Wenn man sich als Frau dazu herablässt, in einem Bond-Film mitzuspielen, hat man es auch nicht besser verdient, als als "Mieze" bezeichnet zu werden. Auch wenn ich das selbst niemals tun würde. Ich hab "Spectre" nicht gesehen, aber die Bond-Filme zeichnen sich nun nicht durch ihr differenziertes Frauenbild aus, sondern dadurch, dass sie nur schmückendes Beiwerk sind, über das nach Belieben verfügt werden kann. Kern-widerlich, um es mal so auszudrücken.
Das Frauenbild der Bond-Filme ist ein eigenes Thema. Das wurde aber in den letzten Jahren durchaus verbessert, und gerade Léa Seydouxs Rolle ist ja alles andere als ein "Püppchen". Die weiß sich durchaus selbst zu helfen.
“Troubled times, kids, we got no time for comedy.” (Phife Dawg)
Zitat von Olsen im Beitrag #766... aber die Bond-Filme zeichnen sich nun nicht durch ihr differenziertes Frauenbild aus, sondern dadurch, dass sie nur schmückendes Beiwerk sind, über das nach Belieben verfügt werden kann.
Okay, also das lasse ich mal nicht so stehen - zuerst: das mit dem nach Belieben verfügen ist natürlich Unsinn. Tatsächlich sind etliche Frauenfiguren in den Bond-Filmen nur sehr oberflächlich gezeichnet, was aber je nach Perspektive anders interpretiert werden kann. Schmückendes Beiwerk mit partiellem Handlungsanteil würde ich das vorsichtig nennen, wobei bei einigen ja sogar echte Spannungsmomente mit im Spiel waren. Bedauerliche nachfolgende Tode inklusive.
Da nun schon wieder einige Leute hier mit Sexismus um die Ecke kommen - "Püppchen" und "Mieze" sind sicher etwas überzogen, aber "nur" herablassend und nicht sexistisch gemeint.
Wer die Dame mag und toll findet, soll das gerne weiterhin tun, aber ich fand sie einfach nur fad. Das ist meine private Meinung und die muss ich jetzt auch nicht weiter verteidigen.
Wow! So einen paranoid-rassistischen Film mit dem Credo “Murricans better stay home” hab ich seit den 80ern nicht mehr gesehen. Oder seit “Black Hawk Down”, wobei der hiergegen wie ein subtiles Meisterwerk rüberkommt. Ob Donald Trump den finanziert hat? Und Regisseur Dowdle ist sich nicht mal zu schade, in einer der dramatischsten Szenen noch Converse-Werbung zu platzieren. Alter Schwede! Glaubwürdigkeit wird hier besonders klein geschrieben, Hanebüchnerei dafür umso größer. Das geht dann auch schon mal ins unfreiwillig Komische. Zwischendurch fällt ihnen wohl auf, wie platt das ist, da denken sie sich kurzerhand eine sozialkritische Erklärung aus.
Leider (oder zum Glück?) ist “No Escape” aber auch extrem spannend und fesselnd. So fesselnd, dass man dauerhafte Unruhe verspürt. Wenn man das trennen kann, wird man sehr gut unterhalten. Bin hin- und hergerissen, weil auch die Gewaltdarstellung schon wieder zu viel für mich war, noch so gerade eben tolerierbar. Owen Wilson bekommt die Goldmedaille in der Disziplin Kinderwerfen. Ach ja, fast vergessen, Pierce Brosnan in einer schmierigstmöglichen Nebenrolle. (Mit dem bestmöglichen Abgang, haha.) Ich mag den Kerl einfach. Was machen wir jetzt mit der Wertung? Einfach aus dem Bauch raus am besten.
As Above, So Below Dieser Dowdle-Typ und sein Bruder brauchen dringend mal jemanden, der ihnen sagt, wann es unfreiwillig komisch wird. Wie auch in “No Escape”, manchmal überspannen sie den Bogen einfach. Hier haben sie beispielsweise eine lustige Figur namens La Taupe (der Maulwurf), die zur Hälfte des Films eingeführt wird, gruselig sein soll, aber mich nur zum Schmunzeln brachte. Davon ab: Wenn man mit Püppi in der Hauptrolle erstmal seinen Frieden geschlossen hat, funktioniert dieses munter zusammengerührte filmische Eintopfgericht durchaus. Paar sehr nette Ideen und Suspense-Momente drin, paar Schocks auch. Und sehr geiles Sound-Design, Kopfhörer aufsetzen. 7/10
Zitat von Bigwombat im Beitrag RE: TrailerparkDas ist ja mal ein Trio. John Cusack, Adrien Brody und.........Jackie Chan. Könnte ein richtig schnuckelig-episches Ding fürs Heimkino werden. Ins deutsche Kino wird es der Film auf breiter Fläche wohl nicht schaffen, aber im Januar ist er auf jeden Fall auf DVD / BluRay zu haben.
Der Trailer macht mich überhaupt nicht an. Überhaupt tendiert meine Lust an epische CGI Schlachten gegen Null.
Wir haben einen Dissens. Als ich den Trailer im Net entdeckte, wunderte mich allerdings eher die Kombination der 3 Stars. Normalerweise gehe ich davon aus, daß sowas nicht unbedingt John Cusacks bevorzugtes Revier sein dürfte. Bei Brody wäre ich mir da schon weniger sicher...aber beide zusammen mit dem (immer noch verdammt guten) Hongkong-Haudrauf, das hat Seltenheitswert. Ich werde mir das Teil auf jeden Fall zulegen, ich mag diese Art von Movies und hoffe, der Film hält, was der Trailer verspricht. Vielleicht sollte ich mal einen Wuxia-Thread aufmachen....
Krautathaus: wir haben hier keinen Dissens mehr.
Vor ein paar Tagen die DVD im örtlichen Supermarkt entdeckt. Für sagenhafte 7,99 €. Okay, dachte ich mir, da kannst Du eigentlich nix falsch machen. Denkste. Selten (ganz selten) hab ich mich so geirrt und mich von einem Trailer so sehr ins Bockshorn jagen lassen. Cusack war im Grunde eine Fehlbesetzung, musste sich nicht anstrengen und machte Kohle. Brody machte das, was Brody gut kann: in der 2. Hälfte des Films den bösen Buben geben....und er machte auch Kohle. Chan machte eigentlich (fast) alles falsch. Slapstick, wo er nicht hingehört und tränendrüsigen Blödsinn, der dann wieder unfreiwillig komisch war. Der Plot war hanebüchener Unsinn, Logik und Sinn blieben weitgehend auf der Strecke und die Totalen offenbarten überwiegend mittelmäßige bis sogar schlechte Computerarbeit....auch als "Monumentalfilm" taugte der Film also nur gerade mal eben so....mit viel Wohlwollen. Wo hier eigentlich die über 60 Millionen $ verbraten wurden, bleibt mir ein Rätsel.
Ein klein wenig gerettet wird der Film von den Kampfszenen insbesondere in der 2. Hälfte, manche davon in Nahaufnahme ziemlich brutal und blutig. Selbst Cusack hat wohl ein wenig mit Chan trainiert und gibt ein ganz ordentliches Bild dabei ab. Trotzdem merkt man: Chan wird langsam wirklich alt, er sollte sich vielleicht doch in Würde verabschieden, seine Schnelligkeit und seine quirligen Bewegungsabläufe haben doch sehr gelitten.
Alle in Allem aber reicht es einfach nicht, der Berg kreiste und gebar eine Maus. Nach etwa knapp der Hälfte des Films wollte ich schon abschalten, habe dann aber dennoch bis zum Ende durchgehalten.....immerhin ist die 2. Hälfte etwas besser geraten. Trotzdem und vielleicht auch und gerade für Chan-Fans: vom Kauf ist abzuraten. Was ich mit der DVD mache, weiß ich noch nicht....vielleicht wandert sie irgendwann in den Plastikmüllsack.
Zitat von Bigwombat im Beitrag #771 Nach etwa knapp der Hälfte des Films wollte ich schon abschalten, habe dann aber dennoch bis zum Ende durchgehalten.....immerhin ist die 2. Hälfte etwas besser geraten. Trotzdem und vielleicht auch und gerade für Chan-Fans: vom Kauf ist abzuraten. Was ich mit der DVD mache, weiß ich noch nicht....vielleicht wandert sie irgendwann in den Plastikmüllsack.
Selbst wenn solche Filme wg. der Besetzung oder der lächerlichen Story scheitern, könnte man sie noch als lustige C-Movie Erfahrung ablegen. Spätestens wenn so viel mieser CGI Bombast im Spiel ist, kann man sich eigentlich nur mehr ärgern.
Her Beeindruckender, sehr ruhiger Film, der viele interessante Themen anschneidet. Die Idee hörte sich gut an, und die Ausführung ist es dann auch. Ich fühlte mich oft an mein eigenes Leben erinnert und zwischendurch auch negativ getriggert, muss ich ehrlich sagen. Es fällt mir schwer, mehr zu “Her” zu sagen. Das sind eigentlich immer die besten Filme, die, wo die Worte versagen. 9/10
Star Trek (2009) Viel besser, als ich in Erinnerung hatte. Vielleicht hatte ich beim ersten Sehen einen schlechten Tag. Durchaus unterhaltsames Filmchen jedenfalls, ohne großen Effekt-Overkill, obwohl es natürlich einiges zu schauen gibt. Lustig war's auch noch. Simon Peggs kläglicher Versuch, einen schottischen Akzent zu imitieren, ist aber immer noch putzig. 7/10
Magic In The Moonlight Behäbig und etwas träge, wie einige der neueren Woody-Allen-Filme, dafür aber wirklich genial besetzt. Colin Firth und Emma Stone geben ein hervorragendes Paar ab, ich sehe beide aber auch immer wieder gerne. Allen hat wieder ein paar tolle zitierfähige Dialogsätze erfunden und erzählt eine schöne Geschichte. Das Happy-End hätte es gar nicht unbedingt gebraucht. 8/10
Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)
Jetzt ist natürlich das passiert, was öfter passiert, wenn man noch Schlaf aufzuholen hat und abends um 23 Uhr noch einen Film anfängt. Man ist müde und weiß nicht mehr so genau, wie man einen Film einschätzen soll, weil man doch eben droht wegzuschlummern. "Birdman" hat eigentlich alles, was ich mag. Abstrusen Humor, einige fantastische Szenen, einen wunderbaren Blick auf das Star-Sein an sich und dann natürlich Leute, die unfassbar gut gecastet sind und diese ultralangen, durchchoreografierten Szenen. Rein vom Schauen hätte ich eine 7/10 gegeben. Doch ich denke, das wäre ungerecht gewesen, denn ich befürchte, dass es eben die Müdigkeit war, die mich nicht ganz so mitgerissen hat. Deshalb gebe ich dann jetzt doch 8/10.
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Batman vs Superman hat am Startwochenende in den USA 170 Mio und weltweit 420 Mio eingespielt. Die Kritiken sind bisher durchwachsen, bin mal gespannt was die Forianer so sagen.
Offenbar stört sich Batman an der messianischen Erscheinung Supermans, der bei seinen Kämpfen nebenbei ganze Städte in Schutt und Asche legt. Die beiden müssen sich dann angesichts eines übermächtigen Gegners zusammenraufen und bekommen dann prominente Unterstützung, u.a. von einer auf den Pressefotos immens erotisch wirkenden Wonder Woman. Mal sehen.
Herz aus Stahl Im Grunde genommen auch nix anderes als "Black Hawk Down", nur mit einem Panzer anstatt mit Hubschraubern. Doch während ich den Ridley-Scott-Film nur so mittel fand, packt mich "Herz aus Stahl", obwohl er nicht viel anderes macht, als eine Schlacht an die andere zu reihen. Und das Ende ist nun mal doch sehr hanebüchen (quasi die letzte Schlacht). Aber dann gibt es ja auch diese eine Szene, in der einmal für ein paar Minuten inmitten des Krieges alles zu ruhen scheint, so etwas wie Normalität eintritt. Dieser Moment des Innehaltens dauert nur kurz, ist dafür aber eine Erholung für den Zuschauer und zeigt, dass Brad Pitt allein mit wenigen Blicken eine unglaubliche Präsenz erzeugen kann. 8/10
Minions Sie sind ja schon die Stars der "Ich - Einfach unverbesserlich"-Filme, diese Überraschungs-Eier namens Minions. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sie einen eigenen Film bekommen. "Minions" ist so, wie man sich das vorstellt. Von Anfang bis Ende anstrengend, immer actionreich und albern - wobei letzteres tatsächlich das Beste an diesem Digitaltrickspaß ist. Er zeigt die Vorgeschichte der gelben Wesen, die schon zu Zeiten der Dinosaurier gelebt haben und immer nur eines wollen: Einem Bösewicht dienen. Nach einem Napoleon-Vorfall verstecken sie sich in einer Höhle und verlieren ihren Antrieb. Also machen sich Bob, Kenny und Stuart auf den Weg nach Orlando zur Bösewicht-Convention. Dort treffen sie dann die böseste Frau der Welt, die sie mit nach England nimmt, um die Krone der Königin zu stehlen. "Minions" mangelt es an Story, das wird mit Action weggemacht - klappt aber nicht so ganz. 6/10
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