Zitat von DerKleineMusicFreund im Beitrag #1111Die Filme, in denen Frau Krüger mitspielt/mitspielen darf, leiden nicht an ihrem Akzent, sondern an ihrer mangelhaften schauspielerischen Leistung.
...die natürlich vollkommen losgelöst von ihrer Sprechweise ist. Moment...
"Happy Holidays... is what terrorists say. Merry Christmas, from Avery and Jack."
Ich empfinde die schauspielerische Leistung von ihr total unterschiedlich. In "Inglorious Basterds" war sie unterirdisch schlecht. In "Goodbye Bafana", ein Film über Nelson Mandelas Gefängnisjahre spielte sie ganz anständig. Und "The Bridge", die amerikanische Version der dänischen Serie, spielt sie ziemlich gut.
Der Film ist mutig. Sandra Hüller spielt die ehrgeizige, in jungen Jahren schon völlig ausgelaugte Wirtschaftsberaterin zum niederknien gut. Mit ihr erlebt man Einblicke in eine Welt, mit der zumindest ich keine direkten Berührungspunkte habe. Der klamaukige Vater dazu bricht das Ganze auf, das muss auch sein. Grossartig die Party (mehr sag ich nicht).Aber mir persönlich sind das zu viele und zu ausgedehnte Verkleidungsspielchen. Etwas weniger und etwas kürzer wäre mehr gewesen.
Cinema Perverso Hübsche kleine Doku über die Geschichte der deutschen Bahnhofskinos nach dem Krieg. Anfangs liefen da noch Wochenschauen, ab den 1960ern bestimmten hauptsächlich Schrottfilme aller Genres das Programm, bis ab Mitte der 70er nur noch extreme Gewaltfilme und Pornos schließlich das Image des Schmuddelkinos prägten. Sehenswert vor allem wegen der Interviews mit alten Fans (Jörg Buttgereit, Uwe Boll, Wolfgang Niedecken). Erstmals sympathisch wirkt hier auch Ben Becker, der sich total beömmelt durch seine Erinnerung an einen alten Trashfilm mit Raimund Harmstorf.
“Troubled times, kids, we got no time for comedy.” (Phife Dawg)
Ich liebe alle Filme von Andrea Arnold. Ja, wenn ich überhaupt von irgendjemandem der Fan sein wollte, wäre ich es von ihr. Dies ist nun ihr erster "amerikanischer" Film. Statt trister, verregneter nordenglischer Landschaften zeigt American Honey den amerikanischen Mittelwesten im Sommer. Die Menschen sehen alle irgendwie gut aus. Die Hauptdarstellerin sieht sogar umwerfend aus. Das war es dann aber mit den Zugeständnissen. Das Leben von Frau Arnolds Protagonisten findet immer ausserhalb der Gesellschaft statt. Es ist trist und hoffnungslos. Auch wenn sie versuchen, Freude daran zu haben.
Zitat von sunday im Beitrag #1114 SNOWDEN Nur ganz kurz: Besser geht nicht!
Wenn du Zeit hast: mach mal ruhig länger. Bisher hat mich Joseph Gordon-Levitts Hollywoodiges Gesicht für diesen so wenig Hollywoodig aussehenden Menschen ziemlich abgeschreckt. Dazu dieser grauenvolle Slogan, "Der sicherste Ort ist die Flucht". Ich bin zwiegespalten, wie ich solche quasi echtzeithistorischen Dramen finden soll. Regelmäßig wird da ja eine andere Geschichte erzählt, als die historische Wahrheit, die dann oft in der kollektiven Geschichtserinnerung einen prominenteren Stellenwert einnimmt. Wäre spannend zu wissen, ob ich mir Snowden trotz allem trotzdem mal ansehen sollte.
Hatte kurz davor Citizen 4 gesehen. Der Film Snowden hält sich detailgetreu an alles, was im Hotel passiert ist. Joseph Gordon Levitt hat Edward Snowden gut studiert, versucht ihn sogar zu imitieren und das gelingt prima.. In Rückblenden werden dann Stationen von Edward Snowden Karriere bei den Nachrichtendiensten gezeigt, und auch, was das Fass für ihn wann zum Überlaufen gebracht hat. Ich hatte nicht das Gefühl, dass man da aufgrund der "hollywoodisierung" künstlich viel verdreht hat. Da er selber am Ende mitspielt, gehe ich davon aus, dass er den Film abgesegnet hat.
Und nicht auf Netflix. Hatte noch vergessen, René Weller zu erwähnen. Alleine die Ausschnitte aus seinem 80er Hit "Macho Man" (und Buttgereits Kommentare dazu) wären das Geld wert. https://de.wikipedia.org/wiki/Macho_Man_(1985)
“Troubled times, kids, we got no time for comedy.” (Phife Dawg)
Peter Althof ("Security-Experte", RTL) habe ich in den 90ern ja bei allen Boxübertragungen kultisch verfolgt. Im Kollegenkreis waren seine Interviews und sein Verhalten vor der Kamera sagenumwoben.
“Troubled times, kids, we got no time for comedy.” (Phife Dawg)