Ich ... hatte es vor Jahren schon geschrieben: ginge es etwa um Filme, dann wäre mir (abgesehen von der jeweiligen technischen Qualität) recht egal, ob dies nun auf VHS-Kassette, DVD oder Blu-ray bei mir eingelagert wäre oder ob man sich den Film immer per Fernbedienung am TV-Gerät aus einer Datenbank auswählen könnte. Wichtig wäre, den Film zu sehen bzw. ggf. erneut sehen zu können.
Ähnlich wie bei Büchern mag es zu Tonträgern eine stärkere Beziehung geben, weil sie ja auch immer für jene Zeitphase im eigenen Leben stehen, in der sie angeschafft wurden. So eine Sammlung mit individuellen Werken ist da auch ein wenig Begleiter des eigenen Lebens. Das tauscht man ja auch nicht einfach so aus wie defekte technische Geräte oder wie Gegenstände, die aus der Mode gekommen sind.
Trotzdem… es lagert auch nicht jeder sämtliche Kleidungsstücke von einst irgendwo ein. Und man bewahrt auch nicht alle alten Fernsehzeitschriften auf. Was dann auch mit am Platzmangel liegen kann oder daran, dass der Nutzen gegen Null geht.
Es wird ja immer wieder der Rat gegeben, für sich zu prüfen, was einem wirklich wichtig ist. Also erstmal weg mit den CDs in den Keller und nur noch die Sachen hochgeholt, die man hören möchte. Der Rest ist einfach nicht mehr bedeutend genug und im schlimmsten Fall würde man sich die eine oder andere Scheibe eben noch einmal neu kaufen.
Tonträger, man muss es so sagen, sind eher noch etwas für die ü40-Generation. In Zukunft wird es zwar auch noch Sammler geben, aber eben weniger. Das Angebot an 2nd-Hand-Ware wird weiter steigen und zugleich sinkt die Nachfrage. Ähnlich wie bei Briefmarken, Telefonkarten, Ü-Eiern oder Modellbahnen handelt es sich bei Tonträgern nicht zwingend um Wertanlagen für die Zukunft. Und es werden in Zukunft ja dann ggf. auch ganz andere Tonträger bzw. Künstler stärker gefragt sein.
Mein einstiger Wunsch - der bezahlbare Plattenspieler, der die Vinyls abnutzungsfrei per Laser abtastet und Störgeräusche durch Staub o.ä. automatisch eliminiert (und der auch neue Platten mit 45 Minuten Laufzeit pro Seite abspielen würde) – ist ja noch nicht in Erfüllung gegangen. So bleibt es bei mir auch beim Mix aus Alt-Vinyl und Neu-CD… und bis zu meinem Ableben reicht dies wohl auch noch so.
"Good taste is the worst vice ever invented" (Edith Sitwell)
... habe meinen Linus - Volkmann - Diss aus dem Blog an ihn persönlich geschickt und erhielt eine dementsprechende Antwort. Somit wären die Claims abgesteckt.
We don't believe in anything we dont stand for nothing. We got no "V" for victory cause we know things are tougher.
(Iggy Pop/James Williamson: "Beyond The Law")
---------------------------------------------------------------- From the river to shut the fuck up.
Zitat von gnathonemus im Beitrag #3800ich finde halt streaming deshalb doof, weil die künstler so gut wie nix davon haben. ich will aber die leute gerne bezahlen, die mir das leben schöner machen.
Das spielt in meinen Gedanken schon durchaus eine Rolle. Aber ich bin ein Vielkäufer und mein schlechtes Gewissen hält sich da in Grenzen. Das Streaming, welches den Künstlern relativ wenig Geld zukommen lässt, ist meine Alternative zu Snippets oder illegalem Download, die den Künstlern jeweils gar nichts bringen. Wenn es begeistert, kaufe ich sowieso Vinyl.
Außerdem las ich unlängst irgendwo, dass die Entlohnung der Streams über die jeweiligen Plattenfirmen den Künstlern mittlerweile deutlich mehr Geld zukommen lässt. Ich weiß aber nicht mehr genau, wo das stand.
Zitat von Olsen im Beitrag #3793Halbe Diskografien, teilweise komplette fehlende Künstler. Aber, und was finde ich viel wichtiger, du mietest dir dort nur das Recht, Zugang zur Plattform zu haben. Sollte Spotify morgen andere Deals abschließen oder irgendwelche Labels beschließen, ihre Künstler dort abziehen zu wollen, sind diese Inhalte komplett weg.
Genau das ist doch der Denkfehler. Wenn Inhalte bei einem Anbieter weg sind, hörst du sie halt von einem anderen Anbieter. Hören macht glücklich, wenn aber Haben das Glück perfekt macht, dann Platte kaufen. Ob da ein Anbieter "Künstler abzieht" ist mir doch egal. Derzeit überbieten sich aber alle im Angebot und unterbieten sich im Preis. Ob da Apple, Spotify oder Amazon draufsteht, ist eigentlich relativ egal.
Wie viele Streaming-Abos sollte ich deiner Meinung nach abschließen, um alles abzudecken? Zumal sich das ähnelt. Einige Sachen finden einfach nicht bei Streamern statt.
Zitat von JackOfAllTrades im Beitrag #3806Ich hatte nach dem Tod von Winamp eine Alternative gesucht und bin einigermaßen zufrieden mit Foobar.
Mir reicht eines. Ich habe da ein wenig rumprobiert und ein paar Sachen eingegeben, von denen ich dachte, es wäre möglich, dass es das nicht gibt. Meine Lieblinge waren Gerry And The Holograms und De Kommuniste. Ersteres hatten alle, letzteres niemand. Und dann noch ein paar Beispiele. Dann war es mir irgendwann wurscht, weil ich kaum Unterschiede finden konnte.
Übrigens gibt es da noch etwas, das klar für die CD spricht, es ist diese Inspiration beim Gucken. Wenn man den Blick ziellos über die CD-Rücken schweifen lässt und entdeckt da diese Platte, die man schon ewig nicht mehr gehört hat und die auch garantiert nich im Kleinhirn auf Abruf geparkt war. Das geht weder mit den schmalen Schallplatten noch beim Streaming
Das könnte ein Moderator machen. Der Moderator müsste nur nochmal kurz in der Bedienungsanleitung fürs Teilen von Threads und Verschieben von Beiträgen nachschauen.....es soll ja nix verloren gehen. Mal schauen, ob ich es noch hinbekomme.
So, Transfer bzw. Kopie nach hier abgeschlossen. Die Beiträge im OT - "ich" werde ich dann in einer halben Stunde oder so löschen, falls keine gravierenden Bedenken bestehen.
Zitat von gnathonemus im Beitrag #174ich finde halt streaming deshalb doof, weil die künstler so gut wie nix davon haben. ich will aber die leute gerne bezahlen, die mir das leben schöner machen. wenn ich downloads kaufe, schaue ich erstmal auf bandcamp, da bleibt für die musiker noch am ehesten was übrig. falls nicht, boomkat für elektronisches und amazon für den rest.
da sich mein musikkonsum prozentual stark ins auto verschoben hat, nutze ich dort gerne USB-sticks und spotify. letzteres, um künstler/alben vor dem physischen tonträgererwerb ein bisschen auf herz und nieren zu prüfen (und ihnen nach dem erwerb trotzdem noch was zukommen zu lassen); erstere, weil vieles, was ich gerne höre, eben nicht auf spotify rumliegt. auf bandcamp kaufe ich sehr gerne, weil man oft auch noch vinyl erwischt, und trotzdem den download dazu kriegt (sogar lossless, falls man das braucht). meine itunes-bibliothek ist riesig; und sie dient mir u.a. auch als rückversicherung, falls eine von mir verhökerte scheibe doch nicht ganz so öde war wie gedacht. bei vielen alben gehts ja am ende doch nur um ein oder zwei songs, und für die reicht mir dann auch ne datei (apropos: braucht irgendwer die "parklife" von blur auf cd?) dass ich unwissentlich eine echte vollpreziose weggebe, ist ausgesprochen unwahrscheinlich (mir vielleicht 3 oder 4x passiert), und meist auch reparabel. ich hab auch schon relativ durchwachsene platten bei verlust nachgekauft, wenns mir halt wichtig war ("band on the run" zB).
Urpsrünglich fing die aktuelle Diskussion ja nicht bei den Vor- oder Nachteilen von Streaming oder physischer Präsenz an, sondern beim Platzmangel. Drum nochmal ein Blick auf meine Musikecke:
Zitat von Der Lokus im Beitrag Musiksammlung in BildernDa ich mich ja von den Jewel Cases getrennt habe (Platzersparnis 75%), sieht das bei mir etwas kompakter aus.
Sieht das nach 2000 CDs aus? Eigentlich nicht. Vinyl kann man natürlich schlecht verkleinern. Aber sollte jemand vermeiden wollen, beim nächsten Umzug 10 Kubikmeter CDs schleppen zu müssen, dann ist meine Fake-Mini-Vinyl-Look-Methode mit den covergroßen Schutzhüllen sicher auch eine platzsparende Option für den Bestand. Die Back-Cover und eine paar saubere Jewelcases (falls man doch noch was verkaufen oder verschenken will) passen dann in einen Schuhkarton. Im Booklet blättern kann man immer noch und man muß sich nicht den Kopf zermartern, ob man eine CD abstoßen will. Bei den Preisen heute behalt ich fast eh alles, tausche höchsten mal mit jemandem.
Soviel zur Vergangenheit. Die Gegenwart seit 2019 sieht so aus: Es ist ein Mix aus Allem. Ich hab mein Stream-Abo und gelegentlich kaufe ich spontan nach Lust und Laune eine CD oder den "einen Hit" des Albums als mp3. Und selbst wenn ich meine Platte des Jahres nicht wirklich in Händen halten könnte, es wär mir inzwischen egal. Was zählt ist die Musik selbst, und nicht, ob ich sie besitze.
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Zitat von Der Lokus im Beitrag #192Urpsrünglich fing die aktuelle Diskussion ja nicht bei den Vor- oder Nachteilen von Streaming oder physischer Präsenz an, sondern beim Platzmangel.
Genau deswegen habe ich ne halbe Stunde gewartet. Macht aber nix, wenn jemand einen eigenen Thread mit entsprechender Bezeichnung vorschlagen möchte, verschiebe ich auch nochmal nach dort.
Nein .. alles richtig gemacht! Das war nur ein kleiner Einschub. Es hat sich dann ja auch in diese Richtung entwickelt.
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Zitat von Der Lokus im Beitrag #192Die Back-Cover und eine paar saubere Jewelcases (falls man doch noch was verkaufen oder verschenken will) passen dann in einen Schuhkarton. Im Booklet blättern kann man immer noch
Da benutzt du wohl Hüllen von 125 x 125 mm ...
Ich nutze die Größe 125 x 153 mm, weil da auch die Backcover gut mit reinpassen ( meine Regaltiefen von 157 mm sind da kein Problem; bei denen von IKEA mit 147 mm ragen sie eben 6 mm vorne raus).
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