wäre, wenn uns der westen nicht als bollwerk gegen den kommunismus gebraucht hätte. dem vergessen wurde tür und tor geöffnet und nur ein paar studenten in den 60ern ist es zu verdanken, dass die kontinuität wenigstens ein bisschen gebrochen wurde. den salat haben wir heute immer noch und es bedarf immer noch einem irrsinnsaufwand, immer wieder gegen die kackscheiße anzukämpfen, die zum größten versagen geführt hat, die die menschheit zu verantworten hat. ok, ich schwoff ab. was für ein film - drei stunden, ohne dass er auch nur eine minute langweilig wird, mit einem wahnsinns-cast (spencer tracy, maximilian schell [oscar als bester hauptdarsteller], richard widmark, burt lancaster, marlene dietrich, judy garland, montgomery clift [der auch das drehbuch mitverfasst hat und dafür einen oscar bekam], captain kirk ... äh ... william shatner). wichtiger denn je!
Der Vollständigkeit halber habe ich mir einen Rewatch vom zweiten Teil gegeben ... die von Sam Raimi erschaffenen Filme haben zweifelsohne ihre Spuren in der Popkultur hinterlassen und mit Ash Williams eine Kultfigur des Horrorgenres hervorgebracht, die weit über das Genre hinaus bekannt ist.
"Evil Dead II" hatte damals schon deutlich mehr Budget bekommen als der Erstling ... trotzdem ist der Film für heutige Sehgewohnheiten in die Jahre gekommen. Ich bevorzuge daher eher das Reboot "Evil Dead" (2013) von Fede Alvarez und das Sequel "Evil Dead Rise" (2023) von Lee Cronin.
Und wer gerne eine ordentliche Portion Humor zum Splatter mag, sollte einen Blick in die Serie "Ash vs Evil Dead" wagen ...
"Groovy!"
Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen. (Blaise Pascal)
Das Urteil von Nürnberg (USA 1961, R: Stanley Kramer, D: Spencer Tracy, Burt Lancaster, Richard Widmark, Marlene Dietrich, Judy Garland, Maximilian Schell, Montgomery Clift) Ich mag Gerichtsfilme, zumindest amerikanische. Egal ob "Zeugin der Anklage", "Die zwölf Geschworenen" oder "Eine Frage der Ehre". Und wenn es sich dann auch noch um ein solches Star-Vehikel handelt, dann erst recht. Aber natürlich spielt auch das Thema eine große Rolle. Haben vier angeklagte Richter, die das Grauen der Nazis mit ihren Unterschriften unterstützt haben, Schuld oder haben sie nur ihre Tätigkeit im Rahmen des herrschenden Gesetzes ausgeübt? Sitzt hier ein ganzes Land auf der Anklagebank? Wie viel von den Gräueltaten der Nazis haben die deutschen Bürger gewusst? Ein Provinzrichter, wunderbar gespielt von Spencer Tracy, soll die Entscheidung treffen. Stanley Kramer gelingt es nicht nur, aus den Schauspielerin Meisterleistungen herauszukitzeln, allen voran Maximilian Schell als Verteidiger oder die schwierigen Judy Garland, die sieben Jahre keine Rolle mehr übernommen hatte, und der schwer alkoholsüchtige Montgomery Clift, der sich angeblich seinen Text nicht merken konnte. Er schuf auch einen Film, der nach 60 Jahren immer noch packend ist und dessen Bilder aus Konzentrationslagern immer noch schockieren, egal wie oft man so etwas sieht (zuletzt ja erst in "The Zone of Interest"). Der Film zeigt aber auch, wie die Deutschen zur zwei Jahre nach dem Krieg an kollektiver Amnesie leiden. "Mit den Nazis hatten wir nichts zu tun und von dem, was sie da gemacht haben, wussten wir nichts!" Das sagen die Haushälter, das sagt Witwe Bertholt, deren Mann ein Offizier in Führungsposition war - sogar die Richter geben sich unwissend. Dass Kramer außerdem aufzeigt, dass die US-amerikanischen Gesetze auch nicht alle moralisch einwandfrei sind, muss man ihm hoch anrechnen. "Das Urteil von Nürnberg" ist ein Meisterwerk. 10/10
Die schwarze Narzisse (GB 1947, R: Michael Powell, Emeric Pressburger, D: Deborah Kerr, Sabu, Jean Simmons, David Farrar, Flora Robson) Es gibt ja diese Filme, die ein Vehikel für eine neue Technologie sind. In wie vielen Filmen in den letzten Jahren flogen irgendwelche Dinge durchs Bild, die in 2D keinen Sinn ergeben, weil sie für den 3D-Effekt gemacht wurden? 1947 war es etwas viel Trivialeres: Farbe! "Die schwarze Narzisse" ist eine Werbung für Technicolor. Alles so schön bunt hier! Nur - o je - der Film! Junge Nonnen sollen im Himalaya ein Kloster übernehmen, den Bewohnern der Region eine Schule und ein Krankenhaus bieten. Doch viel mehr haben die Frauen mit sich selbst zu tun. Sie müssen der Maskulinität des Lebemanns Mr. Dean in seinen kurzen Hosen und mit viel Brusthaar widerstehen. Sie müssen die Wünsche eines jungen Generals erfüllen. Und die wilde Kanchi zähmen (Jean Simmons mit Brownfacing). Die Höhenluft, der ewige Wind und verseuchtes Wasser setzen den Nonnen zu. Und der Film mir. Worum bitte schön geht es hier? Warum wurde der gedreht? Er sieht schön aus. Aber das Interesse habe ich schnell verloren. 4/10
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Zitat von gnathonemus im Beitrag #6305...montgomery clift [der auch das drehbuch mitverfasst hat und dafür einen oscar bekam]
Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Abby Mann den Drehbuch-Oscar bekommen. Ich gehe davon aus, dass Clift bei IMDB nur deshalb erwähnt wird, weil er sich seinen Text nicht merken konnte und deshalb darum bat, ihn abzuändern. Clift war wohl in einem sehr desaströsen Zustand und hat immer dann, wenn er am Set war, aber nicht vor der Kamera gestanden hat, gesoffen - und den Wodka in Orangensaftpackungen versteckt.
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Late Night With the Devil (2023) Die Kritiken sind gut, wobei sich langsam auch negative Stimmen einmischen. Letztere verstehe ich nicht, denn bis auf die sehr schlechten Effekte ganz am Ende ist dieser Film ein großer Spaß! Es geht um einen Late-Night-Talkhost, der Mitte der 70er endlich ganz an die Spitze will und hofft, es durch ein Halloween-Special zu schaffen: Paranormales ist das Thema und der Höhepunkt die Vorstellung eines jungen Mädchens, das angeblich von einem Dämon besessen ist. Dann kommt aber (natürlich!) alles anders, als geplant. Found-Footage funktioniert für mich am besten, wenn man es nicht mit übertrieben verwackelten Heimvideos zu tun hat, sondern eben mit Material, das man sich anschauen kann, ohne Kopfschmerzen zu kriegen. (Ein ewiges Manko am eigentlich ziemlich guten Blair Witch Project.) Da es sich hier um das "Mastertape" der Desaster-Folge besagter Late-Night-Show handelt, fällt das Problem schon mal weg. Die Mischung zwischen Show und Behind the Scenes (in den fiktiven Werbepausen) funktioniert prima, die Schauspieler geben alles (besonders Hauptdarsteller David Dastmalchian sei lobend erwähnt und Ingrid Torelli als 13-jährige Lily - das besessene Mädchen - ist der Hit!) und bis auf das Ende gehen auch die Spezialeffekte auf. Besonders witzig die zig Anspielungen auf reale Personen der Paranormal-Szene und diverse Verschwörungstheorien, die hier als wahr angenommen werden. Ich bin sicher, nicht alles erkannt zu haben, was die Filmemacher hier präsentieren. Empfehlung für alle, die langsamen, humorvollen Horror mögen und vor einer Handvoll Ekel nicht zurückschrecken.
You all want the whole world to be changed so you will be different.
Zitat von gnathonemus im Beitrag #6305...montgomery clift [der auch das drehbuch mitverfasst hat und dafür einen oscar bekam]
Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Abby Mann den Drehbuch-Oscar bekommen. Ich gehe davon aus, dass Clift bei IMDB nur deshalb erwähnt wird, weil er sich seinen Text nicht merken konnte und deshalb darum bat, ihn abzuändern. Clift war wohl in einem sehr desaströsen Zustand und hat immer dann, wenn er am Set war, aber nicht vor der Kamera gestanden hat, gesoffen - und den Wodka in Orangensaftpackungen versteckt.
oh, da hab ich wohl etwas oberflächlich hingeschaut. du hast natürlich recht. wie auch immer, selbst in seinem zustand hat clift zwar eine kurze, aber dennoch beeindruckende performance hingelegt. ein ganz großer!
Das stimmt. Ich habe mir seine Geschichte mal angeschaut. Überlebt einen Autounfall knapp, das Gesicht (wie später bei Mark Hamill) verändert sich. Clift hatte wohl chronische Schmerzen, die er mit Alkohol und Drogen bekämpfte. Als er nach zweimonatiger Pause wieder am Set von "Das Land des Regenbaums" war, hatte man wohl Codewörter, um klar zu machen, wie schlimm sein Alkoholpegel am Tag war. Dass er mit 45 Jahren an einem Herzinfarkt starb, wundert da nicht.
Die letzten Sechs in der Playlist: Honeyglaze - Real Deal || Laura Marling - Patterns In Repeat || Nieve Ella - Watch It Ache and Bleed || Dawn Richard & Spencer Zahn - Quiet In a World Full of Noise || Flip Top Head - Up Like a Weather Balloon || Haley Heyndericks - Seed of a Seed
Mark Hamills Gesicht hat sich verändert? Das erklärt einiges.
Oldboy Hin und wieder schaue ich mir gezielt einen Film an, der mir beim ersten Mal nicht gefallen hat. "Oldboy" hat mich damals komplett befremdet. Über die Jahre habe ich es mit drei weiteren Werken von Chan-Wook Park versucht, jedes Mal ein ähnliches Erlebnis in unterschiedlichen Abstufungen von "kann ich nichts mit anfangen". Nun also "Oldboy", Versuch zwei: Es hat sich nichts geändert. Diesen Auflösungsschlussteil finde ich weiterhin furchtbar, und nicht auf eine gute Weise. Der Rest ging diese Mal etwas besser, er hat seine Momente. Aber unterm Strich bin ich einfach der falsche Ansprechpartner für diese Art von Kino und mit zunehmendem Alter nerven mich auch alle Regisseure, die mit optischen Stilistiken rumspielen müssen. (Interessante Randfestellung: Die damals von mir als problematisch empfundene Gewaltdarstellung ist aus heutiger Sicht recht harmlos. Das hat noch derartige Sphären erreicht, siehe aktuell auch "Fallout", dass ich die Gewalt hier achselzuckend durchwinke.) Immerhin habe ich jetzt Bock, mir mal wieder "Sign Of The Hammer" von Manowar anzuhören. 5/10
Zitat von Olsen im Beitrag #6312Mark Hamills Gesicht hat sich verändert? Das erklärt einiges.
Motorradunfall zwischen "Krieg der Sterne" und "Das Imperium schlägt zurück".
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Zitat von Olsen im Beitrag #6312Oldboy Hin und wieder schaue ich mir gezielt einen Film an, der mir beim ersten Mal nicht gefallen hat. "Oldboy" hat mich damals komplett befremdet. Über die Jahre habe ich es mit drei weiteren Werken von Chan-Wook Park versucht, jedes Mal ein ähnliches Erlebnis in unterschiedlichen Abstufungen von "kann ich nichts mit anfangen". Nun also "Oldboy", Versuch zwei: Es hat sich nichts geändert. Diesen Auflösungsschlussteil finde ich weiterhin furchtbar, und nicht auf eine gute Weise. Der Rest ging diese Mal etwas besser, er hat seine Momente. Aber unterm Strich bin ich einfach der falsche Ansprechpartner für diese Art von Kino und mit zunehmendem Alter nerven mich auch alle Regisseure, die mit optischen Stilistiken rumspielen müssen. (Interessante Randfestellung: Die damals von mir als problematisch empfundene Gewaltdarstellung ist aus heutiger Sicht recht harmlos. Das hat noch derartige Sphären erreicht, siehe aktuell auch "Fallout", dass ich die Gewalt hier achselzuckend durchwinke.) Immerhin habe ich jetzt Bock, mir mal wieder "Sign Of The Hammer" von Manowar anzuhören. 5/10
Das geht mir mit "Oldboy" auch so ... den Hype um diesen Film konnte ich nie nachvollziehen.
Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen. (Blaise Pascal)
Zitat von Mory im Beitrag #6309Late Night With the Devil (2023) Die Kritiken sind gut, wobei sich langsam auch negative Stimmen einmischen. Letztere verstehe ich nicht, denn bis auf die sehr schlechten Effekte ganz am Ende ist dieser Film ein großer Spaß! Es geht um einen Late-Night-Talkhost, der Mitte der 70er endlich ganz an die Spitze will und hofft, es durch ein Halloween-Special zu schaffen: Paranormales ist das Thema und der Höhepunkt die Vorstellung eines jungen Mädchens, das angeblich von einem Dämon besessen ist. Dann kommt aber (natürlich!) alles anders, als geplant. Found-Footage funktioniert für mich am besten, wenn man es nicht mit übertrieben verwackelten Heimvideos zu tun hat, sondern eben mit Material, das man sich anschauen kann, ohne Kopfschmerzen zu kriegen. (Ein ewiges Manko am eigentlich ziemlich guten Blair Witch Project.) Da es sich hier um das "Mastertape" der Desaster-Folge besagter Late-Night-Show handelt, fällt das Problem schon mal weg. Die Mischung zwischen Show und Behind the Scenes (in den fiktiven Werbepausen) funktioniert prima, die Schauspieler geben alles (besonders Hauptdarsteller David Dastmalchian sei lobend erwähnt und Ingrid Torelli als 13-jährige Lily - das besessene Mädchen - ist der Hit!) und bis auf das Ende gehen auch die Spezialeffekte auf. Besonders witzig die zig Anspielungen auf reale Personen der Paranormal-Szene und diverse Verschwörungstheorien, die hier als wahr angenommen werden. Ich bin sicher, nicht alles erkannt zu haben, was die Filmemacher hier präsentieren. Empfehlung für alle, die langsamen, humorvollen Horror mögen und vor einer Handvoll Ekel nicht zurückschrecken.
Den hätte ich auch gerne gesehen, ging aber leider nicht wg. Terminüberschneidung. Dafür gab's bei mir Sting. Deine Beschreibung klingt stellenweise ein wenig nach Die Larry Sanders Show, nur eben als Horrorfilm.
Wenn das hier ein Kulturkreis ist, bin ich wohl ein Quadrat.